Strandgut

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Dieser Artikel beschreibt angespülte Gegenstände. Für den Fernsehfilm siehe Tatort: Strandgut.
Strandgut am Strand von Hawaii

Strandgut bezeichnet Gegenstände, die durch Meeresströmungen und Tiden an die Meeresstrände gespült werden.

Es handelt sich zumeist um schwimmfähige Gegenstände, die von einem verunglückten Schiff stammen, von Bord eines Schiffes gespült worden sind oder an einem anderen Küstenabschnitt abgetragen worden sind und dann als Treibgut an den Strand gelangt sind.

Dabei wird unterschieden zwischen

  • Strandgut im engeren Sinn, den bei einer Seenot geborgenen Gegenständen;
  • Seeauswurf, Gegenständen, welche außer dem Fall einer Seenot von der See auf den Strand geworfen werden;
  • Strandtrift (strandtriftigem Gut), Gegenständen, die von der See gegen den Strand getrieben und vom Strand aus geborgen wurden;
  • Wrackgut, versunkenen Schiffstrümmern oder sonstigen Gegenständen, die vom Meeresgrund heraufgebracht sind.

Rechtslage[Bearbeiten]

Hauptartikel: Strandrecht

Deutschland[Bearbeiten]

Eigentumsverhältnisse beim Fund von Strandgut regelte in Deutschland früher das Strandrecht (auch Strandungsordnung genannt). Sachwalter des Strandgutes waren die Strandvögte.

Durch Artikel 35 des Gesetzes vom 28. Juni 1990[1] wurden die vom allgemeinen Sachenrecht abweichenden Regelungen des Strandrechts aufgehoben.

Vereinigtes Königreich, Kanada[Bearbeiten]

Strandgut, das an den Küsten des Vereinigten Königreichs oder Kanadas gefunden wurde, muss dem Receiver of Wreck gemeldet werden.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BGBl. I, S. 1221

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marine debris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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