Killesberg
48.8044899.168906Koordinaten: 48° 48′ N, 9° 10′ O
| Landeshauptstadt Stuttgart | ||
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| Stadtbezirk Stuttgart-Nord | ||
| Stadtteil Killesberg | ||
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| Liste der Stadtteile Stuttgarts | ||
| Einwohner: | 1.671 (Stand 2009) | |
| Fläche: | 98,2 ha | |
| Bevölkerungsdichte | 1702 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 70192 | |
| Quelle: Datenkompass Stuttgart | ||
Killesberg ist ein Stadtteil Stuttgarts und gehört zum Stadtbezirk Stuttgart-Nord. Er liegt nördlich des Zentrums Stuttgarts an der Grenze zum Stadtbezirk Feuerbach.
Der Stadtteil ist bekannt durch den dort gelegenen Höhenpark Killesberg sowie das ehemalige Stuttgarter Messegelände, welches 2007 durch das neue Messegelände auf den Fildern ersetzt wurde.
Der Name der Region Killesberg leitet sich von der mit 417 m Höhe, höchsten Erhebung der Feuerbacher Heide ab. Eine gesicherte Namensherkunft gibt es nicht. Es wird spekuliert, dass sich der Begriff aus Külle (keltisch: Bergnase, Kuppe) herleitet. Zeichnungen aus dem Jahr 1820 zeigen den Killesberg als gänzlich unbebauten Hügel, auf dem Weinanbau betrieben wurde.[1]
Östlich des abgebrochenen Messegeländes liegt die bekannte Weißenhofsiedlung von 1927 und westlich davon die Kochenhofsiedlung von 1933.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Dahlien im Höhenpark Killesberg
Alljährlich findet im Höhenpark Killesberg auf einer Fläche von ca. 2500 m² eine der größten frei zugänglichen Dahlien-Shows in Deutschland statt. Besucher können dabei zwischen 10.000 Dahlien in annähernd 200 Sorten wandeln. Von August bis September kann die Lieblings-Dahlie gewählt werden. Am letzten Tag der Ausstellung werden alle Dahlien geerntet und in Sträußen äußerst günstig zu gemeinnützigen Zwecken verkauft.
[Bearbeiten] Wohnlage
Die Wohnlage Killesberg am Nordhang zur Innenstadt gilt in Stuttgart seit den 1920er Jahren als eine der teuersten Adressen. Zahlreiche Villen und freistehende Wohnhäuser mit großen Gärten, viele mit Aussicht auf die Innenstadt, sind typisch für den Killesberg. Auf dem Gipfel des Killesbergs betreibt das Deutsche Rote Kreuz ein Altersheim.
Nach einer zur Gartenschau 1950 eröffneten Ausstellung wurde die sogenannte Killesbergsiedlung an die Käufer der Häuser übergeben und damit "eingeweiht". Die Siedlung liegt teilweise auf dem ehemaligen Gelände der Reichsgartenschau 1939 und wurde durch den im Siedlungsbau erfahrenen Architekten Helmut Erdle geschaffen.
Im Haus Feuerbacher Weg 46 lebte von 1959 bis 1963 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Theodor Heuss. Das Theodor-Heuss-Haus ist heute Besucherattraktion. Es beherbergt eine Ausstellung zu Heuss' Leben und Werk und der deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis in die 1960er Jahre.
[Bearbeiten] Zukunft Killesberg
Zur Nachnutzung des Areals um die alte Messe führte die Stadt Stuttgart den städtebaulichen Wettbewerb Zukunft Killesberg durch. Der jetzige Teil der Messehallen wurde dabei in 4 Zonen aufgeteilt. Im Bereich der Zone 1 soll das Stadtteilzentrum Forum Killesberg mit Handel und Dienstleistungen entstehen. Ein Kreativquartier mit Gründerzentrum ist für die Zone 2 geplant. Die Wohngebiete am Park entstehen auf der Zone 3 und 4. Insgesamt sollen auf dem Killesberg 450 Wohnungen gebaut werden. Aus dem Verkauf der in als sehr gut geltenden Wohnlage gelegenen Grundstücke erhofft sich die Stadt rund 50 Millionen Euro, die zur Finanzierung der neuen Messe gedacht sind. Auf dem Gelände der ehemaligen Messehallen 11 bis 14 betreibt die Augustinum gGmbH inzwischen ein Seniorenheim, das Augustinum Stuttgart Killesberg. Die gesamten Baukosten für dieses Projekt lagen, inklusive Grunderwerb, bei rund 70 Mio. €.
Das Parkhaus Rote Wand wurde im Herbst 2008 abgerissen. 2009 wurde das ehemalige Messegelände umgestaltet.[2][3] Schließlich soll der Höhenpark Killesberg durch eine Brücke mit der Feuerbacher Heide verbunden werden und so das grüne U, die einem U nachgeformte, über acht Kilometer lange Parklandschaft zwischen Innenstadt und Killesberg, vollendet werden.
Die Stadtbahnstrecken zum Killesberg (U 5 und U 12) bleiben bestehen, die Station trägt nun den Namen Killesberg (ohne Zusatz Messe).
Direkt neben dem TC Weißenhof ist an der Parlerstraße auch der Sportverein Prag Stuttgart 1899 e. V. beheimatet.
Weiteres zu den Baumaßnahmen auf dem Killesberg auch hier.
[Bearbeiten] Weblinks
- Pressemitteilung der Augustium gGmbH zum Neubau auf dem Killesberg.
- Kleinbahn | Multimedia
- Lichterfest | Multimedia
- Homepage des SV Prag Stuttgart 1899 e. V.
[Bearbeiten] Literatur
- Jörg Kurz, Der Killesberg, Ein Volkspark und seine Geschichte, HamppVerlag, Stuttgart, ISBN 3-936682-06-2 bzw.: ISBN 978-3-936682-06-9
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Jörg Kurz, S. 12
- ↑ Pressemitteilung der Stadt Stuttgart, 23. Januar 2009: OB Schuster gibt Startsignal zur Umgestaltung des Killesbergs
- ↑ Der Killesberg bekommt bis 2011 ein neues Gesicht Stuttgarter Zeitung, 4. Juli 2009
Innere Stadtbezirke: Stuttgart-Mitte | Stuttgart-Nord | Stuttgart-Ost | Stuttgart-Süd | Stuttgart-West
Äußere Stadtbezirke: Bad Cannstatt | Birkach | Botnang | Degerloch | Feuerbach | Hedelfingen | Möhringen | Mühlhausen | Münster | Obertürkheim | Plieningen | Sillenbuch | Stammheim | Untertürkheim | Vaihingen | Wangen | Weilimdorf | Zuffenhausen
