Strategische Studien

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Strategische Studien (englisch Strategic Studies) sind eine interdisziplinäre, im Kern jedoch der Politikwissenschaft zugehörige Wissenschaft, die sicherheitspolitische und militärische bzw. verteidigungspolitische Fragen und Probleme von strategischer Reichweite behandelt.

In der Regel werden dabei als „strategisch“ all diejenigen politischen Prozesse und Ereignisse verstanden, wo infolge des direkten oder indirekten Einsatzes von Macht (und das heißt häufig aber keinesfalls ausschließlich durch den Einsatz militärischer Gewaltmittel) wesentliche politische Weichenstellungen erfolgen. Von daher haben sich strategische Studien auch immer auf Kriege, militärische Interventionen, die Anwendung militärischer Mittel bzw. deren Zähmung durch Rüstungskontrolle oder Abrüstung konzentriert. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit strategischen Fragen, auch Strategietheorie genannt, untersucht vor allem die Wechselwirkungen zwischen politischem und militärischem Handeln. Untersuchungsgegenstand sind auch politische und militärische Entscheidungen, die Ziele und Bedingungen, die diesen zugrunde liegen, sowie die Auswirkungen dieser Entscheidungen.

Gemeinsames Anliegen der Strategischen Studien war und ist es, sicherheitspolitische Fragen von Krieg und Frieden und von strategischem Wandel nicht durch Parteinahme oder Rückgriff auf normative Kategorien (wie verhindert man Kriege?) anzugehen, sondern nach der Wirksamkeit objektiver Gesetze oder nach den Auswirkungen historischer Entwicklungstrends zu fragen. Im Mittelpunkt stand immer die Frage, wie wird militärische Macht für politische Langzeitziele eingesetzt und wie setzt sich militärische Macht gegen andere durch und wie werden dadurch politische Entwicklungen eingeleitet, beeinflusst oder verändert? Die strategische Wissenschaft ist, im Gegensatz zu einem immer wieder zu vernehmenden Vorurteil, keine den Krieg befürwortende Wissenschaft, sondern bemüht sich um die Verhinderung von Kriegen bzw. um die Mäßigung im Krieg bzw. deren rasche Beendigung. Erkenntnisziel der Strategischen Studien ist es, methodologisch und empirisch belastbare Theorien zu entwickeln, die Regelmäßigkeiten im Umgang mit dem Einsatz militärischer Macht erkennen. Dies soll Rückschlüsse auf politische und militärische Entscheidungen erlauben, um sie zu optimieren und zu prognostizieren.

Die Entwicklung der Strategic Studies[Bearbeiten]

Erste Ansätze zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit strategischen Fragen findet man seit Beginn der Neuzeit, etwa bei Niccolò Machiavelli (Das Kriegswesen) und anderen, wobei diese zumeist auf Autoren des Altertums wie auf Thukydides zurückgriffen. Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der strategischen Wissenschaft markiert das Buch Vom Kriege von Carl von Clausewitz, welches 1832 posthum erstmals erschien. Clausewitz legte eine tiefgehende strategische Analyse des Phänomens Krieg vor und versuchte den Zusammenhang zwischen politischen Zielen und dem Einsatz kriegerischer Mittel darzustellen und die mit dem Krieg einhergehenden Risiken zu beschreiben.[1]

Das Streben von Clausewitz nach Objektivität und Berechenbarkeit, seine tiefe Abneigung gegen die Gefahr der Entartung des Krieges und der damit einhergehenden Dynamik hin zu dem was man heute den totalen Krieg nennt, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer weniger beachtet.[2] Erst nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich in Großbritannien eine Denkschule, die von Militärhistorikern, Journalisten sowie pensionierten Soldaten geprägt wurde und deren Ziel es war, aus der Geschichte Lehren zu ziehen und über den Einsatz und den Gebrauch militärischer Macht, die Bedeutung von Führung, Waffentechnik und das Zusammenspiel von Politik und Militär zu forschen. In Großbritannien waren es vor allem Basil Liddell Hart und J. F. C. Fuller, die als Begründer einer strategischen Wissenschaft galten.[3] In Deutschland gab es in Ansätzen eine vergleichbare Entwicklung: hier ist vor allem die ab 1901 erschienene Geschichte der Kriegskunst von Hans Delbrück zu nennen.[4]

Die Entwicklung, die zum Zweiten Weltkrieg führen sollte sowie der Verlauf dieses Krieges haben die Vertreter der strategischen Wissenschaft zu einer Vielzahl von fruchtbringenden Studien veranlasst. Hier sind vor allem die kritischen Auseinandersetzungen mit der Appeasement-Politik Großbritanniens, die Fehler in der Anfangszeit des Krieges sowie die Analysen zum Verlauf des Krieges, zur Diplomatie der Alliierten und zum Ende des Krieges zu sehen. Die Arbeiten von Liddell Hart und Fuller zum Zweiten Weltkrieg bemühten sich um ein hohes Maß an Objektivität.[5]

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Strategische Wissenschaft einen weiteren Impuls durch den Beginn des nuklearen Zeitalters. Vor allem in den USA setzte eine eigenständige Befassung mit strategischen Fragen ein, die aus dem Motiv genährt wurde, die Folgen der Einführung von Kernwaffen für die internationalen Beziehungen zu verstehen und den sich ab 1947 abzeichnenden Ost-West-Konflikt zu begreifen. Dabei wurde auch eine für akademische Disziplinen ungewöhnliche Annäherung an die Politik vollzogen. Vor allem in den USA wurden Vertreter der strategic studies in den Prozess der politischen Entscheidungsbildung einbezogen, denn es galt in einer Situation strategischer Unübersichtlichkeit nach Maßstäben für eine kluge strategische Politik zu suchen. In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag daher das Hauptaugenmerk auf der Rolle von Kernwaffen für die westliche Abschreckungsstrategie und Verteidigungspolitik, sowie der Analyse der strategischen Ziele der Sowjetunion. Auch wurde die Neuorganisation des Westens zu einem eigenen Gegenstand der Analyse (Atlantische Allianz, Europäische Integration). Die Konsequenzen des ab Ende der 50er Jahre absehbaren nuklearen Patts zwischen den USA und der Sowjetunion für die internationale Stabilität und für die Verteidigung des Westens führten dazu, dass die Beschäftigung mit Rüstungskontrolle und Abrüstung zu zentralen Themenbereichen der strategischen Studien wurde.

Auch in Frankreich regten sich mit dem Soziologen Raymond Aron und dem General André Baufre ernst zu nehmende Autoren, die an der internationalen strategischen Debatte partizipierten.[6] In Großbritannien blieb eine starke community bestehen, die nicht zuletzt unter dem Einfluss von Basil Liddell Hart (der 1970 starb) zusammenwuchs und politisch und akademisch ihre Früchte trug. Besonders wichtig war die Gründung des Institute for Strategic Studies in London durch den ebenfalls von Liddell Hart beeinflussten Journalisten und Labour Politiker Alastair Buchan, dem Labour Politiker (und späteren Ministerpräsidenten) Denis Healey und dem britischen Militärhistoriker Michael Howard.[7] Das ISS, welches bald zu einem internationalen Institut werden sollte (International Institute for Strategic Studies – IISS), ist seit den 60er Jahren das internationale Zentrum der politisch-strategischen Debatte. Auf dem Kontinent entstand ansonsten nur eine kleine strategic studies community, die sich in Deutschland mit Namen wie Wilhelm Cornides, Lothar Rühl, Uwe Nerlich, Karl Kaiser und Helga Haftendorn und in der Schweiz mit den Namen Curt Gasteyger, Daniel Frei und Kurt Spillmann verband.

Themenfelder der strategic studies[Bearbeiten]

Aus dem breiten Bereich der strategischen Wissenschaft ragen eine Reihe von Themen hervor, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit Gegenstand wissenschaftlicher Analyse waren und immer noch sind.

Zusammenhang zwischen Strategie und technologischer Entwicklung[Bearbeiten]

In erster Linie standen und stehen Fragen im Mittelpunkt, die den „Zusammenhang zwischen Strategie (das heißt auch den indirekten Gebrauch militärischer Machtmittel) und technologischer Entwicklung“ behandeln. Dies war das durchgehende Thema der Arbeiten von J. F. C. Fuller und Basil Liddell Hart in den 20er und 30er Jahren über die Konsequenzen der Mechanisierung von Streitkräften.[8] In den USA analysierte Bernard Brodie vor und während des Zweiten Weltkriegs den Zusammenhang zwischen neuen Technologien und der Strategie und Taktik von Marinestreitkräften.[9] Nach dem Ende des Krieges ging die Debatte über die Bedeutung technologischen Wandels für die Kriegführung und die damit verbunden strategischen Konsequenzen weiter. Heute liegt ein Hauptaugenmerk der strategic studies auf der so genannten Revolution in Military Affairs, bzw. genauer gesagt auf der zunehmenden Nutzung moderner Informationsverarbeitungstechnologien. Insbesondere die großen Fortschritte, die die USA auf diesem Gebiet gemacht haben und weiter machen und die Konsequenzen für andere Staaten stehen dabei im Mittelpunkt.[10]

Im Rahmen dieser Beschäftigung wurde auch der Begriff Strategie immer weiter gefasst und von einem rein militärischen zu einem politisch-militärischen Begriff entwickelt. Wichtige Vordenker dieser sich entwickelnden allgemeinen Strategie-Debatte waren auch wieder Basil Liddell Hart und Alastair Buchan.[11] Wichtig war zum einen der von Liddell Hart geprägte Begriff der „indirekten Strategie“, was bedeutet, dass sowohl auf dem Schlachtfeld wie in der strategischen Politik oftmals indirekte Ansätze erfolgversprechender sind als direkte Versuche, die Kräfte des Gegners herauszufordern. Noch wichtiger aber war die von Buchan und anderen betriebene Analyse strategischer Herausforderungen (und damit verbundener strategischer Antworten), die auf ein breites, sowohl militärische wie nicht-militärische Herausforderungen einbeziehendes Gefahrenspektrum abzielt und die verschiedene politische und technologische Rahmenbedingungen mit einbezieht. In diesem Zusammenhang wurde auch der Begriff der Grand Strategy entwickelt, der mehr als nur die Gesamtheit aller Kriegsplanungen einbeziehen soll, sondern auch alle politischen und militärischen Maßnahmen eines Staates umfasst, die dazu geeignet sind, das Überleben dieses Staates in der Auseinandersetzung mit internationalen Herausforderungen zu gewährleisten.[12]

Umgang westlich-demokratischer Gemeinwesen mit totalitären Diktaturen[Bearbeiten]

