Stuttgarter Zeitung
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Die Stuttgarter Zeitung (StZ) ist die führende Tageszeitung Baden-Württembergs mit einer verkauften Auflage von rund 150.000 Exemplaren. Sie ist eine der großen Regionalzeitungen mit überregionalem Qualitätsanspruch. Das bedeutet, dass das Informationsangebot mit den überregionalen Zeitungen konkurriert, dass aber zugleich deutliche regionale und lokale Schwerpunkte gesetzt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, unterhält die Stuttgarter Zeitung im überregionalen Bereich eine Redaktion und ein Netz von Korrespondenten. Die StZ versteht sich als unabhängige, überparteiliche und demokratische Tageszeitung. Als einzige Tageszeitung berichtet sie regelmäßig aus allen Landesteilen Baden-Württembergs. Dabei sieht sie sich als Autorenzeitung. Sie bevorzugt eine unaufgeregte Tonlage und möchte "Aufklärung ohne erhobenen Zeigefinger" betreiben. Meinungsbildung und das Vertrauen auf die Urteilskraft ihrer Leserschaft sind für die Stuttgarter Zeitung von großer Bedeutung. Das Seitenlayout ist linear und schnörkellos, um Übersichtlichkeit und Klarheit herzustellen. Das Erscheinungsbild der Zeitung wurde 1948, 1978 und 1998 behutsam modernisiert. Chefredakteur ist seit dem 1. Januar 2008 Joachim Dorfs, der zuvor stellvertretender Chefredakteur des Handelsblatts war.
Die Stuttgarter Zeitung Anzeigengemeischaft ist Basiswerbeträger im Ballungsraum Stuttgart und ebenso der führende Anzeigenmarkt in Baden-Württemberg.
Der Sitz der StZ ist das Pressehaus Stuttgart, Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart (Möhringen).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte der Stuttgarter Zeitung beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg: Nach dem Ende des Nationalsozialistischen Unrechtsregimes durften die alten Zeitungen vier Jahre lang nicht erscheinen. Die StZ sieht sich in der Tradition des Neuen Stuttgarter Tagblatts fort, das während dieser Zeit eingestellt wurde.
Die Druckereien und Verlage wurden beschlagnahmt. Die westlichen Besatzungsmächte vergaben an politisch unbelastete Bürger Lizenzen zur Herausgabe von Zeitungen und stellten ihnen die beschlagnahmten Maschinen zur Verfügung. Dabei achteten die Besatzungsmächte auch darauf, dass die großen politischen Richtungen vertreten waren.
Die Stuttgarter Zeitung wurde zunächst von drei Lizenzträgern verlegt: Dr. Josef Eberle, Dr. Karl Ackermann und Henry Bernhard. Am 18. September 1945 erschien die erste Ausgabe. Nach manchem Wechsel bei den Lizenzträgern, wobei die ausscheidenden andere Blätter übernahmen, blieb schließlich neben Erich Schairer, der 1956 verstarb, nur Josef Eberle als Herausgeber bis 1972 bei der Stuttgarter Zeitung.
[Bearbeiten] Verlag
Die Stuttgarter Zeitung beziehungsweise ihr Verlag, die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, gehört zu 100 % der Südwestdeutschen Medien Holding GmbH (SWMH), der Obergesellschaft der Zeitungsgruppe Stuttgart. Bis Anfang 2007 waren die Erben von Erich Schairer, einem der Mitherausgeber der ersten Nachkriegsjahre, zu 25 % beteiligt, diese verkauften ihre Anteile zum 1. Januar 2007 an die SWMH.[1] An der SWMH sind mit je 44,36 Prozent die Medien-Union GmbH Ludwigshafen und die „Gruppe Württembergischer Verleger“ beteiligt; den Rest der Anteile teilen sich acht weitere Gesellschafter.
Die SWMH ist unter anderem mit 80 Prozent an den Stuttgarter Nachrichten beteiligt. 2002 beteiligte sie sich mit 18,75 % am Süddeutschen Verlag, München (Süddeutsche Zeitung). Zum 29. Februar 2008 verkauften vier Gesellschafterfamilien ihre Anteile am Verlag der Süddeutschen Zeitung an die Südwestdeutsche Medien Holding, die damit ihren Anteil auf insgesamt 81,25 % aufstockte.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
Die Redaktion der Stuttgarter Zeitung ist mit einer Vielzahl von bedeutenden Journalistenpreisen ausgezeichnet worden. In jüngster Zeit erhielt der politische Korrespondent der „Stuttgarter Zeitung“, Stefan Geiger, sowohl den von den Gesellschaftern des Süddeutschen Verlags gestifteten Herbert-Riehl-Heyse-Preis 2005 für seinen Essay Eigentum verpflichtet. Aber wozu verpflichtet es? als auch den Theodor-Wolff-Preis 2006. Diesmal für seinen Essay „Keine Freiheit ohne Gleichheit – und umgekehrt“. Michael Ohnewald, Reporter in der Regionalredaktion, wurde 2003 mit dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Lokales ausgezeichnet und kam beim Wächterpreis der deutschen Tagespresse 2006 auf den zweiten Platz. Das Layout der StZ wurde zwischen 2003 und 2007 jährlich in unterschiedlichen Kategorien mit dem European Newspaper Award ausgezeichnet
[Bearbeiten] Erich-Schairer-Preis
Im Gedenken an Erich Schairer, den politisch engagierten Journalisten, Herausgeber der Sonntags-Zeitung und späteren Mitherausgeber der Stuttgarter Zeitung, wird jährlich von der Erich-Schairer-Journalistenhilfe e. V. und der Stuttgarter Zeitung ein Förderpreis für junge Journalistinnen und Journalisten ausgeschrieben.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ StZ-Mitteilung über die Änderung der Eigentümerstruktur:http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1355957 (Link defekt)

