Stripping (Operation)

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Stripping ist die klassische Methode zur operativen Therapie von Krampfadern (Varizen). Sie gilt bei Stammvenenkrampfadern als Goldstandard.

Beim Stripping wird eine flexible Spezialsonde in die krankhaft erweiterte Vene eingeführt, bis zu deren Ende vorgeschoben und dort wieder ausgeleitet. Die Varize wird dann oben und unten durchtrennt sowie auf der Sonde fixiert, die dann beim Herausziehen (Stripping) die varikös veränderte Vene unter der Haut mitnimmt. Die Stripping-Operation ist in Vollnarkose, Teilnarkose oder auch in Lokalanästhesie durchführbar; sie kann ambulant oder stationär erfolgen. Ausschlaggebend hierfür ist der Schweregrad des Befundes sowie die psychische Verfassung des Patienten. Nach dem Eingriff ist für 3 bis 6 Wochen eine Kompression mit elastischen Binden oder Kompressionsstrumpf zu empfehlen sowie zur Vermeidung von Thrombosen und Embolien eine mehrtägige gerinnungshemmende Behandlung mit Heparin.

Es können sich nach erfolgter Operation erneut Krampfadern bilden. Eine Studie hat ergeben, dass die Neubildung von Krampfadern vergleichsweise häufig auf technische Fehler bei der Operation zurückzuführen ist. 64 Prozent der Rückfälle entstehen demnach durch nicht vollständig entfernte Stammvenenreste.[1]

Eine weitere Komplikation ist der Lymphstau, da bei der Operation die nahe an den entfernten Venen verlaufenden Lymphgefäße verletzt werden können und es somit zu einer Schwellung des betroffenen Bereiches bis hin zu einer Schwellung der ganzen Extremität kommen kann.

Quellen[Bearbeiten]

  1. NZZ-Online: Krampfadern - verschiedene Therapien, wenig Studiendaten
Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!