Suchoi Su-35

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Suchoi Su-35
Sukhoi Su-35S in 2009 (2).jpg
Su-35S, der zweite Entwurf der Su-35
Typ:
Entwurfsland:
Hersteller: Suchoi
Erstflug:
  • Su-27M/Su-35: 28. Juni 1988
  • Su-35S: 19. Februar 2008
Indienststellung: In der Flugerprobung
Produktionszeit: Seit 2009 in Serienproduktion[1]
Stückzahl:
  • Su-27M/Su-35: 15
  • Su-35S: 22 (Stand: Feb. 2014)[2]

Die Suchoi Su-35 (russisch Сухой Су-35, NATO-Codename: Flanker-E) ist die Bezeichnung für zwei verschiedene, stark aufgerüstete Versionen der Su-27 „Flanker“. Die Modelle stellen die leistungsfähigsten Modelle der Flanker-Familie dar, weshalb auch teilweise die Bezeichnung „Super Flanker“ verwendet wird.

Die erste Variante wurde bereits in den 1980er Jahren in der Sowjetunion entwickelt. Die zunächst als Su-27M bezeichnete Version verfügte über eine überarbeitete Flugzelle, Entenflügel, ein vergrößertes Radom für das N-011-Radar sowie eine verbesserte Avionik. Die finanziellen Probleme des russischen Staates in den 1990er Jahren sowie fehlende Exportnachfragen führten dazu, dass der erste Su-35-Entwurf trotz zahlreicher Prototypen nie bis zur Serienreife entwickelt wurde. Einige Maschinen wurden von der russischen Kunstflugstaffel „Russkije Witjasi“, Russische Recken, genutzt.

Im Jahr 2003 begann Suchoi erneut damit, die Su-27 umfangreich zu modernisieren, um eine Übergangslösung zum PAK FA zu schaffen. Dabei wurden die Entenflügel und die Luftbremse des ersten Su-35-Entwurfes weggelassen, die Zelle verstärkt sowie die Avionik und das Radar verbessert. Die leistungsstärkeren Triebwerke verfügen über eine Schubvektorsteuerung und sollen Überschallgeschwindigkeiten ohne Nachbrenner ermöglichen. Die russische Luftwaffe bestellte insgesamt 48 Maschinen, die als Su-35S bezeichnet werden.[3] Suchoi plante ursprünglich mit einer Exportnachfrage von rund 160 Maschinen, konnte aber bisher keinen einzigen Erfolg aufweisen.

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten]

Su-35 bei der russischen Kunstflugstaffel „Russkije Witjasi“

Erster Entwurf[Bearbeiten]

Noch bevor die Su-27 „Flanker“ in Dienst gestellt wurde, dachte man bei Suchoi darüber nach, aus diesem Typ eine ganze Flugzeugfamilie zu entwickeln. Diese sollte aus einem Langstreckenabfangjäger, einem Luftüberlegenheitsjäger, einem Jagdbomber und einem Mehrzweckkampfflugzeug bestehen. Suchoi nannte die Serie 30, wobei die Su-35 den Luftüberlegenheitsjäger darstellt.

Su-35-Prototyp T-10M-1 im Luftwaffenmuseum Monino

Mit den Arbeiten an der Super Flanker (noch als Su-27M oder intern T-10M bezeichnet) begann man 1984, so dass bereits am 28. Juni 1988 der erste (T-10M-1) von insgesamt zehn Prototypen zu seinem Jungfernflug abhob. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die nun als Su-35 bezeichnete Maschine (dies war der dritte Prototyp T-10M-3) 1992 bei der Farnborough International Airshow.[4] Dabei stellte sich heraus, dass die Maschine grundlegend weiterentwickelt worden war. So unterscheidet sich die Super Flanker äußerlich von ihren Vorgängern durch die Entenflügel und ein viel größeres Radom. Bei der Weiterentwicklung wurde der Schwerpunkt auf größere Wendigkeit gelegt, um so die Kampfkraft zu steigern. Deshalb wurde die Stabilität der Maschine reduziert und gleichzeitig erstmals eine digitale elektrische Steuerung eingebaut. In Kombination mit den Entenflügeln wurde die Maschine deutlich agiler als die sehr stabil fliegende Su-27. Der Trockenschub der Triebwerke wurde erhöht, jedoch nicht ausreichend für eine Supercruisefähigkeit der Maschine. Auch konnte der Treibstoffverbrauch gesenkt werden, er blieb jedoch im Vergleich zu amerikanischen und europäischen Triebwerken weiterhin sehr hoch. Die Begrenzung des Anstellwinkels konnte auf 30° erhöht werden und die Verwendung von Verbundmaterialien und Aluminium-Lithium-Legierungen erlaubte das Gewicht in annehmbaren Grenzen zu halten.

In dem stark vergrößerten Radom wurde das Mehrbereichsradar N-011 untergebracht, dessen Reichweite für Ziele mit einer Radarrückstrahlfläche von 3 m² mit 160 km angegeben wird. Es kann bis zu 20 Ziele orten und erlaubt, sechs davon gleichzeitig zu bekämpfen. Die Super Flanker war auch mit einem nach hinten gerichteten Radar ausgestattet, dessen Reichweite mit bis zu 50 km angegeben wird, wobei die Zielgröße unklar bleibt. Theoretisch könnten damit auch nach hinten abgefeuerte Lenkwaffen gesteuert werden. An den Flügelspitzen wurden die ECM-Systeme untergebracht.

Von der Su-35 wurden insgesamt zehn einsitzige Prototypen sowie zwei weitere Su-35UB-Doppelsitzer für Trainingszwecke gebaut. Ein elfter Prototyp (T-10M-11) wurde mit einer 2D-Schubvektorsteuerung ausgestattet und erhielt die Bezeichnung Su-37 Terminator.

Zweiter Entwurf[Bearbeiten]

Nachdem der erste Entwurf der Su-35 keinerlei Exporterfolge aufweisen konnte, begann man 2003 mit der Entwicklung einer neuen Su-35.[5] Die Su-35S wurde 2007 vorgestellt und absolvierte ihren Erstflug am 19. Februar 2008.[6] Die Maschine basiert auf der Su-27SM, weshalb die russische Luftwaffe auch zunächst die Bezeichnung Su-27SM2 verwendete. Während der Flugerprobung kam es am 14. April 2009 zum Verlust des dritten Prototyps. Der Testpilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und blieb unverletzt.[7] Dennoch konnte Ende 2009 mit der Serienproduktion für die russischen Luftstreitkräfte begonnen werden. Diese planten zunächst die Anschaffung von 24 bis 36 Maschinen.[8] Zur MAKS 2009, auf der die Su-35S auch vorgeführt wurde, bestellte die russische Luftwaffe schließlich 48 Maschinen, die zwischen 2012 und 2015 geliefert werden sollen.[9] Im Sommer 2014 folgte ein weiterer Vertrag über die Lieferung von zusätzlichen 56–64 Maschinen. Somit beläuft sich die Anzahl der für die russische Luftwaffe bestellen Maschinen vorerst auf 104–112.[10] Die erste Serienmaschine startete am 3. Mai 2011 in Komsomolsk am Amur mit Sergej Bogdan am Steuer zu ihrem Erstflug.[11]

Konstruktion und Technik[Bearbeiten]

Su-35S auf der MAKS 2009

Flugzelle[Bearbeiten]

