Plieningen

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Dieser Artikel behandelt den Ort Plieningen, zu anderen Begriffen siehe Plieningen (Begriffsklärung)

48.7019.2107Koordinaten: 48° 42′ N, 9° 13′ O

Landeshauptstadt Stuttgart
Stadtbezirk Plieningen
Stadtteil-Wappen Stadtkarte
Wappen des Stadtteils Plieningen
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Über dieses Bild
Liste der Stadtteile Stuttgarts
Eingemeindung: 1. April 1942
Höhe: 370 m ü. NN
Nr. Stadtbezirk
Stadtteil
Einwohner
(Stand 2009)
Fläche
Plieningen 13.035 13,07 km²
551 Plieningen 7.325 11,039 km²
552 Chausseefeld 1.213 6,9 ha
561 Steckfeld 2.115 26,2 ha
571 Asemwald 1.665 14,2 ha
581 Hohenheim 717 1,563 km²
Bevölkerungsdichte 997,3 Einw./km²
Postleitzahl: 70593–70599
Vorwahl: 0711
Adresse des
Bezirksrathauses:
Filderhauptstraße 155
70599 Stuttgart
Website (offizielle): www.stuttgart.de
Bezirksvorsteher: Edgar Hemmerich
Quelle: Datenkompass Stuttgart
Altes Rathaus, Heimatmuseum
Deutsches Landwirtschaftsmuseum

Plieningen ist der südlichste Stadtbezirk von Stuttgart, rund zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt auf der Filderebene gelegen. Das Schloss Hohenheim, ein Teil des Stuttgarter Flughafens und das Parkhaus der Messe Stuttgart liegen auf Plieninger Gemarkung.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Eine römische Jupitersäule (280 n. Chr.) an der Körsch sowie ein Gutshof und einige Funde erinnern an die römische Besiedelung. Die alte Heerstraße (Echterdinger Straße) sowie die Paracelsusstraße sind alte Römerstraßen.

Um 500 erfolgte die Besiedelung durch die Pleonungen. Um 600 entstand die Urkirche St. Martinus aus Holz mit die erste Kirche auf den Fildern. Im 12. Jahrhundert nahm ein Hugo von Plieningen an einem Kreuzzug nach Jerusalem teil, darauf sollen die im Wappen enthaltenen drei Rosen am Rosenzweig zurückzuführen sein. Seit dem 12. und 13. Jahrhundert sind die Herren von Plieningen u. a. in Plieningen, Esslingen, Göppingen und Kleinbottwar bezeugt. Der älteste Gewerbebetrieb Plieningens ist die Obere Seemühle aus dem 12. Jahrhundert im Körschtal.

1747 wurde das Alte Rathaus im Mönchhof erbaut. 1770 ließ Carl Eugen von Württemberg das neue Schloss Hohenheim auf dem Wasserschloss erbauen. In der Folge entstand die Nachbargemeinde Birkach als Straßendorf mit der Franziska-Kirche.

Bezirksrathaus Plieningen
Plieningen und Birkach wurden am 1. April 1942 nach Stuttgart zwangseingemeindet und dann als Stadtteile geführt.

Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde der Stadtbezirk Plieningen zunächst in die drei Stadtteile Plieningen, Hohenheim und Steckfeld aufgeteilt. Dieser wird in Personalunion mit dem Stadtbezirk Birkach, der zunächst aus den Stadtteilen Birkach und Schönberg bestand, verwaltet und hat mit diesem auch ein gemeinsames Bezirksrathaus in Plieningen (Garbe). Von 1968 bis 1972 entstand dann in Plieningen der neue Stadtteil Asemwald, so dass der Stadtbezirk Plieningen vier Stadtteile hatte. Das Ende der 1990er Jahre entstandene Wohngebiet Chausseefeld wurde bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 offiziell als eigner Stadtteil von Plieningen festgelegt, so dass sich seither der Stadtbezirk Plieningen in die fünf Stadtteile Plieningen, Asemwald, Chausseefeld, Hohenheim und Steckfeld gliedert.

[Bearbeiten] Verkehr

Über zwei Landesstraßen ist Plieningen direkt an die A 8 (Karlsruhe–München), die B 27 (Stuttgart–Tübingen), den Flughafen und an die Messe angebunden.

Den öffentlichen Personennahverkehr auf der Schiene bedient die Stadtbahnlinie U3 von Plieningen über Möhringen nach Vaihingen. Sie verkehrt heute auf der einstigen Bahnstrecke Stuttgart-Möhringen–Stuttgart-Hohenheim die 1888 von der Filderbahn-Gesellschaft eröffnet wurde und im Laufe der Jahre von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) übernommen wurde. Die Stadtbahn hält jedoch nur am Rande Plieningens, als Zubringer dienen mehrere überörtliche Buslinien. So verkehren im Stadtbezirk die SSB-Buslinien 65 (Plieningen–Obertürkheim), 70 (Plieningen–Hoffeld), 73 (Degerloch–Neuhausen), 74 (Degerloch–Nürtingen), 75 (Degerloch–Walddorf) und 76 (Degerloch–Stetten) sowie die Buslinie 122 der END Verkehrsgesellschaft (FlughafenEsslingen).

Schloss Hohenheim
Martinskirche Plieningen

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Helisäus Röslin (1545-1616), Mediziner, Astrologe, Chronologe und Geograph
  • Christian Gottlieb Göz (1746 - 1803), Pfarrer in Plieningen und Hohenheim

[Bearbeiten] Literatur/Heimatbücher

  • Reinhard Breymayer: Der endlich gefundene Autor einer Vorlage von Schillers "Taucher": Christian Gottlieb Göz (1746 - 1803), Pfarrer in Plieningen und Hohenheim, Freund von Philipp Matthäus Hahn? In: Blätter für württembergische Kirchengeschichte 83/84 (1983/1984). Stuttgart [1985], S. 54 - 96.
Plieningen heute

[Bearbeiten] Weblinks

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