Streitberg (Wiesenttal)
49.8113311.22193Koordinaten: 49° 48′ 41″ N, 11° 13′ 19″ O
| Streitberg
Markt Wiesenttal
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| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Eingemeindet nach: | Wiesenttal |
| Postleitzahl: | 90537 |
| Vorwahl: | 09196 |
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Luftaufnahme vom Ort Streitberg |
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Der staatliche anerkannte Luftkurort Streitberg bildet zusammen mit Muggendorf den Kern der Marktgemeinde Wiesenttal im oberfränkischen Landkreis Forchheim in Bayern.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Streitberg liegt im Tal der Wiesent, etwa 14 Kilometer nordöstlich von Forchheim.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort hat seinen Namen von ehemaligen Adelsgeschlecht von Streitberg und ist eng mit der Geschichte Burgruine Streitburg verbunden. Aufgrund von Streitigkeiten wurden im 13. und 14. Jahrhundert Teile des Besitzes an die von Schlüsselberg verkauft. 1348 fielen die Anteile der Familie von Schlüsselberg an das Bistum Bamberg. Das Bistum Bamberg musste im 15. Jahrhundert seine Anteile an Hans von Streitberg verpfänden. Sein Sohn Paul herrschte über Muggendorf und Streitberg und verhängte die Halsgerichtsbarkeit. Die ehemals selbständige Gemeinde Streitberg wurde am 1. Januar 1972 in den neuen Markt Wiesenttal eingegliedert.[1]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Neben der evangelischen Dreieinigkeitskirche weist der Ortskern einige sehenswerte Gebäude auf. Überragt wird der Ort von den Burgruinen Neideck und Streitburg. Die Burgruine Neideck gilt als Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz. Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Wiesenttal
Naturdenkmäler [Bearbeiten]
Die Binghöhle ist eine beliebte Schauhöhle. Sie wurde 1905 entdeckt und ist auf 300 Metern erschlossen. Sehenswert ist auch das Schauertal mit seinen Sinterterrassen und einem kleinen Wasserfall. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die zahlreichen Naturdenkmäler, Höhlen und bizarren Felsgruppen.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Streitberg hat einen Bahnhof an einer Nebenstrecke der Ludwig-Süd-Nord-Bahn. Sie führt durch das Wiesenttal von Forchheim aus über Ebermannstadt bis nach Behringersmühle. 1976 wurde der reguläre Zugverkehr eingestellt. 1978 konnte der Verein Dampfbahn Fränkische Schweiz die Strecke kaufen und 1980 den Fahrbetrieb mit Sonderfahrten wieder eröffnen. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. Oktober findet an Sonntagen fahrplanmäßiger Verkehr statt.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig des Ortes. Der Name des Ortes ist überregional durch die Alte Kurhausbrennerei Hans Hertlein GmbH & Co. KG bekannt, die seit 1898 den Kräuterlikör Streitberger Bitter herstellt.
Freizeit [Bearbeiten]
Streitberg ist beliebter Ausgangspunkt für Kanusport, Fischen, Klettern und Wanderungen. Im Süden des Ortes befindet sich ein Freibad.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Thomas Dehler (FDP-Politiker, MdB, erster Justizminister der Bundesrepublik Deutschland), starb in Streitberg.
- Jutta Ebeling, GRÜNEN-Politikerin, Bürgermeisterin von Frankfurt am Main, wurde 1946 in Streitberg geboren.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 451.