Ein weiteres Thema ist der „Umgang westlich-demokratischer Gemeinwesen mit totalitären (oder halb-totalitären) Diktaturen“. Ausschlaggebend waren die Erfahrung der britischen und französischen Politik im Umgang mit Hitler in den späten dreißiger Jahren, die Winston Churchill seinerzeit zu dem Urteil veranlassten, dass der Zweite Weltkrieg vermeidbar gewesen wäre, hätten die westlichen Mächte dem Streben Hitlers rechtzeitig und entschieden widerstanden.[13] Die Fehler dieser Politik zu vermeiden, insbesondere im Umgang mit der Sowjetunion unter Stalin und dessen Nachfolgern, war ein wichtiges Anliegen der strategischen Wissenschaft in den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren. Ziel der meisten Analysen war es, Schwächen der westlichen Politik aufzudecken, insbesondere das zu vermeiden, was Walter Lippmann den westlichen Demokratien in den 50er Jahren vorgehalten hatte: sie hätten in wichtigen Situationen entweder zu hart und zu nationalistisch reagiert oder aber wären viel zu nachgiebig gegenüber Diktaturen gewesen.[14]

Während der Zeit des Ost-West-Konfliktes stand die Frage im Mittelpunkt, mit welcher politisch-militärischen Strategie des Westens am besten der sowjetischen Bedrohung entgegengewirkt werden könnte. Die nukleare Abschreckungstheorie wurde zu einem zentralen Aufgabenfeld der strategischen Wissenschaft. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fragen der Nuklearstrategie ging aus dem weit verbreiteten Unbehagen über die Strategie der massiven nuklearen Vergeltung (massive retaliation) der Administration von Präsident Dwight Eisenhower zurück. Während in den ersten Jahren die Frage im Mittelpunkt stand, wie mit Kernwaffen unter Bedingungen einer Überlegenheit der USA die effektivste Abschreckungswirkung erzielt werden konnte,[15] stand ab dem Ende der 50er Jahre für die nukleare Abschreckungstheorie die Frage im Vordergrund, wie unter Bedingungen nuklearer Verwundbarkeit der USA noch eine ausreichende Abschreckungswirkung gegen einen sowjetischen Angriff aus Westeuropa aufrechterhalten werden könne. Die 70er und 80er Jahre erlebten Debatten über die Fähigkeit zur Überlegenheit bei nuklearstrategischen Angriffsmitteln als Voraussetzung der westlichen Verteidigungsstrategie. Dabei wurden auch Analysen angefertigt, die die Führungsfähigkeit und die politische Kommunikation unter Bedingungen eines bereits nuklear gewordenen Krieges thematisierten.[16] Viel Raum wurde aber auch der Entwicklung einer Allianzstrategie beigemessen. Hier wurden insbesondere die schwierigen Zusammenhänge zwischen Politik und Militärstrategie deutlich.[17]

Rüstungskontrolle und Non-Proliferation[Bearbeiten]

Ein wichtiges Feld der strategischen Wissenschaft ist immer der Bereich der Rüstungskontrolle und Nichtverbreitungspolitik bei Massenvernichtungswaffen gewesen. Rüstungskontrolle wurde vor allem in der Hochphase des Ost-West-Konflikts zu einem zentralen Thema, besonders die nukleare Rüstungskontrolle.[18] Unter Rüstungskontrolle versteht man alle Maßnahmen und Arrangements, die den Zweck haben, militärische, strategische und politische Probleme, Instabilitäten und Gefährdungen zu reduzieren, die aus Waffen, Rüstung und/oder Rüstungstechnologien resultieren. Es ist typisch für die strategic studies, dass sie Rüstungskontrolle und nicht Abrüstung in den Vordergrund stellen. Rüstungskontrolle ist die pragmatische Alternative zur utopischen Idee der Abrüstung, ohne dass damit ausgeschlossen werden soll, dass Abrüstung tatsächlich machbar ist (etwa wie bei Chemiewaffen). Rüstungskontrolle unterscheidet sich von dem Ziel der Abrüstung in der Hinsicht, dass nicht in jedem Fall die Abschaffung von Waffen das beste Mittel sein muss, um Rüstungsbedingten Risiken zu begegnen.[19]

Während zu Zeiten des Ost-West-Konflikts die nuklearstrategische Rüstungskontrolle im Vordergrund stand (d.h. wie kann ein Nuklearwaffenkrieg aus Versehen oder aus einer falschen Krisenentscheidung heraus verhindert werden, wie können Wettlaufrisiken eingedämmt werden), war die Endphase des Ost-West-Konflikts vor allem durch die Bemühungen um konventionelle Rüstungskontrolle charakterisiert. Eine Vielzahl von Studien der strategischen Wissenschaft haben diese Bemühungen begleitet, unterstützt und oft genau auch konzeptionell weiter entwickelt. Daneben nahmen auch stets die Bemühungen um die Verhinderung der Weiterverbreitung von Kernwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen einen großen Raum in den strategic studies ein. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts hat sich das Schwergewicht der wissenschaftlichen Beschäftigung auf Fragen der Nichtverbreitungspolitik verlagert, wobei heute die Themenstellungen anders sind als noch in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Galten damals die Hauptsorgen Staaten wie Deutschland oder Japan, stehen heute vor allem Schwellenstaten aus Asien, dem Mittleren Osten, Lateinamerika und Afrika im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.[20]

Analysen regionaler Konflikte[Bearbeiten]

Neben der Beschäftigung mit der Sowjetunion und mit Rüstungskontrolle und anderen Instrumenten zur Wahrung von Stabilität haben „Analysen regionaler Konflikte“ stets einen großen Stellenwert in der strategischen Wissenschaft eingenommen. Dies betraf in erster Linie die weltpolitischen Konfliktzonen während des Ost-West-Konflikts: den Nahen und Mittleren Osten, Ostasien, Südasien, Lateinamerika aber auch Südosteuropa und – wenngleich erst später – Afrika südlich der Sahara. Gegenstand der meisten Studien waren die lokalen und regionalen Konfliktursachen – die häufig mit post-kolonialen Verwerfungen zu tun hatten – sowie die Rolle auswärtiger Interventionsmächte. Manche regionalen Konflikte wurden erst dadurch für die strategische Wissenschaft interessant, weil sie die Parteien des Ost-West-Konfliktes mit einbezogen.[21]

Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes hat die Bedeutung regionaler Studien im Rahmen der strategischen Wissenschaft deutlich zugenommen. Nunmehr werden regionale Konflikte weniger im Rahmen eines größeren strategischen Zusammenhangs analysiert, sondern als Konflikte „sui generis“ bzw. als Teil einer Neuordnung einer Region (oder als Symptom eines Ordnungszerfalls). Das Besondere an vielen strategischen Regionalanalysen ist, dass sie eine Untersuchung der komplexen Konfliktursachen mit einer Analyse der Konfliktdynamik kombinieren. Die Absicht ist es dann, Gefahrenpotenziale zu bestimmen (Ausbreitung auf andere Akteure, Eskalation der Gewalt; hohe Menschenopfer) sowie Möglichkeiten der politischen Lösung aufzuzeigen. Daneben wird auch versucht, Instrumente der externen Konfliktvermittlung oder des Konfliktmanagements zu analysieren.

Strategische Entwicklungspotenziale[Bearbeiten]

Ein weiteres Feld der regionalen Analysen besteht darin, das „strategische Entwicklungspotenzial“ von Regionen zu analysieren, in denen große wirtschaftliche Entwicklungsprozesse stattfinden. Anhaltspunkt für derartige Analysen sind die Vergleiche mit Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In Europa fand zu dem Zeitpunkt eine so gewaltige Transformation der Wirtschaft und der Gesellschaft statt, dass alle bis dahin existierenden Strukturen der politischen und gesellschaftlichen Regelung und der internationalen Ordnung erodierten und der bis dahin blutigste Krieg der neueren Geschichte 1914 ausgelöst wurde.[22]

Heute kann man in Ostasien (bzw. Asien-Pazifik) vergleichbare Prozesse erleben, die durch den gewaltigen wirtschaftlichen Aufstieg erst Japans, dann der asiatischen Tigerstaaten und nunmehr Chinas angeregt werden. Besonders das seit fast 30 Jahren anhaltende gewaltige wirtschaftliche Wachstum der VR China stachelt derzeit die Phantasie vieler strategischer Experten an, denn hier findet Dank der Größe und Bedeutung Chinas eine Transformation statt, die strategische Verschiebungen von geradezu tektonischem Charakter vermuten lässt.[23] Daneben fällt auf, dass die wirtschaftliche Entwicklung Indiens mehr und mehr Parallelitäten mit derjenigen Chinas aufweist, und somit hier eine weitere strategische Transformation stattfindet, die das Bild der internationalen Politik nicht nur in Asien sondern auch global ändern wird.

Naher und Mittlerer Osten[Bearbeiten]

Eine weitere Region, deren Entwicklung vielen strategischen Analysten Anlass zur Sorge ist, ist der „Nahe und Mittlere Osten“. Hier ist die Ausgangslage eine andere. Nicht die Möglichkeit der tektonischen Verschiebung dank erfolgreicher wirtschaftlicher Entwicklung ist hier das Hauptproblem, sondern das Ausbleiben einer wirtschaftlichen Entwicklung, die breite Schichten der Bevölkerung einschließt trotz des kontinuierlichen massiven Zuflusses finanzieller Ressourcen während der vergangenen 30 Jahre. Der so genannte Erweiterte Mittlere Osten hat heute insofern Ähnlichkeiten mit dem Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts, als dass hier extrem gewaltsame und nihilistische Ideologien entstehen, die das Potenzial zu einer neuen Form des Totalitarismus haben.[24] Die größte Sorge bereitet dabei das Aufkommen extremster Formen des Terrorismus, die eines Tages auch vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen nicht zurückschrecken könnten.[25]

Asymmetrischen Kriegführung und internationaler Terrorismus[Bearbeiten]

Im Zusammenhang mit der Verfolgung regionaler Entwicklungen ist auch das Interesse der strategischen Wissenschaft an Fragen der „asymmetrischen Kriegführung und des internationalen Terrorismus“ zu sehen. Besonders der Vietnam-Krieg, der für die USA verloren ging, weil die politische Unterstützung im eigenen Land verloren gegangen war, erregte das Interesse vieler strategischer Experten und führte zu einer Vielzahl von Studien, die Strategien und Taktiken asymmetrischer Kriegführung (Guerilla-Kriegführung) aufgriffen. Nach dem Ende des Vietnam-Krieges war es eine Zeitlang ruhig um diese Art von Studien, erst die negativen Erfahrungen der US-Streitkräfte im Libanon und in Somalia sowie die Anschläge vom 11. September 2001 haben erneut die Aufmerksamkeit auf die Bekämpfung von Terroristen und irregulären Kombattanten gelenkt.[26] Heute beschäftigen sich strategische Experten in vielen Ländern mit diesen Fragen.

Eng damit zusammen steht die Analyse der so genannten „Neuen Kriege“, d.h. der vornehmlich in Afrika, Asien und Lateinamerika stattfindenden Kriege geringer Intensität, die dennoch jahrzehntelang andauern und zum Verfall ganzer Staaten und Regionen (vor allem in Afrika) führen können. Kennzeichen der neuen Kriege ist, dass diese weniger zwischen Staaten, sondern primär innerhalb instabiler oder gescheiterter Staaten stattfinden und dass die Kriegführung häufig durch irreguläre, leicht bewaffnete Verbände erfolgt. Ähnlich wie im Europa des 15. und 16. Jahrhunderts bilden sich dabei selbst perpetuierende Formen des Krieges heraus, die dazu führen, dass diese kaum durch externe Intervention zu unterbinden sind. Dort wo sich diese Kriege in rohstoffreichen Gebieten abspielen, kommt es zu transnationalen Strukturen, die derartige Konfliktmuster langfristig aufrechterhalten und dazu beitragen, dass Kriegführen für viele „warlords“ und „Befreiungsbewegungen“ zu einem einträglichen Geschäft wird. Die Akteure der neuen Kriege halten sich in der Regel nicht an Grundsätze des humanitären Völkerrechts, sondern zeichnen sich häufig durch massive und systematische Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung aus. Gegenüber internationalen Interventionen werden häufig asymmetrische Strategien eingesetzt.[27]

Rolle militärischer Macht in demokratischen Staaten[Bearbeiten]

Ein wichtiger Bereich der heutigen Strategiewissenschaft ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der „Rolle militärischer Macht in demokratischen Staaten“. Demokratische Staaten tun sich nach den traumatischen Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs außerordentlich schwer mit der Nutzung militärischer Macht als Instrument der Diplomatie. Dies hat nach Auffassung vieler Strategieexperten dazu beigetragen, dass westliche Demokratien sich oft zum Spielball diktatorischer Regime haben machen lassen. Umgekehrt muss man aber auch konstatieren, dass es Situationen gegeben hat, wo gerade demokratisch verfasste Staaten in unbedachter Weise in kriegerische Abenteuer gestürzt sind und für massive Kriegsverbrechen verantwortlich waren. Eine wichtige Funktion der strategischen Wissenschaft ist es daher auch, die richtige Balance zwischen dem zur Problemlösung notwendigen Einsatz militärischer Machtmittel und Gewalt einerseits und den mit dem Einsatz von Gewalt verbundenen Gefahren darzustellen.

Management von Allianzbeziehungen unter demokratischen Staaten[Bearbeiten]

Ein weiterer Schwerpunkt liegt beim „Management von Allianzbeziehungen unter demokratischen Staaten“. Dies reflektiert die besondere Rolle der NATO als eines Bündnisses, für das es in der Geschichte keine Parallele gibt. Das Neue an der NATO war und ist, dass diese eine Form der permanenten Kooperation (und integrierten Kommandobildung) darstellt. Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts haben sich die Fragestellungen und Herausforderungen der strategischen Wissenschaft in dem Bereich des Allianzmanagements verschoben. In der Hauptsache geht es heute um die Frage, welche Rolle eine Gruppe demokratischer Staaten bei der Schaffung und Verteidigung einer kooperativen internationalen Ordnung spielen kann und welche Bedeutung dabei militärische Instrumente zukommen darf. In diesem Zusammenhang hat die Beschäftigung mit Fragen „internationaler Ordnung“ deutlich zugenommen. Derzeit bewegt sich die Debatte zwischen zwei verschiedenen Polen: Zwischen einem sehr stark institutionalistischen Verständnis von Ordnung, wie es vor allem die Europäer bevorzugen, und einem eher liberalen Konzept von Ordnung, welches sich mit Elementen realistischer Theorie mischt.[28]

Theoretische und methodische Einordnung[Bearbeiten]

Die Strategischen Studien sind keine selbständige Wissenschaftsdisziplin, sondern eher ein interdisziplinäres Projekt. Sie arbeiten mit Theorien und Methoden anderer Disziplinen.[29] Vielmehr erforschen sie multidisziplinär die Bedeutung und den Einsatz politischer Gewalt, und vereinen in sich Ansätze der Praxeologie, also der Wissenschaft vom Handeln, der Internationalen Beziehungen, der Politikwissenschaft, der Geographie, der Geschichtswissenschaften, der Volkswirtschaftslehre und weiterer Disziplinen.

Strategische Studien gehen in der Regel von einem Wissenschaftsverständnis aus, welches sich dem Pragmatismus verpflichtet fühlt. Entsprechend ist auch die methodische und theoretische Fundierung weniger an Konzepten des Szientismus und des Konstruktivismus orientiert, sondern an traditionellen Methoden und Theorien. Die meisten Vertreter der strategischen Wissenschaft haben die szientistische Wende der Politikwissenschaft nicht mitgemacht. Die immer stärker werdende Tendenz, mit Hilfe von aus den Naturwissenschaften entlehnten Methoden nach möglichst zeitlosen und allgemein gültigen Erkenntnissen zu suchen, wird von den meisten Vertretern der strategischen Wissenschaft nicht für richtig gehalten. Bei ihnen steht eher das Bemühen im Vordergrund, mit hermeneutischen Methoden nach einem umfassenderen und komplexeren Verständnis politischer und historischer Entwicklungen zu suchen. Das schließt nicht aus, dass es allgemeine Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten gibt, diese stehen selten im Vordergrund.

Im Gegensatz zu den Hauptströmungen der Politikwissenschaft, die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark institutionalistisch ausgerichtet hat, haben Vertreter der strategischen Wissenschaft von Anbeginn an eine stärkere Tendenz zu Theorien des Realismus bzw. zu Varianten des Realismus. Die meisten Strategietheoretiker stehen, oft wegen ihrer Nähe zur verteidigungspolitischen Praxis, dem Realismus in den Internationalen Beziehungen nahe.[30] In 1990er Jahren entstand als Ergebnis der sich mehrenden akademischen Kritik an dessen normativen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen der überwiegend konstruktivistische Ansatz der Critical Security Studies.

