Stress (Musiker)
| Chartplatzierungen Erklärung der Daten |
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Stress (* 25. Juli 1977 in Tallinn, Estland[2]; auch Billy Bear, gebürtig Andres Andrekson) ist ein Schweizer Rapper aus Lausanne. Momentan lebt Stress im Seefeld in Zürich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leben
Im Alter von zwölf Jahren zog Andrekson mit seiner Familie von Estland in die Schweiz und wurde später Schweizer Bürger. Er studierte Wirtschaft an der Universität Lausanne und arbeitete danach in der Abteilung Marketing der Firma Procter & Gamble in Genf. Seine Frau Melanie Winiger (Schauspielerin und Ex-Miss-Schweiz), mit der er seit 2005 liiert war, heiratete er am 17. Mai 2008. Das Paar gab im September 2011 seine Trennung bekannt.[3]
Im November 2010 gründete er sein Modelabel Bear Inc. bei Metro Boutique.
[Bearbeiten] Musik
[Bearbeiten] Werdegang
Stress war schon in Frankreich und Deutschland bekannt, bevor er in der Schweiz den Durchbruch schaffte. Er war elf Jahre lang Mitglied der erfolgreichen Hip-Hop-Gruppe Double Pact und arbeitete während dieser Zeit mit Szenegrössen wie Freundeskreis und Massive Töne zusammen. Die Band löste sich 2006 auf, die Mitglieder treten aber weiterhin gemeinsam auf.
2003 erschien Stress' erstes Soloalbum Billy Bear. Mit der zusammen mit Xavier Naidoo aufgenommenen Singleauskopplung Tu me manques gelang dem Rapper dabei der landesweite Durchbruch. Zwei Jahre später kam mit 25.07.03 die Fortsetzung zu Billy Bear in die Geschäftsläden. Es folgte das Album Renaissance, welches sofort Platin-Status erreichte.
Im Oktober 2007 veröffentlichte Stress eine neue Single mit dem Namen On n'a qu'une terre („Wir haben nur eine Erde“), in der er sich mit den Themen Globale Erwärmung und Ressourcenknappheit beschäftigt. Das Lied und den Clip produzierte er im Rahmen einer Werbekampagne des Detailhandelkonzerns Coop.
Stress erhielt bei den ersten Swiss Music Awards 2008 in der Kategorie „Best Song National“ mit On n’a qu’une terre, in der Sparte „Best Album Urban National“ mit Renaissance und in der Sparte „Best Video National“ mit Mais où eine Auszeichnung.
2009 wurde Stress mit dem Fischhof-Preis der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass Stress „mit seinem Engagement die Jugend dazu animiert, sich aktiv an der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung unseres Landes zu beteiligen.“ [4][5] Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus veranstaltete 2009/2010 in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung den Video-Contest Lève-toi! Steh auf gegen Rassismus, aus dessen Beiträge ein Musikvideo mit Stress geschnitten und mit dem Song La peur de l’autre untermalt wurde.[6]
[Bearbeiten] Textinhalte
Für Stress repräsentiert die Musik seine Gefühle und seine persönliche Balance. In Musikstücken stellt er auch sein eigenes Leben dar. Seine Lieder enthalten häufig klare Botschaften gegen jegliche Form von Rassismus und politischen Extremismus. Stress behandelt Themen wie Drogen, Gefühle, Sehnsüchte, Alkohol, Gefängnis, Politik und Liebe.
In dem Lied F*ck Blocher[7][8] macht er sich zusammen mit Greis und Bligg[7] über Alt-Bundesrat Christoph Blocher und seine Partei, die SVP, lustig. Seiner Meinung nach finanziert die SVP ihre Werbekampagnen mit Millionen von renommierten Schweizer Grossfirmen und manipuliert mit den provokanten Werbungen die Wähler.
