Stubbensprengung

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Stubbensprengung bezeichnet die Sprengung eines Stubbens, also eines Baumstumpfes bzw. einer Baumwurzel, mit einer Sprengladung, um diesen zu entfernen.

Arten[Bearbeiten]

Der Sprengstoff (häufig wird Gelatinöser Sprengstoff, pulverförmiger Sprengstoff oder Emulsionssprengstoffe verwendet) wird meist in Bohrlöcher in oder unter den Stubben eingebracht. Dazu werden, je nach Größe des Stubbens, einige Bohrlöcher in das Holz gebohrt und mit Sprengladungen versehen. Ziel hierbei ist es, den Stubben so weit zu zerkleinern, dass eine manuelle Entfernung möglich ist.

Eine weitere Möglichkeit liegt in der Sprengung des Stubbens durch Bohrlöcher, die in den Erdboden direkt unter die Wurzel getrieben werden. Die dort gezündeten Sprengladungen heben den Stubben und lockern das Erdreich oder werfen dieses aus.

Anwendung[Bearbeiten]

Das Stubbensprengen erfolgt heutzutage nur noch an schwer zugänglichen Stellen, z.B. Felsabhängen. Meistens werden Stubben heute mit Baumaschinen, wie Baggern und Radladern entfernt. Ein Problem ist zudem das Abschätzen der richtigen Sprengstoffmenge. Ein Überschätzen kann heftigen Splitterflug verursachen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dienstvorschrift des Katastrophenschutzes 250 (KatS-DV 250). Bonn 1984.
  •  Horst Roschlau: Sprengen - Theorie und Praxis. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1993, ISBN 3-342-00492-4.