Rotenberg (Stuttgart)

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Wappen von Rotenberg
Wappen von Stuttgart
Rotenberg
Stadtteil von Stuttgart
Karte
Koordinaten 48° 47′ 0″ N, 9° 16′ 17″ O48.78339.2715Koordinaten: 48° 47′ 0″ N, 9° 16′ 17″ O
Fläche 1,262 km²
Einwohner 719 (2011)
Bevölkerungsdichte 570 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Mai 1931
Postleitzahl 70327
Vorwahl 0711
Stadtbezirk Untertürkheim
Quelle: Datenkompass Stuttgart
Altes Schulhaus
Dorfkirche Rotenberg

Rotenberg ist ein Stadtteil von Stuttgart und gehört zum Stuttgarter Stadtbezirk Untertürkheim. Er grenzt an den Stadtbezirk Obertürkheim (Uhlbach) und die Nachbargemeinde Fellbach.

Blick vom Kappelberg über Rotenberg. Im Hintergrund der Flughafen Stuttgart

Geschichte[Bearbeiten]

Rotenberg 1685, Forstlagerbuch von Andreas Kieser

Das Dorf Rotenberg (früher auch „Rothenberg“) wird 1248 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Jahrhunderte prägte die wehrhafte Burg Wirtemberg, die Stammburg der Württemberger, das Bild zwischen der freien Reichsstadt Esslingen am Neckar und der Residenzstadt Stuttgart, ehe sie im Jahre 1819 auf Beschluss des damaligen Königs Wilhelm I. vollständig abgetragen wurde. An ihrer Stelle ließ er ein prachtvolles Mausoleum, die Grabkapelle auf dem Württemberg, für seine früh verstorbene zweite Frau, die Zarentochter Katharina Pawlowna, erbauen.

1907 wurde der Berg Rotenberg mit der Grabkapelle durch König Wilhelm II. offiziell in Württemberg umbenannt.

1931 verlor Rotenberg seine Selbstständigkeit und wurde als zwölfte Gemeinde nach Stuttgart eingemeindet. Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke 1956 wurde Rotenberg dem Stadtbezirk Untertürkheim zugeordnet.

Wohnlage[Bearbeiten]

Die Wohnlage gilt in Stuttgart als eine der teuersten Adressen. Charakteristisch für das Wohngebiet ist die exponierte Aussichtslage und begrenzte Bebauungsmöglichkeiten. Zahlreiche Prominente, darunter ein Fußballspieler des VfB Stuttgart, wohnen in Stuttgart-Rotenberg.[1][2]

Museen[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Priesterhaus und Ökonomiegebäude von Giovanni Salucci unterhalb der Grabkapelle
  • Denkmalgeschütztes Ortsbild mit Fachwerkhäusern
  • Josua-und-Kaleb-Brunnen
  • Sühnekreuz von 1724 am Schäferlesweg
  • Schwäbische Barock-Dorfkirche mit Zwiebelturm von 1754
  • Aussichtspunkt/Freizeitpark Egelseer Heide
  • Kelter der Weingärtnergenossenschaft Collegium Wirtemberg - Weingärtner Rotenberg & Uhlbach e.G.

Siehe auch Weinbau in Stuttgart und Württemberger Weinstraße

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1926 - Alexander Beutter, Pfarrer, Musikgelehrter (1862–1952)

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Weinfest im August in der Kelter
  • Rotenberger Käskipperfest, jährlich am ersten Juli-Wochenende

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Spitzname Käskipper für die Rotenberger wird gerne aus dem Neid der Nachbargemeinden auf die Privilegien durch die Nähe zur Stammburg der Württemberger erklärt - die Nachbarn bezeichneten den Wirtemberg, den Stolz der Rotenberger, daher gerne als Käsbuckel. Ursprünglich geht die Bezeichnung aber auf die Vorliebe der Rotenberger für den "Luckeleskäs" ("Luckele": kleine Hühnchen, die man mit dem Käse fütterte) zurück, einen einfachen Quark- und Milchkäse. Der auch "Heähleskäs" genannte Käse wurde aus einem Topf auf ein Holzbrett gekippt, mit Kümmel und Salz angemacht und zu Brot und Wein verzehrt.
  • Stuttgart-Rotenberg gehört zum Kreis der Oberen Neckarvororte und hat somit seit Februar 2008 einen Jugendrat.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wurster, Otto: Eßlinger Heimatbuch für Stadt und Umgebung. Eßlingen 1931. Darin: Rotenberg (S. 202-305).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stuttgart-Rotenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fotos[Bearbeiten]

Rotenberg
360°-Panorama auf dem Württemberg (3. Oktober 2010)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maira Schmidt: Bauen in Rotenberg: Villen am Rand der Weinberge. Stuttgarter Zeitung, 24. August 2012, abgerufen am 30. Mai 2014.
  2. Stuttgart-Rotenberg bei City Sam