Die Standard-Flugzelle der Su-27-Serie wurde größtenteils beibehalten, um dieselbe aerodynamische Konfiguration wie bei der Su-27 zu erhalten.[5] Die Änderungen umfassten die häufigere Verwendung von Titanlegierungen, um die Zelllebensdauer auf 6000 Stunden zu erhöhen, ohne das Leergewicht exzessiv ansteigen zu lassen. Alle 1500 Flugstunden ist dabei eine Überholung notwendig. Die Luftbremse wurde entfernt, deren Aufgabe wird nun durch die gegenläufige Bewegung von Steuerflächen übernommen. Da sich trotzdem ein Anstieg des Leergewichtes nicht vermeiden ließ, wurde das Fahrwerk verstärkt und das Bugfahrwerk mit einem Doppelrad ausgerüstet. Die interne Treibstoffkapazität wurde auf 11.500 kg erhöht. Zur Luftbetankung befindet sich auf der linken Seite der Cockpits eine ausklappbare Betankungssonde.[5] Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit wurde ein vierfach redundantes Fly-by-Wire-System vom Typ KSU-35 von MNPK Avionika eingebaut, welches den Kampfjet auch automatisch austrimmt. Erstmals wurde bei einer Serienmaschine der Flanker-Serie die effektive Radarrückstrahlfläche (RCS) reduziert. So wurde die Cockpithaube mit einer reflektierenden Beschichtung versehen, und von vorne sichtbare Kanten mit magnetischem Absorbermaterial beschichtet. Die Kompressorschaufeln und Lufteinlässe der Triebwerke wurden ebenfalls beschichtet, wodurch der RCS der Einläufe gegenüber der Su-27 deutlich gesenkt werden konnte.[12]

Cockpit[Bearbeiten]

Das Cockpit wurde vollständig überarbeitet und ist nun als EFIS ausgelegt. Es besteht hauptsächlich aus zwei großen MFI-35-Farbdisplays mit einer Abmessung von jeweils 229 × 305 mm und je 1400 × 1050 Pixeln, auf denen Sensor- und Flugdaten abgebildet werden können. An den Rändern der Bildschirme befinden sich Eingabetasten, zusätzlich wurde das HOTAS-Konzept verwirklicht. Das Head-up-Display vom Typ IKSh-1M besitzt ein Sichtfeld von 20 × 30°. Der Pilot sitzt auf einem Swesda-K-36D-3.5E-Schleudersitz mit Null-Null-Fähigkeit.

Avionik[Bearbeiten]

Das Irbis-E-Radar

Hauptsensor ist das mechanisch nachgeschwenkte passive Phased-Array-Radar Irbis-E (Schneeleopard), das auf dem N011M Bars der Su-30MKI basiert, einen Antennendurchmesser von 900 mm aufweist und im X-Band sendet. Das Problem des Leistungsverlustes bei elektronischen Schwenkwinkeln von über 40° konnte gelöst werden, so dass nun der volle Schwenkbereich von ±60° in Elevation und Azimut ausgenutzt werden kann. Da die mechanische Nachführung beibehalten wurde, kann die Antenne noch um ±60° im Azimut geschwenkt und um 120° gedreht werden. Der Prozessor zur Signalverarbeitung wurde durch den Solo-35-Digitalrechner ersetzt, was es ermöglicht, bis zu 30 Ziele im Track-While-Scan-Modus zu verfolgen und acht davon gleichzeitig zu bekämpfen.[5] Im Luft-Boden-Modus können vier Ziele verfolgt und zwei davon gleichzeitig bekämpft werden.[13] Die ursprüngliche 7-kW-Wanderfeldröhre des Bars wurde durch zwei 10-kW-Röhren ersetzt. Das nutzbare Frequenzband soll sich gegenüber dem Bars verdoppelt haben. Die offizielle Ortungsreichweite wird mit 90 km gegen ein Ziel mit einer Radarrückstrahlfläche von 0,01 m² angegeben.[5] Da dies etwa der Ortungsreichweite einer E-3 Sentry ohne RISP-Upgrade entspricht, sind die Angaben sehr unglaubwürdig. Wird dagegen der Antennengewinn des Bars und dessen Pulsleistung von 4,8 kW bei 7 kW Einspeisung als Referenz genommen, kann für das Irbis-E bei gleichen Verlusten eine Pulsleistung von 13,7 kW errechnet werden. Wird die Ortungsreichweite von etwa 140 km für ein Ziel mit einem RCS von 1 m² für das Bars als Referenz genommen, kann über die Radargleichung eine Ortungsreichweite von 182 km errechnet werden. Wie alle Maschinen der Flanker-Serie hat auch die SU-35BM ein Heckradar, um das Situationsbewusstsein des Piloten zu verbessern. Dieses NIIP N012 wurde von der SU-27/30 übernommen und erreicht eine Ortungsreichweite von 20 NM (37 km) gegen ein Ziel mit einer Radarrückstrahlfläche von 1 m².[14] Das Radar scannt dabei ±60° in Azimut und Elevation und dient auch zur Koordination von aktiven und passiven Gegenmaßnahmen.[15]