Ein anderer Unterscheidungspunkt ist die außerordentlich weit ausgebildete Interdisziplinarität in der strategischen Wissenschaft. Diese ist geradezu konstitutiv für die strategische Wissenschaft und gilt als deren Markenzeichen. Das Besondere an den Strategic Studies ist gerade, dass dort Politikwissenschaftler, Historiker, Ökonomen, Juristen, Physiker, Soziologen, Islamwissenschaftler, Slawisten, Indologen, Sinologen und viele andere Disziplinen zusammenwirken und dass an diesem Austausch auch Praktiker aus der Politik und aus dem Militär mitwirken.

Zentren der strategischen Forschung[Bearbeiten]

Die wichtigsten Zentren der strategischen Forschung befinden sich in angelsächsischen Ländern, in erster Linie in den USA, Großbritannien und Australien. Dabei ist zu unterscheiden zwischen jener Wissenschaft, die an Universitäten betrieben wird und jener, die an eigenen Forschungsinstituten stattfindet, die sich zumeist in den jeweiligen Hauptstädten befindet.

Ein wichtiges Zentrum der strategischen Wissenschaft ist das International Institute for Strategic Studies (IISS) in London (http:www.iiss.org). Das IISS ist eine Mitgliedervereinigung, die über 2000 individuelle und fördernde Mitglieder hat und deren Veröffentlichungen, Konferenzen und sonstigen Aktivitäten den Kern der strategischen Wissenschaft in einem globalen Verbund darstellen. Das Institut gibt vor allem die jährlich erscheinende „Military Balance“ heraus, ein Überblick über die Streitkräfte aller Staaten der Welt, ihre Verteidigungsausgaben sowie andere relevante Daten. Außerdem veröffentlicht es jedes Jahr einen strategischen Überblick („strategic survey“), der die wichtigsten strategischen Ereignisse des vergangenen Jahres zusammenfasst. Das IISS gibt außerdem eine Zeitschrift heraus („Survival“) sowie verschiedenen Schriftenreihen.

An britischen Universitäten gibt mehrere Institute und Lehrstühle, die den Studiengang der Strategic Studies anbieten und in diesem Bereich wissenschaftlich forschen. Die University of Aberdeen in Schottland[31] bietet ein seit über 30-Jahren erfolgreich laufendes und anerkanntes Master-Programm an, das sich aus einem internationalen Pool von Studenten zusammensetzt ein regelmäßig aktualisiertes Kursprogramm anbietet. Sehr bekannt ist weithin das Department for War Studies am King’s College in London[32]. Daneben kann man Strategic Studies an der Universität Reading[33] und der Universität Aberystwith[34] studieren. An einigen anderen britischen Universitäten werden verwandte Studiengänge im Bereich der Sicherheitspolitik angeboten, etwa in Oxford und Cambridge.

In den USA kann man Strategische Studien vornehmlich an Ivy League-Universitäten finden. Hier sind in erster Linie das Belfer-Center for Science and International Affairs[35] und das Weatherhead Center for International Affairs der Harvard Kennedy School of Government der Harvard Universität[36] zu nennen sowie die Paul Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University (Washington und Bologna[37]). Auch die Georgetown University und die George-Washington-Universität (beide Washington, D.C.) sowie die Stanford University in Californien und die Princeton University betreiben wissenschaftliche Arbeit in den Strategic Studies.

Daneben werden Strategic Studies in den USA vor allem an Forschungsinstituten betrieben, die zumeist privat, teilweise aber auch staatlich finanziert werden. Hier sind vor allem die in Washington, D.C. ansässigen Think Tanks wie die Brookings Institution, das Center for Science and International Affairs (CSIS) und die Carnegie Endowment for International Peace zu nennen. Die RAND Corporation (Santa Monica und Washington, D.C.) ist der größte Think Tank in den USA, aber dort ist nur ein Teil der Wissenschaftler mit strategischer Wissenschaft beschäftigt. Die RAND Corporation arbeitet weitgehend, aber nicht ausschließlich auf der Basis von Regierungskontrakten. Wichtig ist auch das Institute for National Strategic Studies der National Defense University in Washington, D.C. Daneben gibt es eine Vielzahl von kleineren und mittleren Instituten in den USA, zumeist in der Bundeshauptstadt oder im darum liegenden „beltway“ gelegen. Einige von ihnen sind politisch ausgerichtet (wie die konservative Heritage Foundation oder die linksliberale Arms Control Association und die Federation of American Scientists). Viele sind relativ locker politisch angebunden (wie das Nixon-Center und das Stimson Center) und versuchen mit allen politischen Kräften zusammen zu arbeiten. Aber auch in Kalifornien und Georgia finden sich vereinzelt Universitäten, an denen im großen Umfang und mit interessanten Ergebnissen zu strategischen Fragen geforscht wird (Monterrey Institute of International Studies; University of Atlanta).

Im asiatischen-pazifischen Raum sind vor allem Singapur und Australien wichtig für die Strategische Wissenschaft. An der Nanyang University in Singapur hat sich die S. Rajaratnam School of International Studies mittlerweile zum wichtigsten unabhängigen Think Tank in Asien für sicherheitspolitische Fragen herausgebildet.[38] In Australien ist das Strategic and Defence Studies Centre der Australian National University[39] als führende Einrichtung zu erwähnen.

Die Schweiz ist ein wichtiger kontinentalpolitischer Hort für strategischer Fragen, hier vor allem die Forschungsstelle für Sicherheitspolitik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und das Geneva Center for Security Policy, sie sind wichtige Zentren der sicherheitspolitischen Forschung und Lehre. In Frankreich hat sich die in Paris ansässige Fondation pour la recherche stratégique mittlerweile als wichtiger Think Tank etabliert.[40]

In Deutschland ist das wichtigste Forschungsinstitut für strategische Fragen das der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, welches über 150 Mitarbeiter beschäftigt, von denen viele sich mit strategische Fragen befassen.[41] Ebenfalls zu erwähnen ist das Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).[42] Wichtig sind auch das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, früher Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam sowie das Zentrum für Transformation der Bundeswehr in Strausberg bei Berlin (früher Waldbröl). Beides sind von der Bundeswehr getragene und finanzierte Einrichtungen. In der Tendenz lässt sich beobachten, dass hiesige Zentren ein stärkeres Gewicht auf friedenspolitische Aspekte legen als in angelsächsischen Ländern.

