Striegis

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Striegis
Oberlauf: Große Striegis
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Brücke über die Große Striegis bei Pappendorf

Brücke über die Große Striegis bei Pappendorf

Daten
Gewässerkennzahl DE: 5424
Lage Deutschland, Sachsen, Erzgebirge
Flusssystem Elbe
Abfluss über Freiberger Mulde → Mulde → Elbe → Nordsee
Ursprung Zusammenfluss von Großer und Kleiner Striegis, bei Berbersdorf
51° 0′ 37″ N, 13° 9′ 27″ O51.01020833333313.157569444444546
Quellhöhe 546 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Bei Niederstriegis in die Freiberger Mulde51.07729166666713.15125180Koordinaten: 51° 4′ 38″ N, 13° 9′ 5″ O
51° 4′ 38″ N, 13° 9′ 5″ O51.07729166666713.15125180
Mündungshöhe ca. 180 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 366 m
Länge 48,1 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen davon 11 km als Striegis
Einzugsgebiet 283 km²[1]
Abfluss am Pegel Niederstriegis 1[2]
AEo: 286 km²
Lage: 200 m oberhalb der Mündung
NNQ (20.09.1947)
MNQ 1926/2009
MQ 1926/2009
Mq 1926/2009
MHQ 1926/2009
HHQ (13.08.2002)
10 l/s
323 l/s
2,68 m³/s
9,4 l/s km²
27,7 m³/s
173 m³/s
Linke Nebenflüsse Kleine Striegis
Kurz vor der Einmündung in die Freiberger Mulde

Die Striegis ist ein linker, insgesamt 48,1 km langer Nebenfluss der Freiberger Mulde in Sachsen. Ihr Oberlauf wird bis zum Zusammenfluss mit dem von links einmündenden Fluss Kleine Striegis als Große Striegis bezeichnet. Die Deutung des Namens ist unsicher. Wahrscheinlich geht Striegis auf eine ältere indogermanische Form zurück.[3] Die in der Literatur oft genannte Deutung: wendisch Stregawa, rauschender Fluss könnte eine sehr freie Übersetzung sein.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Striegis ist einschließlich der Großen Striegis 48,1 km lang und umfasst ein Einzugsgebiet von 283,37 km², wobei sie ein Gefälle von 366 m Höhenunterschied überwindet. Die von links zufließende Kleine Striegis hat ein 69,90 km² großes Einzugsgebiet und ein Gefälle von 233 Metern auf insgesamt 23,8 km Länge. Die Striegis fließt danach, den Ort Böhrigen, Gemeinde Striegistal passierend, in nördliche Richtung und mündet nach 11 weiteren Kilometern bei Niederstriegis in die Freiberger Mulde.

Große Striegis[Bearbeiten]

Die Große Striegis hat mehrere kleine Quellbäche in und bei Langenau in Höhenlagen von 500 m bis 546 m ü. NN. Sie fließt in nordwestlicher Richtung zunächst durch Linda, wo sie den Erbisdorfer Bach aufnimmt, dann durch Oberschöna, wo sie den Oberreichenbacher Bach aufnimmt, und anschließend durch Wegefarth, wo der Schirmbach zufließt. Zwischen Linda und Oberschöna liegen am rechten Ufer die Mundlöcher der Neuer Segen Gottes Stolln und des Thelersberger Stolln, die der Wasserhaltung der Gruben im Brander Bergrevier dienten und insbesondere die Himmelsfürst Fundgrube entwässerten.

Im weiteren Verlauf ist das Tal zunehmend eng und tief in die Hochfläche des unteren Erzgebirges eingeschnitten; die Talhänge sind fast durchgängig mit naturnahem Mischwald bestanden. Oberhalb von Bräunsdorf mündet links der von Wingendorf kommende Kemnitzbach ein. In Goßberg mündet der in Langhennersdorf entspringende und durch Seifersdorf fließende Perzebach (auch Berzebach, kurz Berze genannt) in die Große Striegis. Nach Passieren von Pappendorf fließt sie in Berbersdorf, nach einem Lauf von 36 Kilometern Länge, mit der Kleinen Striegis zusammen.

Kleine Striegis[Bearbeiten]

Von ihrer Quelle in Schönerstadt fließt die Kleine Striegis nordwärts durch Langenstriegis, nimmt den von rechts, von Eulendorf, kommenden Eulenbach auf und durchfließt im weiteren Verlauf Berthelsdorf, die frühere Kreisstadt Hainichen und zuletzt Crumbach. Ab hier strebt der Fluss in nordöstlich gerichtetem, windungsreichem und engen Tal der Großen Striegis zu, nimmt dabei den von Ottendorf kommenden Pahlbach auf und wird bei Schlegel auf hoher Brücke von der Bundesautobahn 4 überquert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stammdaten Pegel Niederstriegis 1
  2. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Elbegebiet, Teil I 2009. Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, 2012, S. 141, abgerufen am 20. Januar 2013 (PDF, deutsch, 5,22 MB).
  3. Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen, Berlin 2001, ISBN3-05-003728-8, Band II, S. 475

Literatur[Bearbeiten]

  • Freiberger Land (= Werte unserer Heimat. Band 47). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1988.
  • Klopfleisch: Die beiden Striegis in: Die große Wassernot in Sachsen 1897; Sächsischer Volksschriftenverlag; Leipzig 1897; S. 233–239
  • R. Witzsch: Zwischen Chemnitz und Freiberg. Bd. II Die Dörfer an der Striegis; Roßberg Verlag; Frankenberg 1929; 108 S.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Striegis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Striegis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen