Strullendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Strullendorf
Strullendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Strullendorf hervorgehoben
49.83333333333310.966666666667251Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 251 m ü. NHN
Fläche: 31,69 km²
Einwohner: 7807 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 246 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96129
Vorwahlen: 09543, 09505 (Geisfeld, Leesten)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 195
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Forchheimer Str. 32
96129 Strullendorf
Webpräsenz: www.strullendorf.de
Bürgermeister: Wolfgang Desel (CSU)
Lage der Gemeinde Strullendorf im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Strullendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern mit etwa 7.800 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten]

Links im Tal Wernsdorf (OT von Strullendorf) mit Blick auf den Hauptsmoorwald

Geografische Lage[Bearbeiten]

Strullendorf liegt in einem Tal und ist teilweise vom Hauptsmoorwald umgeben, in dessen Nähe die Hauptsmoorhalle liegt. Der Hauptsmoorwald reicht bis nach Bamberg und wurde von der US Army teilweise als Truppenübungsplatz verwendet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Heiligenstadt in Oberfranken, Buttenheim, Hirschaid, Pettstadt und Bamberg.

Als landschaftlich schön gilt in Strullendorf die Lindenallee mit ihren großen alten Bäumen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Strullendorf gliedert sich in acht Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand 31. Dezember 2010)[2][3]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Amlingstadt, Geisfeld, Leesten, Mistendorf, Roßdorf am Forst, Wernsdorf, Zeegendorf, Strullendorf, Geisberger Forst, Hauptsmoor.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung verdankt Strullendorf einer Verpfändung von 1247 durch Heinrich I. von Bilversheim. Die Nürnberger Patrizierfamilie der Tockler besaß bis zum 16. Jahrhundert den Tocklerhof in Strullendorf. Dieser und die bereits 1348 genannten Zeidelhuben (Waldbienenzucht) waren von großer wirtschaftlicher Bedeutung für den Ort. 1796 wurde der Ort von den Franzosen niedergebrannt.[4] Strullendorf gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[5] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der Name des Ortes wird von einem fränkischen Edelfreien namens Strollo abgeleitet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden Leesten, Mistendorf und Wernsdorf eingemeindet.[6] Am 1. Juli 1972 trat Strullendorf den Ortsteil Bughof an Bamberg ab. Am 1. Januar 1978 kam Roßdorf am Forst hinzu. Amlingstadt, Geisfeld und Zeegendorf folgten am 1. Mai 1978.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 4740
  • 1970: 5736
  • 1987: 6489
  • 2000: 7846
  • 2007: 7791
  • 2011: 7713
  • 2012: 7724

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 24. März wurde der am 16. März 2014 neu gewählte erste Bürgermeister Wolfgang Desel von der CSU in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung vereidigt. Er gewann die Wahl im ersten Wahlgang mit 58,32 % der gültigen Stimmen gegen die Kandidaten der SPD und des Bürgerblocks.[8]

Sein Vorgänger war von 1996 bis 2013 Andreas Schwarz (SPD), der 2008 mit 71,43 % der Stimmen bei einem Gegenkandidaten wiedergewählt wurde. Im Jahre 1996 konnte sich Schwarz gegen den damaligen Amtsinhaber Bruno Weiß (CSU) mit 65,29 % der Stimmen durchsetzen, sechs Jahre später erzielte er bei einem Gegenkandidaten 69,97 %.

Bei der Bundestagswahl 2013 wurde Schwarz über die Landesliste der SPD in den Bundestag gewählt. Bis zum Amtsantritt des neu gewählten Bürgermeisters übernahm der 2. Bürgermeister Ludwig Werner vom Bürgerblock die Amtsgeschäfte.[9]

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften[10]:

  • CSU 8 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • Bürgerblock 4 Sitze
  • Neue Liste 4 Sitze

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten]

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • Bürgerblock 4 Sitze
  • Neue Liste 3 Sitze

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten]

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • Bürgerblock 4 Sitze
  • Neue Liste 3 Sitze

Seit 2005 hat Strullendorf ein Jugendparlament mit eigenem Jungbürgermeister. Das Jugendparlament verfügt über ein Budget von 1200 Euro pro Jahr.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 4,694 Millionen Euro, davon waren umgerechnet 1,654 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Strullendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 900 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2923. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 96 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1515 Hektar, davon waren 1231 Hektar Ackerfläche und 279 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

In allen Ortsteilen gibt es Freiwillige Feuerwehren.

Industrie[Bearbeiten]

  • Georg Gunreben GmbH & Co. KG (Parkettfabrik)
  • Janker Entsorgung GmbH
  • Kramp (Landtechnik)
  • Spedition Pflaum GmbH (Logistik)

Brauereien[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es drei Brauereien:

  • Brauerei Krug, Geisfeld
  • Brauerei Griess, Geisfeld
  • Brauerei Sauer, Roßdorf am Forst

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen[11]:

  • 3 Kindergärten, diverse Kinderkrippen und Mittagsbetreuung
  • Grund- und Mittelschule Strullendorf
  • Volksschule Amlingstadt
  • Musikschule Strullendorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

Auf dem Geisberg nördlich des Ortsteils Zeegendorf betreibt der Bayerische Rundfunk den Sender Bamberg auf dem Geisberg und auf der Erhebung Wachknock etwas südlich von Zeegendorf bei Buttenheim-Kälberberg die Deutsche Telekom den Sender Bamberg auf dem Wachknock.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.strullendorf.de/cms/core/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=110 Einwohnerzahlen auf strullendorf.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/234210&attr=OBJ&val=1135
  4. http://bavarica.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10622189.html
  5. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  6.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 430.
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.
  8. [1], abgerufen 28. März 2014
  9. Impressum der Gemeinde-Homepage, abgerufen 16. Februar 2014
  10. [2], abgerufen 28. März 2014
  11. http://www.strullendorf.de/cms/core/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=49&Itemid=70

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Strullendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien