Strukturgeologie

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Strukturgeologie ist der analytische Zweig der Tektonik. Sie befasst sich mit den räumlichen Beziehungen der Gesteine zueinander und den in ihnen erkennbaren Deformationen.

Die Strukturgeologie beschäftigt sich nicht mit globalen tektonischen Zusammenhängen („Großtektonik“, siehe auch Gebirgsbildung oder Plattentektonik), sondern untersucht Falten, Brüche und Mineralgefüge in Gesteinen in lokalem oder regionalem Maßstab.

Der Nachweis von funktionalen, linearen Zusammenhängen der geologischen Strukturen der Altmark verändert die Rangfolge unter geologischen Parametern und unter den geologischen Disziplinen. Die Parameter der Mächtigkeit und Teufe der Gesteine stehen im Rang vor dem Faktor Zeit. Mit der Veränderung der Rangfolge der Parameter wird die Geometrie der Formen von geologischen Strukturen erstrangig. Die in der Geologie gebräuchlichen Gleichsetzungen (geologisches Trivium) bewirken darüber hinaus entweder symmetrische oder antisymmetrische Strukturen. Somit sind geologische und mathematische Grundlagen in Übereinstimmung. Das natürlich geschlossene System stellt diese Zusammenhänge anschaulich dar. Die Einbeziehung des Faktors Zeit (t) in das natürlich geschlossene System weist den Zusammenhang der Geologie zur Physik nach, indem die geologische Methode der Paläotektonik durch die physikalischen Gesetze der gleichförmig geradlinigen und ungleichförmig geradlinigen Bewegung erklärt werden. Die Methode der Paläotektonik erhält somit den Status eines Naturgesetzes, es wird als das gesetz der Strukturgenese bezeichnet.


Weblinks und Literatur[Bearbeiten]

 Commons: Strukturgeologie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Jean-Pierre Burg: Einführung in die Strukturgeologie. Vorlesungsskriptum zum Grundkurs Strukturgeologie an der ETH Zürich, Zürich 2001 (PDF 4,92 MB)