Strahlenlose Kamille

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Strahlenlose Kamille
Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea)

Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Kamillen (Matricaria)
Art: Strahlenlose Kamille
Wissenschaftlicher Name
Matricaria discoidea
DC.
Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea)

Die Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kamillen (Matricaria); sie gehört zur Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Ihren Namen verdankt sie dem Fehlen der weißen Zungenblüten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Die Strahlenlose Kamille ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 5 bis 40 Zentimetern erreicht. Im Gegensatz zur Echten Kamille besitzt die strahlenlose Kamille keine weißen Zungenblüten. Ihre Röhrenblüten sind gelblich-grün und stark duftend.

Die Blütezeit ist von Juni bis September (selten auch im Oktober).

[Bearbeiten] Ökologie

Strahlblüten (=Zungenblüten) fehlen. Die Scheibenblüten sind zwittrig. Die Blüten werden durch Insekten (besonders Dipteren) bestäubt oder bestäuben sich selbst. Es handelt sich um eine typische Trittpflanze: Die Früchte verschleimen bei Nässe, bleiben dann an Schuhen, Reifen usw. kleben und können so über weite Strecken verschleppt werden. Die Art ist ein Therophyt.

Die Pflanze riecht ähnlich wie die Echte Kamille (Matricaria recutita), ihr ätherisches Öl ist jedoch anders zusammengesetzt, so dass sie nicht als Ersatz für diese verwendet werden kann. Eine im östlichen Nordamerika eingeschleppte Form riecht nach Äpfeln.

[Bearbeiten] Vorkommen

Die Strahlenlose Kamille stammt ursprünglich aus dem nordöstlichen Asien und ist mittlerweile seit etwa 1850 in Deutschland und Österreich völlig eingebürgert. Diese Pflanzenart ist fast kosmopolitisch vertreten. Man findet sie in Trittrasen, vor allem in Siedlungsnähe; sie wächst dort oft in größeren Gruppen. Sie bevorzugt offenen, nährstoffreichen, dichten Lehm- und Tonboden. Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger, ein Frischezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, ein ausgesprochener Stickstoffzeiger und eine Verbandscharakterart der Vogelknöterich-Trittrasen-Gesellschaften (Polygonion avicularis).

[Bearbeiten] Systematik

Synonyme für die Strahlenlose Kamille sind:

  • Artemisia matricarioides auct. non Less.
  • Chamomilla suaveolens (Pursh) Rydb.
  • Matricaria matricarioides auct. non (Less.) Porter
  • Matricaria suaveolens (Pursh) Buchenau
  • Santolina suaveolens Pursh
  • Tanacetum suaveolens (Pursh) Hook.

[Bearbeiten] Literatur

  • Otto Schmeil, Jost Fitschen, Werner Rauh, Karlheinz Senghas: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. 88. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 447.
  • E. Oberdorfer : Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage, Ulmer-Verlag, 2001, ISBN 3-8001-3131-5
  • H. Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. 5. Auflage, Ulmer-Verlag, 1996
  • Margot Spohn/ Marianne Golte-Bechtle: Was Blüht den da? Enzyklopädie, Kosmosverlag, 2005
  • R. Düll/ H. Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 6. Auflage, Quelle & Meyer-Verlag, 2005, ISBN 3-494-01397-7

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Strahlenlose Kamille – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Gartenbau: [1] Schadwirkung: [2] Bilder: [3] [4] [5] [6] [7] [8]

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