Streitkräfte Serbiens

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Flag of Serbia.svg Streitkräfte Serbiens
Војска Србије/Vojska Srbije
Grb 1.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Präsident (derzeit Tomislav Nikolić)
Verteidigungsminister: Verteidigungsminister Nebojša Rodić
Militärischer Befehlshaber: Generalleutnant Ljubiša Diković
Sitz des Hauptquartiers: Belgrad
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 52.000 (2014)[1]
Reservisten: 1.700.000 (2014) [2]
Wehrpflicht: Freiwilligenarmee
Wehrtaugliche Bevölkerung: 2.579.620 (2013)
Wehrtauglichkeitsalter: 18
Haushalt
Militärbudget: 830 Millionen $ (2014) [3]
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 2,1 % (Fiskaljahr 2009; Schätzung)
Geschichte
Gründung: 2006
Faktische Gründung: 1990

Die Streitkräfte Serbiens (serbisch: Војска Србије/Vojska Srbije) (abgekürzt: ВС/VS) sind aus den Streitkräften Serbien-Montenegros hervorgegangen, welche durch das Unabhängigkeitsreferendum von Montenegro aufhörten zu existieren. In Übereinstimmung mit dem Vertrag, der die Staatenunion 2003 gründete, erhielt Serbien das gemeinsame Verteidigungsministerium, wie durch einen Erlass des serbischen Parlaments am 5. Juni bestätigt. Die Mittel und Anlagen, die Montenegro zugesprochen bekam, wurden in die neu entstandenen Streitkräfte Montenegros eingegliedert.

Zu den grundlegenden Aufgaben des Militärs gehören:

  • Verteidigung Serbiens vor bewaffneten, ausländischen Bedrohungen
  • Die Teilnahme am Prozess des Aufbaus und Friedens in der Region und in der Welt
  • Unterstützung im Fall von Natur- und anderen Katastrophen

Seit 2009 wurde der Umbau der Armee zu einer Berufsarmee betrieben. Am 31. Dezember 2010 endete die Wehrpflicht in Serbien[4]. Serbien gehört keinem Militärbündnis an und ist somit militärisch neutral.

Struktur[Bearbeiten]

Die serbische Armee ist auf drei Ebenen strukturiert:

und umfasst die folgenden Teilstreitkräfte:

Des Weiteren in:

  • Spec brigada.png Spezial-Brigade (Pančevo)
    • Kommando-Bataillon
    • 63. Fallschirmjäger-Bataillon
    • 72. Aufklärungsbataillon
    • Antiterroristisches Bataillon
    • Logistik-Kompanie

Abzeichen & Dienstgrade[Bearbeiten]

Am 15. Februar 2007 wurden die neuen Wappen und die Abzeichen der Streitkräfte Serbiens in der Kommandozentrale in Belgrad vorgestellt. Dieser Tag gilt seitdem als der „Tag der Serbischen Armee“ und ist gleichzeitig der Nationalfeiertag Serbiens (Erster Serbischer Aufstand).

Aktuelle Situation der Marine[Bearbeiten]

Weil Serbien der größere Teil der Staatenunion war, behielt es den Großteil der Armee und Luftwaffe. Durch den Wegfall Montenegros wurde Serbien zu einem Binnenstaat. Damit wäre der einzige Einsatzbereich einer Marine die Donau. Bis jetzt wurde noch keine Entscheidung über die Zukunft einer größeren serbischen Marine getroffen. Eine Flussflotte ist bereits vorhanden.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Landstreitkräfte[Bearbeiten]

M-84AS
  • T-72 - 13 (61 T-72M in Reserve)
modernisierter serbischer T-72

Die Serbische Armee wird nach der Umstellung vier Panzerbataillone (53 Panzer *4 Bataillone) und 8 Mechanisierte Bataillone (40 Schützenpanzer *8 Bataillone) umfassen.

BVP М80А
BOV VP
    • M-80/M-80A - 320 - Schützenpanzer (200+ M-80/A in Reserve)
    • BOV - 137 - Transportpanzer
    • BRDM-2 - 36 - Aufklärungsfahrzeug
    • BTR-50 - 12
    • BOV-VP - 58 (Militärpolizei)
    • Humvee - 21



2S1
  • Geschütze
    • 2S1 (122-mm-Haubitze, Selbstfahrlafette) - 72
    • D30J (122-mm-Haubitze) - 72
    • M46 (130-mm-Haubitze) - 36
    • M84 Nora (152-mm-Haubitze) - 36
  • Mörser
    • M69 (81/82-mm Mörser) - 385
    • M74 (120 mm) - 41
    • M75 (120 mm) - 205
M77 Oganj
Strela 10

Wasserfahrzeuge[Bearbeiten]

  • 2 Transportboote für Ausrüstung oder Soldaten Typ 411
  • 1 Kommandoschiff und Minenleger RPB-30 „Kozara“
  • 4 Minenräumboote Typ RML - Nestin-Klasse

Flugabwehr/Luftwaffe[Bearbeiten]

Hauptartikel: Luftstreitkräfte Serbiens

Modernisierungspläne[Bearbeiten]

Die Modernisierungspläne der Serbischen Streitkräfte sehen derzeit vor u. a. die Erneuerung des Transportfuhrparks durch Beschaffung neuer Lastkraftfahrzeuge vom Typ FAP-1118, FAP-3240 und ZK NTV, die Anschaffung von Radpanzern sowie unbemannten Aufklärungsdrohnen vom Typ Vrabac und Pegaz, die Ablösung der rückstoßfreien Geschütze durch die Panzerabwehrlenkwaffe Bumbar sowie neue Kampfflugzeuge, Transporthubschrauber und Transportflugzeuge. Erwogen wird auch die Beschaffung neuer modularer Mehrfachraketenwerfer vom Typ LVRSM sowie die Kampfwertsteigerung der Kampfpanzer M-84 auf die M-2001-Version.

Auslandseinsätze[Bearbeiten]

Einheiten der Serbischen Streitkräfte werden zu friedenserhaltenden und -sichernden Maßnahmen im Rahmen der Vereinten Nationen eingesetzt in:

  • UNMIL in Liberia (UNMIL - United Nations Mission in Liberia)
  • MONUC in Kongo (MONUC - United Nations Mission in the Democratic Republic of Congo)

Zukünftige Einsatzgebiete:

  • ISAF in Afghanistan (ISAF - International Security Assistance Force)
  • UNMIS in Sudan (UNMIS - United Nations Mission in Sudan)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Streitkräfte Serbiens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Srbija ima novi plan odbrane u slučaju rata: I firme brane zemlju
  3. %2Fwww.hercegbosna.org%2Fbaza_slika_upload%2F20100124%2Fsmall%2Fherceg_bosna201001241208270.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.hercegbosna.org%2Fvijesti%2Fhrvatska%2Fsrbijanski-mediji-analiziraju-moguci-rat-srbije-i-hrvatske-524.html&h=403&w=495&tbnid=HfGN_t1GtJ_41M%3A&zoom=1&docid=8zSavPuKEV6CXM&ei=pSW9U5rBIYfk4QS064GYAw&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=298&page=1&start=0&ndsp=24&ved=0CCIQrQMwAA
  4. http://www.srbija.gov.rs/vesti/vest.php?id=145766