[Bearbeiten] Schauspiel und Filmmusik
Stress war Teilnehmer der Doku-Soap Der Match des Schweizer Fernsehens. Ausserdem spielte er verschiedene Schurkenrollen in den Filmen Redemption, Verso und Breakout und steuerte zu mehreren Filmen die Titelmusik bei.
[Bearbeiten] Diskographie
[Bearbeiten] Alben
- Solo
- 2003: Billy Bear
- 2005: 25.07.03
- 2006: Renaissance
- 2009: Des rois, des pions et des fous
- 2011: Renaissance II
- Mit der Gruppe Double Pact
- 1995: Impact n° 3
- 1998: Pour ma planète bleue
- 1999: C'est comme la vie
- 2002: Rien à perdre
- 2006: Au revoir (Best of)
- 25.07.03
An seinem Album 25.07.03 arbeitete Stress eineinhalb Jahre. Zunächst stellte er seine Arbeit in einer Firma in den Vordergrund, danach widmete er sich vollständig dem Erstellen der Texte und der Aufnahmen im Studio. Das Album 25.07.03 benannte Stress nach dem Datum der Trennung von seiner Ehefrau. Sie waren nur vier Monate lang verheiratet. Titel und Cover des Albums nehmen Bezug auf Stress' Absicht, sein Werk als persönliches Tagebuch zu gestalten. Er greift darin Themen auf wie die Beziehung zu seinem Vater oder die Trennung von seiner Frau.
Nachdem die erste Auflage Goldstatus erreichte, entschied man sich, das Album in einer neuen Edition zu veröffentlichen, welche 25.07.03 Gold Edition genannt wurde.
[Bearbeiten] Singles
- 2003: Billy Bear/Ma musique meurt
- 2003: Tout l’amour (featuring Chris Wicky)
- 2003: Tu me manques (featuring Xavier Naidoo)
- 2004: Si tu aimes (featuring Sens Unik & Greis)
- 2005: Des fois
- 2005: Ténèbres (featuring Mark Angelil)
- 2005: Libéré
- 2005: Game
- 2006: Time Club (featuring Griot & Karolyn)
- 2007: Avenues (featuring Karolyn)
- 2007: Mais où?
- 2007: Rester soi-même
- 2007: On n’a qu’une terre
- 2009: V
- 2009: Tous les mêmes (featuring Karolyn)
- 2009: Stahn uf! (featuring Baschi, Bligg, Seven & Ritschi)
- 2009: Saint Profit (featuring Karolyn)
- 2009: Si loin (featuring Karolyn)
- 2010: C'est réel
- 2011: Au poste (featuring Kaspar E. Glättli III)
- 2011: Elle (featuring Noah Veraguth)
[Bearbeiten] Filmografie
- 2004: Redemption – Früchte des Zorns
- 2007: Breakout
- 2009: Verso
[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise
- ↑ a b CH-Chartdiskografie
- ↑ Schweizer Illustrierte online, VIP-Lexikon (gesichtet 8. April 2011)
- ↑ Melanie Winiger und Stress haben sich getrennt in: Basler Zeitung vom 13. September 2011
- ↑ Fischhof-Preis. Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA), abgerufen am 13. August 2010.
- ↑ sda: Auszeichnung für Rapper Stress. Neue Zürcher Zeitung, 25. August 2009, abgerufen am 13. August 2010.
- ↑ Lève-toi! Der Videoclip gegen Rassismus mit Stress. GRA, 29. Oktober 2009, abgerufen am 13. August 2010.
- ↑ a b hitparade.ch: Stress Feat. Greis et Bligg – F*ck Blocher
- ↑ Discography. stressmusic, 25. Juli 2003, abgerufen am 30. April 2008.
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stress |
| ALTERNATIVNAMEN | Andrekson, Andres (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | estnisch-schweizerischer Rapper |
| GEBURTSDATUM | 25. Juli 1977 |
| GEBURTSORT | Tallinn, Estland |