Stutz

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Dieser Artikel behandelt den Automobilhersteller. Für weitere Bedeutungen siehe Stutz (Begriffsklärung).
Stutz Vertical Eight AA Limousine (1927)
Stutz DV-32 Cabriolet (1930)

Die Stutz Motor Car Co., später wieder gegründet als Stutz Motor Car of America, war ein Hersteller luxuriöser Automobile. Ihr Gründer Harry C. Stutz, der zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr im Unternehmen tätig war, verstarb bereits im Jahr 1930.

Geschichte[Bearbeiten]

Stutz Motor Company (1898–1939)[Bearbeiten]

Stutz-Rennwagen in Elgin (1912)
Stutz Blackhawk (1929)

Schon seit dem Jahr 1898 beschäftigte sich der Kutschenbauer Harry Stutz mit dem Bau von Prototypen motorisierter Kutschen. Nachdem er sich im Laufe der Jahre immer stärker mit dieser Thematik befasst hatte, gründete er 1911 in Indianapolis die Ideal Motor Company. Noch im selben Jahr setzte er einen Wagen bei den 500 Meilen von Indianapolis ein, der auf einen respektablen elften Platz kam. Im Jahre 1913 benannte Stutz seine Firma in Stutz Motor Car um. In den folgenden Jahren beschäftigte sich Stutz mit der Weiterentwicklung seines Roadsters, den er Bearcat nannte, und erzielte weitere Erfolge. Um den steigenden Kapitalbedarf, der sich aus dem Bau einer neuen Produktionsstätte sowie den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ergab, decken zu können, wandelte Stutz seine Firma 1916 in eine Aktiengesellschaft um. 1919 wurde die Firma von ihrem Hauptanteilseigner Allan Ryan übernommen. Dieser musste jedoch zwei Jahre später Insolvenz anmelden, und die Firma wurde von einer Gruppe von Finanzinvestoren übernommen. Moskowics, der die Leitung übernahm, leitete einen Kurswechsel ein. Die Produktion von Roadstern wurde zu Gunsten von luxuriösen Limousinen eingestellt, von denen in den folgenden Jahren mehrere Modelle präsentiert wurden. 1929 wurde mit dem Blackhawk das letzte Modell unter Moskowics’ Führung fertiggestellt, der die Geschäfte an Edgar Gorrell abgab. Die Weltwirtschaftskrise trieb die Gesellschaft an den Rand des finanziellen Ruins. Die Geschäfte konnten jedoch noch bis 1939 fortgeführt werden, bevor letztlich Insolvenz angemeldet wurde. Im letzten Produktionsjahr wurden gerade noch sechs Autos gefertigt.

Stutz Motor Car of America (1968–1987)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stutz Motor Car of America

James O’Donnell ließ im Jahre 1968 den Markennamen Stutz mit dem neu gegründeten Unternehmen Stutz Motor Car of America wieder aufleben. 1970 präsentierte er den auf einem Pontiac-Chassis basierenden und von Virgil Exner gestalteten Stutz Blackhawk, der in fünf verschiedenen Serien hergestellt wurde. Es handelte sich dabei um keine Replika, sondern ein Design mit Elementen der 1930er Jahre mit zeitgenössischen Komponenten.

Im Laufe der Jahre folgten die Cabriolets Bearcat und d’Italia, die Limousinen Duplex, IV Porte und Victoria sowie die Repräsentationsfahrzeuge Diplomatic und Royale.

Die „New Stutz“, wie O’Donnell seine Fahrzeuge nannte, waren die teuersten amerikanischen Automobile ihrer Zeit. Zwischen 1970 und 1988 entstanden insgesamt etwa 600 Fahrzeuge, die meisten von ihnen Blackhawk Coupés. Vom Diplomatic wurden gerade sieben Exemplare gebaut (sechs von ihnen gingen nach Saudi-Arabien), vom Royale nur drei Exemplare (zwei davon für den König von Saudi-Arabien). 1987 wurde die Produktion endgültig eingestellt.

Bekannte Stutz-Besitzer[Bearbeiten]

Fiktive Stutz-Besitzer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stutz Fahrzeuge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien