Strahlregler

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Ein Strahlregler (engl. aerator; auch Luftsprudler oder Mischdüse), ist eine Düse, die häufig am Auslauf eines Wasserhahns angebracht ist. Er ist maßgeblich für die wahrnehmbaren Eigenschaften des Wasserstrahles verantwortlich und wertet den Strahl auf. Aufgrund physikalischer und psychologischer Effekte reduziert er beim Händewaschen den Wasser- und Energieverbrauch.

Anwendung[Bearbeiten]

Die Aufgabe von Strahlreglern ist die Formung des Wasserstrahls an Sanitärarmaturen. Unter verschiedenen Gegebenheiten am Einsatzort (unterschiedliche Wasserdrücke) wird der bestmögliche Strahl erzeugt, weich und nicht plätschernd. Dadurch wird auch das Spritzen verhindert. Der Hauptzweck ist die Minderung des Wasserdurchsatzes. Hierdurch ergibt sich ein Einsparpotential. Die gefühlte Strömungskraft steigt, die gefühlte Temperatur ist bei kaltem Wasser höher und das hell rauschende Geräusch verleiht dem Strahl auch psychologisch eine kräftigere Wirkung. Beim Händewaschen kann damit Wasser gespart werden und die Temperatur des Wassers niedriger sein. Das Einsparpotential funktioniert so (beispielhaft): Beim Ende des Händewaschens ohne Bewegungsmelder läuft noch einige Sekundenbruchteile das Wasser nach bis man den Hahn komplett zugedreht hat. Ohne Strahlregler würde in dieser Zeit mehr Wasser aus dem Hahn laufen, als mit luftversetztem Wasser. Pro Jahr sind dies mehrere Hundert Liter Einsparpotential bei täglich 5 Mal Händewaschen.

Strahlregler können hinsichtlich ihrer Eigenschaften diverse Zielsetzungen haben, z.B. Armaturengeräusche gering zu halten (bestimmte Modelle) oder lokale Normen, Vorschriften oder Gesetze zu erfüllen. Es gibt Strahlregler mit belüftetem Strahl, laminarem Strahl und Brausestrahl. Strahlregler gibt es in unterschiedlichen Durchflussklassen, auch speziell wassersparende Modelle (z. B. 7 l/min), üblicherweise fließen bei 3 bar 15 Liter pro Minute (Durchflussklasse A). Eine Weiterentwicklung des Strahlreglers ist der Wassermengenregler.

Die Bedeutung des Strahlreglers wurde 2010 verdeutlicht, als für seine Weiterentwicklung zwei Mitarbeiter der Firma Neoperl für den Europäischen Erfinderpreis[1] nominiert wurden.

Aufbau und Varianten[Bearbeiten]

Ein Strahlregler besteht aus einem Mundstück, einem Innenteil und einer Dichtung. Die Einsätze werden entweder aus Kunststoff oder aus Metall gefertigt. Kunststoffbauteile verkalken im Allgemeinen etwas langsamer als Bauteile mit vergleichbarer metallischer Oberfläche und können bei der Herstellung freier gestaltet werden, so dass die Strömung einfacher optimiert werden kann. Der Vorteil der Metalleinsätze liegt in der höheren Robustheit des Materials, so dass sie bei grober mechanischer Reinigung nicht beschädigt werden.

Es gibt Strahlregler mit Innengewinde (zum Anschrauben, 22 mm metrisches Gewinde, Handelsbezeichnung IG M22) und Außengewinde (zum Einschrauben, 24 x 1 mm metrisches Feingewinde, Handelsbezeichnung AG M24). Badewannenausläufe haben meist Strahlregler mit weiterem Durchmesser (Außengewinde 28 mm, Handelsbezeichnung AG M28). Darüber hinaus gibt es die Größen M18, M19 und M21, die im Handel aber oft nur auf Nachfrage zu bekommen sind.

Wassersparendes Modell[Bearbeiten]

Ein besonders sparsames Modell zeigt folgende Daten:
Verbrauch: durchschnittlich 1,2 l/min (eine hochwertige Luftmischerbrause, wenn sie beginnt Luft beizumischen, verbraucht mindestens 3 l/min)
Tropfengröße: 0,3 bis 2 mm
Besonderheiten: Bei Erhöhung des Wasserdrucks verbreitert sich der Winkel der Mikrotropfen. Trotz der Tropfen fühlt es sich eher wie ein Wasserstrahl an.
Verwendung: ideal zum Abwaschen und Händewaschen, jedoch zum Befüllen von Gefäßen nur bedingt geeignet

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nominierungen des Europäischen Erfinderpreises 2010