Street Fighter – Die entscheidende Schlacht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Street Fighter – Die entscheidende Schlacht
Originaltitel Street Fighter: The Movie
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Steven E. de Souza
Drehbuch Steven E. de Souza
Produktion Kenzo Tsujimoto
Edward R. Pressman
Akio Sakai
Musik Graeme Revell
Kamera William A. Fraker
Schnitt Edward M. Abroms
Donn Aron
Dov Hoenig
Anthony Redman
Robert F. Shugrue
Besetzung

Street Fighter – Die entscheidende Schlacht ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1994. Der Film ist eine Realverfilmung der populären japanischen Videospielreihe Street Fighter II, wobei die Hauptrollen mit Jean-Claude Van Damme und Raul Julia besetzt wurden. Die Verfilmung, die sich viele Freiheiten nahm und sich nur wenig an die Vorlage hielt, fiel bei Kritikern und Fans der Videospiele durch, war jedoch profitabel.

Handlung[Bearbeiten]

In dem (fiktiven) südostasiatischen Staat Shadaloo regiert der größenwahnsinnige Diktator und selbsternannte General M. Bison. Dieser nimmt mehr als 60 AN-Mitarbeiter (AN = Allied Nations, ähnlich der UN) als Geiseln und droht, diese zu liquidieren, sollte er nicht 20 Milliarden US-Dollar Lösegeld erhalten. Colonel William F. Guile, der Anführer einer internationalen militärischen Elitetruppe, erhält den Auftrag, mit seiner Truppe gewaltsam in Shadaloo einzudringen, um die Geiseln zu befreien und Bison auszuschalten. Zuvor werden in Guiles Auftrag die beiden Kleinkriminellen Ken Masters und Ryu Hoshi in das Verbrechersyndikat Victor Sagats eingeschleust, der wiederum Bison untersteht. Zudem hat auch die Fernsehreporterin Chun-Li Zang eine Rechnung mit Bison offen und versucht diese zusammen mit ihren beiden Freunden Edmond Honda und Balrog zu begleichen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In einer Szene ruft ein Soldat (gespielt von Adrian Cronauer) laut „Gooooooood Morning Shadaloo“ – offenbar eine Anspielung auf Good Morning Vietnam. Nach Cronauers Vorbild wurde der Film mit Robin Williams erst gedreht.
  • Im Film wurden zudem typische Kampfattacken der einzelnen Kämpfer aus den Videospielen mit eingebaut. Mit dabei u.a. ein Hadoken und die Rückwärtsrolle von Ryu und Ken, ein „Flashkick“ von Guile und ein „Psycho Crusher“ von Bison.
  • Die Namen der im Film verwendeten Charaktere entsprechen in dieser Form ebenso wenig den offiziellen Vorgaben des Spieleherstellers Capcom, wie deren Ausrichtung in „gut“ und „böse“. Des Weiteren nimmt sich der Film viele Freiheiten und enthält Fehler, die Fans der Spiele missfallen.
  • Die bekannte australische Popsängerin Kylie Minogue übernimmt im Film die Rolle von Cammy White, der Stellvertreterin Guiles.
  • Obwohl der Film selbst die Verfilmung eines Videospieles ist, entstand zum Film selbst auch noch ein Videospiel. Dieses erschien für die Sony Playstation und den Sega Saturn.
  • Kurz vor dem Abspann hört man Chun-Lis Kichern, das auch bei ihrer Siegerpose in den Videospielen ertönt.
  • Die Kontrollen, mit denen Bison das Minenfeld steuert, entsprechen denen des originalen Spielhallenautomaten Street Fighter II.
  • Nach dem Abspann kommt eine Szene, in der das zerstörte Labor von Bison zu sehen ist. Bisons Computer aktiviert sich und fragt Bison, ob man nun die Weltherrschaft erneut in Angriff nehmen soll. Bisons Arm erstreckt sich aus den Trümmern des Labors und ballt eine Faust. Dies soll eine Anspielung auf eine Fortsetzung sein, aber es wurde nie eine direkte Fortsetzung dieses Films gedreht.
  • In der Szene in Bisons Privatraum, wo Chun-Li festgehalten wird, ist ein Bild von Bison in einem Clownskostüm zu sehen. Dieses Bild existiert auch in Wirklichkeit, jedoch wurde erst für den Film Bisons Kopf eingesetzt. Das echte Bild wurde vom Serienmörder John Wayne Gacy in dessen Todeszelle gemalt und trägt den Titel "Pogo the Clown". Gacy wurde als "Killer-Clown" bekannt, weil er in einem selbstgenähten Clownkostüm Straßenfeste zu besuchen pflegte, um als "Pogo der Clown" Kinder zu unterhalten. Er wurde im gleichen Jahr hingerichtet, als Street Fighter – Die entscheidende Schlacht erschien.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet den Film als „eindimensionalen, ins Groteske überzeichneten Actionfilm, mit vorhersehbarer Handlung, der Gewalt mit scheinheiliger Legitimation zu begründen versucht“. Er sei „aus schablonenhaften Versatzstücken aus Horror-, Action- und Kriegsfilmen zusammengesetzt“.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Raúl Juliá wurde 1995 posthum als Bester Nebendarsteller für den Saturn Award nominiert.
  • Der Film erhielt im selben Jahr eine Nominierung für den Saturn Award als Bester Science-Fiction-Film.

Fortsetzung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Street Fighter – Die entscheidende Schlacht im Lexikon des Internationalen Films
  2. "Street Fighter - The Legend of Chun-Li bei MovieMaze.de"