Studiendirektor

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Lehrer
Laufbahn im Höheren Dienst
Amtsbezeichnung Besoldungs-
gruppe
Studienrat A13 (Z)
Oberstudienrat A14
Studiendirektor A15
Oberstudiendirektor A16

Studiendirektor (StD) ist eine Amtsbezeichnung im höheren Schuldienst in Deutschland. Als Beamter gehört ein Studiendirektor der Laufbahn des Höheren Dienstes an (Besoldungsgruppe A 15). Die entsprechende Bezeichnung für angestellte Lehrer lautet in Bayern Studiendirektor im Beschäftigungsverhältnis (StD i. BV).[1]

Ausschreibung von Funktionsstellen[Bearbeiten]

Der Studiendirektor stellt im höheren Schuldienst (Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildende Schulen) das zweite Beförderungsamt nach der Ernennung zum Studienrat (Erstes Beförderungsamt: Oberstudienrat) dar. Diese Beförderung ist jedoch stets mit der Übernahme einer besonders ausgebrachten Funktion verbunden. Solche Funktionen sind beispielsweise Ständiger Stellvertreter des Schulleiters (die Stelle ist teilweise mit einer Amtszulage ausgestattet), Schulleiter kleinerer Schulen (immer mit Amtszulage), schulfachlicher Koordinator, Oberstufenkoordinator (in der Regel Reduktion des Unterrichtsdeputats), Fachbetreuer oder Fachleiter einzelner Fachschaften oder Pädagogischer Betreuer bestimmter Jahrgangsstufen. An berufsbildenden Schulen sind Abteilungsleiter oder Leiter von schulweiten Stabsstellen (z. B. Organisationsentwicklung, Unterrichtsentwicklung) Studiendirektoren. Die Bezeichnungen und Aufgabenbereiche sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. An Hamburger Gymnasien gibt es für jede Schulstufe einen Koordinator und außerdem einen vierten Koordinator für didaktische Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Berufsorientierung usw. Fachleiter an Studienseminaren bzw. Zentren für Lehrerausbildung sind im Regelfall Studiendirektoren.

In eine Funktionsstelle wird man nicht automatisch befördert. Funktionsstellen werden wie alle Stellen ausgeschrieben, auf die sich interessierte Studienräte oder Oberstudienräte bewerben können. Die Bewerber müssen dann ihre Qualifikation für diese Stelle nachweisen.

Nicht in allen Bundesländern muss der Bewerber Oberstudienrat sein. In Rheinland-Pfalz beispielsweise können sich alle Lehrerinnen und Lehrer der Laufbahngruppe des Höheren Dienstes, die eine planmäßige Dienstzeit von mindestens vier Jahren aufweisen, auf eine Funktionsstelle bewerben. Wird ein Studienrat im Auswahlverfahren aufgrund seiner Qualifikation für die Besetzung der Stelle vorgesehen, so wird ihm die Stelle zunächst kommissarisch übertragen, bei entsprechender Bewährung wird er ein Jahr später zum Oberstudienrat und ein weiteres Jahr später zum Studiendirektor befördert. Dies gilt aber nicht für alle Bundesländer, da die Beförderung u. a. auch von den Staatsfinanzen abhängt. Eine Beförderungswartezeit nach Amtsübernahme kann durchaus mehrere Jahre dauern. Da Oberstudienrat ein regelmäßig zu durchlaufendes Amt ist, kann es nicht übersprungen werden.

Das nächste Beförderungsamt ist Oberstudiendirektor (OStD).

Historische Bezeichnung[Bearbeiten]

In Süddeutschland war für das Amt bis in die 1970er Jahre die Amtsbezeichnung „Gymnasialprofessor“ gebräuchlich. Für das Auswahlverfahren galt das gleiche wie beim Studiendirektor. Heute tragen nur noch sehr wenige Beamte diese alte Amtsbezeichnung. Sie stehen größtenteils vor dem Ruhestand.

In Österreich ist die Bezeichnung „Professor“ bis heute die allgemeine Bezeichnung für an höheren Schulen Lehrende.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ASD-Schlüsselverzeichnis, S. 4