Strategischer Bahndamm
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Der Strategische Bahndamm ist eine niemals fertig gestellte Eisenbahnstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und der Staatsgrenze Deutschlands gegenüber Frankreich im Westen. Namensgebender Teil dieser Eisenbahnstrecke ist ein Bahndamm zwischen Neuss und Rommerskirchen, der das nördliche Teilstück dieser Bahnstrecke bilden sollte.
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[Bearbeiten] Verlauf
Geplant war ein Verlauf von Neuss über Rommerskirchen, Niederaußem, Horrem und Liblar über Rheinbach zur Ahrtalbahn und von dort weiter zur französischen Grenze. Nach Wünschen des Militärs sollte die Strecke als strategische Bahn die Eisenbahn-Engpässe von Köln und Düsseldorf umgehen.
[Bearbeiten] Umsetzung
Mit dem Bau wurde 1904 begonnen. Auf einer Länge von 13 km zwischen Neuss-Holzheim und Rommerskirchen wurde ein Bahndamm mit Brückenbauwerken für den kreuzenden Verkehr errichtet. Ab Rommerskirchen über Niederaußem bis Liblar war die Strecke bereits mit Zügen befahrbar, da hier schon seit einigen Jahren die Bergheimer Kreisbahn verkehrte.
Abschnitte der Trasse (als Bahndamm oder Trog) im Raum Rheinbach/Meckenheim sowie Straßenüberführungen und Eisenbahntunnel bei Ahrweiler wurden ebenfalls fertiggestellt. Außerdem waren bereits einzelne Bahnhofsgebäude errichtet, beispielsweise in Altendorf bei Meckenheim, das um 1920 erbaut wurde, als Wohnhaus diente und 1968/69 für den Autobahnbau abgebrochen wurde.
Das Vorhaben konnte jedoch niemals zu Ende geführt werden, da unterdessen die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg und die Abrüstungsvereinbarungen im Vertrag von Versailles einem Weiterbau entgegenstanden.
[Bearbeiten] Der Bahndamm nach Verwerfung der ursprünglichen Planung
Das einzige Teilstück der Bahnlinie, das heute noch von Zügen befahren wird, liegt zwischen Rommerskirchen und Niederaußem. Die Gleise im weiteren Verlauf zwischen Niederaußem und Horrem fielen dem Tagebau Bergheim zum Opfer. Die Trasse zwischen Liblar und dem Ahrtal wurde beim Bau der A 61 in die Autobahn einbezogen. Die Eisenbahntunnel bei Ahrweiler dienten später als Regierungsbunker und sind heute ein Museum.
Der namensgebende Teil zwischen Neuss und Rommerskirchen ist heute ein Fuß- und Reitweg mit der Qualität eines Bodendenkmals. Beeindruckend sind die Dimensionen der Brücken für die kreuzungsfreie Überführung der Straßen und Feldwege. Diese Bauwerke sind ebenso wie der mächtige Eisenbahndamm seit nunmehr 80 Jahren weitgehend ungenutzt. An seinem nördlichen Ende liegt die Insel Hombroich.


