Stroheim

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Österreich; für den Regisseur siehe Erich von Stroheim.
Wappen Karte
Wappen von Stroheim
Stroheim (Österreich)
DEC
Stroheim
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Oberösterreich
Politischer Bezirk Eferding (EF)
Fläche 28,7 km²
Koordinaten 48° 20′ N, 13° 57′ O48.33888888888913.958333333333489Koordinaten: 48° 20′ 20″ N, 13° 57′ 30″ O
Höhe 489 m ü. A.
Einwohner 1534 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 53 Einwohner je km²
Postleitzahl 4074
Vorwahl 07272
Gemeindekennziffer 4 05 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Stroheim 30
4074 Stroheim
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Franz Breuer (ÖVP)
Gemeinderat (2003)
(15 Mitglieder)
13 ÖVP,
2 SPÖ
Lage der Gemeinde Stroheim
Karte
Blick auf Stroheim
Blick auf Stroheim

Stroheim ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel mit 1.565 Einwohnern. Sie liegt in der Zuständigkeit des Gerichtsbezirks Eferding.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Stroheim liegt auf 489 m Höhe auf einem Gneisriegel, der sich 220 bis 380 m über das Eferdinger Becken erhebt. Die höchste Erhebung, der Mayrhofberg ist 654 m hoch und gleichzeitig der höchste Punkt des Bezirks Eferding. Im Norden fällt der Berg stark zur Aschach hin ab, die hier auf 2,7 km die Gemeindegrenze bildet. Weitere nennenswerte Gewässer gibt es aufgrund der Berglage nicht.

[Bearbeiten] Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,8 km, von West nach Ost 9 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,7 km². 28,6 % der Fläche sind bewaldet, 63,4% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Stroheim besteht aus den beiden Katastralgemeinden Mayrhof und Großstroheim und hat 22 Ortsteile:

Bergern, Birihub, Dunzing, Götzenberg, Gmeinholz, Großstroheim, Gschnarret, Gstocket, Gugerling, Kleinstroheim, Knieparz ob der Leiten, Kobling, Mayrhof, Mitterstroheim, Reith, Schnellersdorf, Stallberg, Stroheim, Troß, Wögern, Wölflhof und Windischdorf.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn; in Klammern die Himmelsrichtungen):

Sankt Agatha (NW), Haibach ob der Donau (NO), Hartkirchen (O), Pupping (O), Hinzenbach (S), Prambachkirchen (W) und Waizenkirchen (W).

[Bearbeiten] Geschichte

Pfarrkirche

Im Jahr 1110 wird der Ort als Strachen erstmals urkundlich erwähnt. 1272 findet man in einer Urkunde den Namen Strochen. Bis 1848 war Stroheim eine Grundherrschaft. In jenem Jahr wurden die zwei Gemeinden Mayrhof und Großstroheim gebildet, die 1876 zur Gemeinde Stroheim zusammengelegt wurden.

[Bearbeiten] Religion

Um 1235 ließ Graf Johann I. von Schaunberg eine katholische Pfarrkirche erbauen. Der Graf war Mitglied des Johanniterordens und übergab die Kirche als Filialkirche den Johannitern von Mailberg, den späteren Maltesern. Aus dieser Tatsache leitet sich das Malteserkreuz im heutigen Gemeindewappen ab. 1784 wird Stroheim eine eigene Pfarre. Die in ihren Ursprüngen gotische Pfarrkirche wurde später mehrfach umgebaut, so bekam sie unter anderem eine neugotische Inneneinrichtung.

Neben der Pfarrkirche gibt es noch die 1901 erbaute, vom Kloster Pupping gestiftete Landerlkapelle im Ortsteil Geisberg. Sie ist Ziel der jährlichen Christi-Himmelfahrtsprozessionen und kann auch als Hochzeitskirche genutzt werden.

Heute (2006) sind ungefähr 75 % der Bevölkerung Katholiken.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Aussichtswarte Mayrhofberg.

Pfarrkirche: gotisch, erbaut 1235

Landerlkapelle: erbaut 1901

Mayrhofberg: auf dem höchsten Punkt der Gemeinde (654m) befindet sich seit 1884 eine gemauerte Aussichtswarte

[Bearbeiten] Sport

Es gibt unter anderem zwei Tennisplätze, eine Asphaltbahn und einen öffentlichen Sportplatz. Daneben gibt es mehrere markierte Wanderwege und im Winter eine 15 km lange Langlaufloipe.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Wegen der Lage auf einem Berg gibt es keinen Durchzugsverkehr. Die L1217 Stroheimer Straße führt von Eferding über Stroheim ins Aschachtal bei Waizenkirchen. Daneben gibt es untergeordnete Straßen in andere Nachbargemeinden.

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt eine Volksschule und einen Gemeindekindergarten.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2003 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 13 ÖVP – stellt den Bürgermeister und den Vizebürgermeister
  • 2 SPÖ

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bürgermeister ist Franz Breuer, Vizebürgermeister ist Rudolf Gammer, beide von der ÖVP.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: Von Rot und Silber geviert mit einem Malteserkreuz in gewechselten Farben. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.

Das eingekerbte ("achtspitzige") Kreuz ist das Zeichen des 1113 in Jerusalem gegründeten Johanniter-, später Malteser-Ritterordens, der aus Anlass der Kreuzzüge zur Betreuung der Pilger und zur Verteidigung der Kirchen im Heiligen Land entstanden ist. Die Johanniter-Ordenskommende Stroheim wurde wahrscheinlich um 1260 oder schon 1235 auf Grund einer Schenkung der Herren von Schaunberg innerhalb deren Machtbereiches errichtet und der Komturei Mailberg/NÖ. als Filiale übergeben; 1273 wird die Marienkirche oberhalb von "Strahen" in einer Schenkungsurkunde an den Meister Wulfing in Mailberg erstmals schriftlich erwähnt. Nachdem 1780 bzw. 1784 die Errichtung der Pfarre Stroheim verfügt wurde, verzichtete 1790 die Malteser-Kommende auf das Patronatsrecht, das schließlich auf den Religionsfonds der neugeschaffenen Diözese Linz überging.


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