In der universitären deutschen Politikwissenschaft gibt es strategische Wissenschaft sehr wenig, derzeit nur in Kiel[43], Köln[44], sowie an der Universität der Bundeswehr München[45]. In Kiel[46] und an der Universität Hamburg[47] gibt es eigene Forschungsinstitute für Sicherheitspolitik; Letzteres versteht sich aber eher als Institut für Friedensforschung, vergleichbar mit der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung[48] in Frankfurt.

In der Russischen Föderation arbeitet das Russian Institut for Strategic Studies (RISS/RISI) an Analysen der internationalen Politik.[49]

Berufe[Bearbeiten]

Absolventen von Studiengängen der Strategic Studies in angelsächsischen Ländern wechseln vielfach in sicherheitsrelevante öffentliche Behörden ihrer Heimatländer, wie auch in nachrichtendienstliche Stellen und verteidigungspolitische Institutionen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Carl von Clausewitz: Vom Kriege. Dümmler, Berlin 1832; vgl. auch Peter Paret: Clausewitz and the State. London 1976, bzw. 2007, ISBN 978-0-691-13130-6.
  2. Eine denkwürdige Ausnahme stellte das Buch des russischen Industriellen und Wissenschaftlers Ivan Bloch mit dem Titel The War of the Future in its Technical Economic and Political Relations dar, welches 1899 erschien. Eine verkürzte Ausgabe erschien 2011 als Reprint unter dem Titel Is War now Impossible? Being an Abridgement of the War of the Future in its Technical Economic and Political Relations. Kessinger Legacy Reprints, ISBN 978-1-164-94552-9.
  3. Zu den Hauptwerken in den 20er und 30er Jahren zählten: Basil Liddell Hart: The Remaking of Modern Armies. Murray, London 1927; The Real War. A True History of the World War 1914-1918. Faber, London 1930; Europe in Arms. Faber, London 1937; Through the Fog of War. Faber, London 1938; zur Biographie von Liddell Hart siehe: Alex Danchev: Alchemist of War. The Life of Basil Liddell Hart. Weidenfeld and Nicolson, London 1998, ISBN 0-7538-0873-0; sowie die kritische Würdigung bei: John J. Mearsheimer: Liddell Hart and the Weight of History. Brassey’s, London 1998, ISBN 0-8014-2089-X; zu den Hauptwerken von Fuller zählten Tanks in the Great War. Murray, London 1920; The Reformation of War. Hutchingson, London 1920; The Foundations of the Science of War. Hutchingson, London 1926; On Future Warfare. Sifton Praed, London 1928; War and Western Civilization. 1832-1932. A Study of War as a Political Instrument and the Expression of Mass Democracy. Duckworth, London 1932; Decisive Battles. Their Influence upon History and Civilizations. Scribners, New York 1940.
  4. Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der Politischen Geschichte. Silke, Berlin 1901 ff.
  5. Vgl. Basil Liddell Hart: Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Fourier Verlag, Wiesbaden 1970, ISBN 3-921695-08-2; Basil Liddell Hart: Jetzt dürfen sie reden. Hitlers Generale berichten. Stuttgart 1950; J.F.C. Fuller: The Conduct of War 1789-1961. Rutgers University Press, New Brunswick, N. J. 1961, ISBN 0-306-80467-0.
  6. Raymond Aron: Frieden und Krieg. Eine Theorie der Staatenwelt. S. Fischer, Frankfurt a. M. 1963, Neuauflage 1990, ISBN 3-10-001004-3; André Beaufre: Dissuasion et stratégie. Armand Collin, Paris 1964.
  7. Vgl. David Curtis Skaggs: Of hawks, doves, and owls: Michael Howard and strategic policy. In: Armed Forces and Society. Vol. 11 (Sommer 1985) No. 4, ISSN 0095-327X, S. 609–626.
  8. J.F.C. Fuller: The Reformation of War. New York 1923; J.F.C. Fuller: On Future Warfare. Sifton Pread, 1928; Basil Liddell Hart: The Remaking of Modern Armies. Boston 1928.
  9. Bernard Brodie: A Guide to Naval Strategy. Princeton University Press, Princeton 1944.
  10. Vgl. Patrick Fitschen: Die Transformation der US-Streitkräfte. Die Neuausrichtung der Streitkräfte der Vereinigten Staaten zwischen 2001 und 2006. Peter Lang Verlag, Frankfurt a.M. 2007, ISBN 978-3-631-56504-9.
  11. Basil Liddell Hart: Strategy. Penguin Books, New York 1967, Neuauflage 1991, ISBN 0-452-01071-3; Alastair Buchan: War in Modern Society. An Introduction. Fontana, London 1968, ISBN 0-00-631806-1.
  12. Vgl. zum Begriff der Grand Strategy Michael Howard: The Forgotten Dimensions of Strategy. In: Foreign Affairs. Summer 1979, ISSN 0015-7120, S. 975–986, sowie Paul Kennedy: Grand Strategies in War and Peace. Yale University Press, New Haven/ London 1991, ISBN 0-300-05666-4, S. 1–7.
  13. Winston Churchill: The Second World War. Vol. I: The Gathering Storm. Cassell & Co., London 1948, Vorwort und S. 1–14.
  14. Walter Lippmann: The Public Philosophy. On the Decline and Revival of Western Society. Little Brown & Co, Boston 1955.
