Stralsunder Brauerei

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Stralsunder Brauerei
Schriftzug
Unternehmensform GmbH
Gründung 1827
Unternehmenssitz Stralsund
Unternehmensleitung

Jürgen Nordmann, Oliver Nordmann

Branche Brauerei
Produkte

Bier, Mineralwasser

Website

www.stralsunder.de

Die Stralsunder Brauerei GmbH ist eine als Familienunternehmen geführte Brauerei in Stralsund. Sie ist die einzige Brauerei der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Stralsunder Brauerei mit Gasthaus „Alter Fritz“

Das Vorgängerunternehmen der heutigen Brauerei, die Stralsunder Vereinsbrauerei, wurde 1827 gegründet. Die Biere gehörten schon bald zum Angebot der Bädergastronomie der Ostseebäder. Aufgrund steigender Nachfrage entstand ein Neubau an der Greifswalder Chaussee, der mit modernster Technik ausgestattet war, wie einer der ersten Linde-Kältemaschinen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb als Volkseigener Betrieb (VEB) fortgeführt. Veraltete Technik und die schlechte Versorgungslage mit hochwertigen Rohstoffen brachten einen Rückgang der einst hohen Qualität. Nach 1990 erwarb die Unternehmensgruppe Nordmann aus Wildeshausen Stralsunder Brauerei und führte sie fort. 1997 ging das „Hervorragende Pommersche“ Premium Pommeranium in Produktion. In der Folge wurden weitere hochwertige Biere kreiert und die Braustätte um eine Gastronomie zuerst nur in Stralsund (hier im ursprünglichen Brauereigebäude, daher auch "Alte Brauerei" genannt), später in Rostock, Greifswald und Binz erweitert.

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Entwicklung

Neubau

Der Absatz lag im Jahr 2005 bei 88.000 Hektolitern, die Produktionskapazität wurde durch den Anbau von Gärtanks auf nunmehr 100.000 Hektoliter gesteigert, da die Absatzzahlen weit über den Erwartungen lagen. Nach dem Motto Bier braucht Heimat konnte die Akzeptanz der Stralsunder Biere sowohl in den Privathaushalten als auch in der Gastronomie gesteigert werden, aber auch über den Versandhandel wird das Stralsunder Bier verkauft. Mit dem seit 2004 produzierten Bernsteinweizen ist die Stralsunder Brauerei mit 22 % Marktanteil Marktführer bei Weizenbieren in Mecklenburg-Vorpommern (ACNielsen, 2004).

Aus einem eigenen 30 Meter tiefen Brunnen wird Mineralwasser für den Bedarf gewonnen; für die Bierproduktion wird dieses Wasser "weicher" gemacht.

Die Brauerei brachte im Jahr 2005 ein aus Finnland stammendes Regalsystem auf Rollen als eigenes Lizenzprodukt auf den deutschen Markt, das die Produkte im rollbaren Sechserträger präsentiert. Ebenfalls im Jahr 2005 wurde die Produktionsanlage erweitert; im Rahmen von geführten Besichtigungen ist der gesamte Produktionsablauf von der Herstellung bis zur Abfüllung und dem Verkauf im angeschlossenen Getränkemarkt erlebbar. Die Familie Nordmann verlagerte im Jahr 2006 ihren Getränkehandel auf ein Gewerbegrundstück an der Rostocker Chaussee.

Im Jahr 2008 wurden 86.000 Hektoliter Bier produziert, etwa fünf Prozent weniger als im Vorjahr 2007.[1] Der Absatz von alkoholfreien Getränken stieg, auch aufgrund der Einführung der Bio-Limonaden der Marke bios um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 100.000 Hektoliter.[2]

[Bearbeiten] Produkte

Die Stralsunder Brauerei bietet viele unterschiedliche Bier- und Biermischgetränke und alkoholfreie Produkte an. Die Biere werden unter dem Namen „Störtebeker“ und „Stralsunder“ vertrieben.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Auf der Grünen Woche wurden durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft die Biere der Stralsunder Brauerei regelmäßig für die hohe Qualität mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Mit fünf Medaillen im Jahr 2006 war die Stralsunder Brauerei die beste ostdeutsche Brauerei, im Jahr 2007 gab es sechs Medaillen[3], auch 2009 konnten sechs Medaillen errungen werden.

Ausgezeichnet wurden mit dem Goldenen DLG-Preis:

  • Störtebeker Bernstein-Weizen (2009, 2007, 2006, 2005)
  • Störtebeker Pilsener (2008, 2006, 2005, 2004)
  • Stralsunder Premium Pommeranium Pils (2007, 2006, 2004, 2002, 2000)
  • Stralsunder Premium Pommeranium Lager (2009, 2006, 2005, 2004)
  • Stralsunder Premium Pommeranium Traditionsbock (2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2003, 2002, 2001, 2000)
  • Störtebeker Schwarzbier (2009, 2008, 2007, 2005, 2004, 2002)
  • Störtebeker Bio - Bernstein-Weizen (2009, 2008)
  • Störtebeker Bio - "1402" (2008)
  • Störtebeker Bio - Roggen-Weizen (2009, 2008)

Mit dem Silbernen DLG-Preis wurden ausgezeichnet:

  • Störtebeker Schwarzbier (2006)

Am 23. April 2008 wurde die Stralsunder Brauerei mit dem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstmals an Brauereien vergebenen „Bundesehrenpreis“, der die höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft darstellt, geehrt[4]. Demnach erzielte die Stralsunder Brauerei bei der letzten Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft für Bier die besten Gesamtergebnisse im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Aus Protest gegen die am 4. Mai 2009 durch die Bundesagrarministerin Ilse Aigner genehmigten Freilandversuche mit gentechnisch veränderter Gerste in Mecklenburg-Vorpommern gab Geschäftsführer Markus Berberich die Auszeichnung am 6. Mai 2009 zurück[5].

[Bearbeiten] Veranstaltungen

Die Stralsunder Brauerei war von 2002 bis 2005 mit dem „Bier der Gerechten“ Sponsor der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf Rügen.

Bis 2006 lud die Brauerei jeweils im Sommer zum Stralsunder Brauereihoffest ein. Hierbei traten populäre nationale und internationale Musiker auf dem Brauereigelände an der Greifswalder Chaussee vor bis zu 15.000 Zuschauern auf. Ab 2009 soll nun im zweijährigen Turnus das Stralsunder Brauereihoffest eintägig und regionaler ausgerichtet wieder stattfinden. Auf dem Gelände der Brauerei finden zudem Großveranstaltungen mit Live-Übertragungen von sportlichen Großereignissen („Brauerei-Arena“) statt. Die Stralsunder Brauerei richtet regelmäßig „Brauereipartys“ aus.

Seit der Spielzeit 2006/2007 ist die Brauerei ein Hauptsponsor des Stralsunder Handballvereins.

[Bearbeiten] Belege

  1. Ostsee-Zeitung Stralsund, 5. Januar 2009: „Bios“ ist der große Knaller
  2. Ostsee-Zeitung Stralsund, 5. Januar 2009: „Bios“ ist der große Knaller
  3. www.stralsunder.de
  4. www.dlg.org
  5. Pressemitteilung der Stralsunder Brauerei vom 6. Mai 2009

54.29055555555613.094722222222Koordinaten: 54° 17′ 26″ N, 13° 5′ 41″ O

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