Steinieform

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Bereich Verpackung
Titel Packmittel - Flaschen, Steinieform
Letzte Ausgabe 1997-10 (zurückgezogen)
ISO -
Steinieform

Steinieform bezeichnet eine erstmals 1953 in der DIN 6199 („Normblatt für die Bierflasche Steinieform 0,33-l“) normierte kleine, stabile, braune, bauchige und 330 ml fassende Bierflasche. Die letzte Ausgabe der Norm („Packmittel - Flaschen, Steinieform“ vom Oktober 1997) wurde im Mai 2004 ersatzlos zurückgezogen.

Die Steinieform war die gebräuchlichste Bierflaschenart in der DDR.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Maße der Flasche

unterer Durchmesser 70,5 mm
Höhe 174 mm
Füllhöhe ca. 153 mm
Gewicht der leeren Flasche 270 g

[Bearbeiten] Eigenschaften

Aufgrund ihrer gedrungenen Bauform hat die Steinieform im Vergleich zu anderen 0,33- und 0,5-l-Bierflaschen eine geringere Höhe, einen niedrigeren Schwerpunkt und eine größere volumenbezogene Standfläche. Dadurch wird im Vergleich zu anderen Bierflaschen das Risiko minimiert, sie versehentlich umzukippen. Im Übrigen sind diese Flaschen beim Fallenlassen bruchsicherer als herkömmliche Bierflaschen mit langer Halsform. Zudem wird für die Gesamtmasse des Kastens ein geringerer Anteil der Glasmasse erreicht.

Steinie-Flaschen werden in Kästen zu 20 (5×4), 25 (5×5), 27 (5×3+4×3) oder in Kästen zu 30 (6×5) Flaschen verkauft.

[Bearbeiten] Volkstümliche Bezeichnungen

Wie auch bei anderen Flaschenformen haben sich regional und umgangssprachlich für die Steinieform verschiedene Namen herausgebildet. Insbesondere in Norddeutschland wird diese Flaschenform „Knolle“ genannt, während in Süddeutschland Ableitungen von Stubben üblich sind, wie „Stubbi“ oder „Stupete“. In englischsprachigen Ländern ist der Begriff als Stubby ebenfalls gebräuchlich.

Die kompakte Form führt zur Bezeichnung „Bombe“, auch „Granate“. Diese handliche Anwendung im Baugewerbe brachte ihr die Zusammensetzungen „Maurerflasche“, „Maurerpulle“, „Maurerkanne“ oder auch „Maurerbombe“ ein. „Maurerkiste“ für den Kasten mit (meist) 30 Flaschen ergibt sich aus diesen Bezeichnungen.

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