  15. Vgl. Henry Kissinger: Nuclear Weapons and Foreign Policy. W. W. Norton, New York 1957, Neuauflage 1969, ISBN 0-393-00494-5.
  16. Vgl. Lawrence Freedman: The Evolution of Nuclear Strategy. 7. Auflage. Palgrave/ MacMillan, London/ New York 2003, ISBN 0-333-97239-2; Desmond Ball, Jeffrey Richelson (Hrsg.): Strategic Nuclear Targeting. Cornell University Press, Ithaca/ London 1986, ISBN 0-8014-9507-5.
  17. Vgl. K. Peter Stratmann: NATO-Strategie in der Krise? Militärische Optionen von NATO und Warschauer Pakt in Mitteleuropa. Nomos Verlag, Baden Baden 1981, ISBN 3-7890-0634-3; s.a. Helga Haftendorn: Kernwaffen und die Glaubwürdigkeit der Allianz. Die NATO Krise von 1966/67. Nomos Verlag, Baden Baden 1994, ISBN 3-7890-3425-8; Lothar Rühl: Mittelstreckenwaffen in Europa. Ihre Bedeutung in Strategie, Rüstungskontrolle und Bündnispolitik. Nomos Verlag, Baden Baden 1987, ISBN 3-7890-1354-4.
  18. Vgl. Hedley Bull: The Control of the Arms Race. Disarmament and Arms Control in the Missile Age. New York 1961.
  19. Vgl. Joachim Krause: Rüstungskontrolle. In: Wichard Woyke (Hrsg.): Handwörterbuch Internationale Politik. 12. Auflage. Verlag für Sozialwissenschaften, Opladen 2011, ISBN 978-3-8252-0702-1, S. 473–484.
  20. Vgl. Joachim Krause: Strukturwandel der Nichtverbreitungspolitik. Oldenbourg Verlag, München 1998, ISBN 3-486-56359-9.
  21. Vgl. Carsten Holbraad: Superpowers and International Conflict. Palgrave, London 1979, ISBN 0-333-25814-2.
  22. Vgl. Karl Polanyi: The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen. Wien 1944. (Neuauflage: Suhrkamp, 1997, ISBN 3-518-27860-6)
  23. Vgl. Frank Umbach: Konflikt oder Kooperation in Asien-Pazifik? Chinas Einbindung in regionale Sicherheitsstrukturen und die Auswirkungen auf Europa. Oldenbourg, München 2002, ISBN 978-3-486-56648-2; Aaron L. Friedberg: A Contest for Supremacy. China, America, and the Struggle for Mastery in Asia Pacific. W. W. Norton, New York 2011, ISBN 978-0-393-06828-3.
  24. Vgl. Paul Berman: Terror und Liberalismus. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt 2003, ISBN 3-434-50579-2; Bruce Hoffmann: Terrorismus – Der unerklärte Krieg. Neue Gefahren politischer Gewalt. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-17053-1; Walter Laqueur: Krieg dem Westen. Terrorismus im 21. Jahrhundert. Prophyläen Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-549-07173-6; Jessica Stern: Terror in the Name of God. Why Religious Militants Kill. Harper Collins, New York 2003, ISBN 0-06-050532-X.
  25. Graham T. Allison: Nuclear Terrorism – the Ultimate Preventable Catastrophe. Owl Books, New York 2004, ISBN 0-8050-7852-5.
  26. Vgl. Edgar O’Ballance: The Wars in Vietnam, 1954-1980. Hypocrene Books, New York 1981, ISBN 0-88254-601-5.
  27. Vgl. Herfried Münkler: Die neuen Kriege. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-498-04487-7; Mary Kaldor: Neue und alte Kriege. Organisierte Gewalt im Zeitalter der Globalisierung. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2007, ISBN 978-3-518-45869-3; Christoph Daase: Kleine Kriege – Große Wirkung. Wie unkonventionelle Kriegführung die internationale Politik verändert. Nomos, Baden Baden 1999, ISBN 3-7890-6208-1.
  28. Vgl. Joachim Krause: Multilateralismus in der Sicherheitspolitik – europäische und amerikanische Sichtweisen. In: Johannes Varwick (Hrsg.): NATO – EU. Partnerschaft, Konkurrenz, Rivalität? Budrich, Opladen 2005, ISBN 3-938094-10-9, S. 219–238.
  29. John Baylis, James J. Wirtz: Introduction. In: John Baylis u. a.: Strategy in the Modern World. 2. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2007, S. 6.
  30. JohnBaylis, James J. Wirtz: Introduction. In:, John Baylis u. a.: Strategy in the Modern World. 2. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2007, S. 7–9.
  31. http://www.abdn.ac.uk/pir/ss/
  32. http://www.kcl.ac.uk/sspp/departments/warstudies/index.aspx
  33. http://www.reading.ac.uk/spirs/pg-taught/spirs-mastrategicstudies.aspx
  34. http://www.aber.ac.uk/en/interpol/prospective-students/masters/degree-schemes/strategic-studies/
  35. http://belfercenter.ksg.harvard.edu/
  36. http://www.wcfia.harvard.edu/
  37. http://www.sais-jhu.edu/
  38. http://www.rsis.edu.sg/
  39. http://ips.cap.anu.edu.au/sdsc/
  40. http://www.frstrategie.org/
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  43. http://www.ispk.org/
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  49. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/moskau-attackiert-amerika-wegen-niedrigem-oelpreis-13212757.html