Straußgräser

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Straußgräser
Rotes Straußgras (Agrostis capillaris)

Rotes Straußgras (Agrostis capillaris)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Gattung: Straußgräser
Wissenschaftlicher Name
Agrostis
L.

Die Straußgräser (Agrostis) sind eine Gattung in der Familie der Süßgräser (Poaceae). Das Weiße Straußgras (Agrostis stolonifera) hat eine Bedeutung als Sportrasengras, d. h. auf Golfgrüns, da es einen Rückschnitt auf vier Millimeter Länge verträgt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Straußgräser sind horstbildende, vom Habitus nicht schilfartige Gräser, die kurze unterirdische Ausläufer bilden und nicht größer als 1 Meter werden. Die linealischen Blätter sind 5 bis 11 mm breit und die jüngsten Blätter erscheinen beim Aufschneiden im Querschnitt gerollt und nicht gefaltet. Die häufig deutlich gerieften, kahlen, starren Blätter weisen eine unbehaarte Blattscheide auf und recht lange zugespitzte Blatthäutchen.

Die Rispen sind meist gelblich oder rötlich gefärbt, doch es gibt auch grün gefärbte. Die unteren Rispenäste stehen scheinbar zu dritt oder mehr in der Rispenachse, doch es gibt nur zwei grundständige Zweige. Die Ährchen sind einblütig, sehr fein, unbegrannt, gestielt und einzeln stehend, und sie erscheinen von der Seite zusammengedrückt. Die Ährchenachse ist zudem kahl und nicht behaart. Zwischen Hüll- und Deckspelze gibt es keine leeren Spelzen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die meisten Straußgräser blühen zwischen Juni und September. Dabei sind sie besonders in den frühen Sommermonaten voll aufgeblüht. Sie wachsen sowohl auf feuchtem als auch auf relativ trockenen Untergrund und können auf nährstoffreichen Äckern und stickstoffarmen Wiesen vorkommen. Die meisten Straußgräser sind zudem winterhart und ausdauernd. Sie kommen auf der Nord- und Südhemisphäre in den gemäßigten Zonen vor.

Hunds-Straußgras (Agrostis canina)

Arten (Auswahl)[Bearbeiten]

Weltweit gibt es 220 Arten,[1] in Deutschland kommen davon 11 Arten vor:[2]

  • Schilf-Straußgras oder Zartes Straußgras (Agrostis agrostiflora (Beck) Rauschert, Syn.: A. schraderiana Bech.), Heimat: Europa (Alpen, Apenninen).
  • Alpen-Straußgras (Agrostis alpina Scop.), Heimat: Gebirge Europas.
  • Hunds-Straußgras oder Sumpf-Straußgras (Agrostis canina L.), Heimat: Eurasien, in Nordamerika eingebürgert.
  • Rotes Straußgras (Agrostis capillaris L., Syn. A. tenuis Sibth., A. vulgaris With.), Heimat: Eurasien, in Amerika, Grönland, Südafrika, Australien und Neuseeland eingebürgert.
  • Kastilisches Straußgras (Agrostis castellana Boiss. & Reut.), Heimat: Südeuropa, Türkei.
  • Riesen-Straußgras (Agrostis gigantea Roth), Heimat: Nordafrika, Eurasien, in Amerika, Südafrika, Australien und Neuseeland eingebürgert.
  • Felsen-Straußgras (Agrostis rupestris All.), Heimat: Gebirge Europas.
  • Raues Straußgras (Agrostis scabra Willd.), Heimat: Nordostasien, Nordamerika, Grönland, in Deutschland und Österreich eingebürgert.
  • Schleichers Straußgras (Agrostis schleicheri Jord. & Verl.), Heimat: Gebirge Süd- und Mitteleuropas.
  • Weißes Straußgras (Agrostis stolonifera L.; Syn.: A. alba L. var. stolonifera (L.) Sm.), Heimat: Eurasien, Nordafrika, in Amerika, Australien und Neuseeland eingebürgert.
  • Sand-Straußgras (Agrostis vinealis Schreb.), Heimat: Eurasien, Nordwestafrika, Grönland.

Außerhalb Deutschlands kommen vor:[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angiosperm Phylogeny Website
  2. a b Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7, S. 1187.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Agrostis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien