Studio Pierrot

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K.K. Pierrot (jap. 株式会社ぴえろ, Kabushiki-gaisha Piero, engl. Pierrot Co., Ltd.) ist ein japanisches Produktionsstudio für Anime.

Der Name der Firma ist vom französischen Wort für Clown abgeleitet.

Geschichte[Bearbeiten]

Im April 1977 schlossen sich die Animatoren und Regisseure Yūji Nunokawa (布川 郁司), Mitsuo Uenashi (上梨 満雄) und Hiroko Tokita (ときた ひろこ) zu einer gemeinsamen Gruppe zusammen. Im Mai 1979 wurde daraus das Animationsunternehmen K.K. Studio Pierrot (株式会社スタジオぴえろ, kabushiki-gaisha Sutajio Piero) in Mitaka bei Tokio.

Nunokawa und Uenashi, die unter anderem für Tatsunoko Production arbeiteten, warben weitere Regisseure von dort ab – so etwa Hisayuki Toriumi (鳥海 永行), Masami Annō (案納正美), Motosuke Takashi (高橋 資祐) und Mamoru Oshii. Als erstes Animationswerk entstand von 1980 bis 1981 die Fernsehserie Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen, die von Gakken produziert wurde. 1981 folgte Urusei Yatsura (1981–1986) mit Kitty Film als Produzenten. Für Gakken animierten sie in der Folge dann die Fernsehserien Maicching Machiko-sensei (1981–1983) und Frau Pfeffertopf (1983–1984). Waren dies noch Auftragsproduktionen, folgte 1983/84 mit der Fernsehserie Mahō no Tenshi Creamy Mami die erste Eigenproduktion des Studios. Dieser war ein großer Erfolg beschieden, so dass die Serie einerseits mehrere OVAs als Fortsetzungen nach sich zog, aber das Studio auch weitere Magical-Girl-Serien produzierte: Mahō no Yōsei Perusha (1984–1985), Mahō no Star Magical Emi (1985–1986) und Mahō no Idol Pastel Yūmi (1986). Zum 20-jährigen Jubiläum des Studios sollte 1998 in Anknüpfung an diese Reihe dann Mahō no Stage Fancy Lala erscheinen. Ebenfalls 1983 kam mit Urusei Yatsura: Only You auch der erste Film des Studios in die Kinos und es erschien mit Dallos auch die erste[1] OVA überhaupt.

Im Mai 1985 wurde zur Verwaltung der Urheberrechte bzw. zur Vermarktung der Produktionen das Tochterunternehmen K.K. Pierrot Project (株式会社ぴえろプロジェクト, Kabushiki-gaisha Piero Purojekuto) gegründet.

Von 1992 bis 1995 hatte das Studio mit der Verfilmung des Shōnen-Jump-Titels Yū Yū Hakusho ein weiteren großen Erfolg, dem sich mit Naruto (seit 2002) und Bleach (seit 2004) weitere langlaufende Adaptionen aus diesem Shōnen-Mangamagazin anschlossen.

2002 schlossen sich die K.K. Pierrot Project und die K.K. Studio Pierrot zum gemeinsamen Unternehmen K.K. Pierrot zusammen. Seit 2004 tritt dieses in Anlehnung an den früheren Unternehmensnamen unter der Marke Studio Pierrot (studioぴえろ) auf.

Produktionen[Bearbeiten]

Filme

Fernsehserien

Original Video Animations

Weitere Anime-Produktionen

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Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Gilles Poitras: Contemporary Anime in Japanese Pop Culture. In: Mark W. MacWilliams (Hrsg.): Japanese Visual Culture. Explorations in the World of Manga and Anime. M.E. Sharpe, Armonk 2008, ISBN 978-0-7656-1602-9, S. 54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).