Der OLS-35 besteht aus einem Infrarotsensor, einer Videokamera sowie einem Laserentfernungsmesser und befindet sich vorne rechts vor dem Cockpit. In einem Suchbereich von ±90° im Azimut und +60/−15° in der Elevation können bis zu vier Luftziele gleichzeitig verfolgt werden. Die Ortungsreichweite gegen Unterschallziele wird mit 50 km im Anflug und 90 km in der Verfolgung angegeben. Der Laserentfernungsmesser wird verwendet, um einzelne Ziele exakt zu verfolgen. Die Messgenauigkeit gegenüber Luftzielen in 20 km und Bodenzielen in 30 km Entfernung liegt bei ±5 Metern.[5]

Für elektronische Gegenmaßnahmen können Störbehälter vom Typ SAP-518 an die Flügelspitzen montiert werden, welche im Frequenzbereich von 5 bis 18 GHz arbeiten. Die Antennen der Radarwarner (ESM) L150 von Pastel in Omsk befinden sich links und rechts des Leitwerks und seitlich an den Lufteinläufen. Sie decken den Frequenzbereich von 1,2 bis 40 GHz ab und erlauben eine auf 5° genaue Ortung. Zusätzlich ergänzen ein auf Infrarotbasis arbeitender Raketendetektor mit sechs Sensoren, der den gesamten Luftraum im Umkreis von 30 km abdecken soll, und ein Laserwarnsystem mit zwei Sensoren die Selbstschutzausrüstung.[16] Exportmaschinen der Su-30-Serie wie die Su-30MKM sind beispielsweise mit dem Raketendetektor MAW-300 von Saab Avitronics ausgestattet.[17]

Triebwerke[Bearbeiten]

117S-Triebwerke von hinten

Als Antrieb werden zwei 117S-Mantelstromtriebwerke von Saturn eingesetzt. Aufgrund der eingeschränkten Budgets der russischen Luftwaffe wurde die Entwicklung des Triebwerkes von den Firmen Suchoi (40 %), Saturn (30 %) und UMPO (30 %) aus eigenen Mitteln getragen.[5] Das Triebwerk basiert auf dem AL-31F. Dabei wurde der Fan um 3 % von 903 mm auf 932 mm vergrößert, neue Hoch- und Niederdruckturbinen eingebaut und ein neues FADEC installiert. Die Schubvektordüse basiert auf dem AL-31FP und kann den Abgasstrahl mit einer Rate von 30 °/s um ±15° in einer Achse umlenken. Gegenüber dem Ausgangsmodell konnte die Lebensdauer des Triebwerks von 1500 Stunden auf 4000 Stunden mehr als verdoppelt werden. Der MTBO-Wert konnte von 500 auf 1000 Stunden erhöht werden, wobei die Zeit bis zur ersten Überholung 1500 Stunden beträgt.[5] Der MTBO-Wert der Schubvektordüse konnte dem Triebwerk angepasst werden, nachdem die Düsen der Su-30MKI bereits alle 500 Stunden überholt werden müssen. Die Schubkraft pro Triebwerk wird von KnAAPO in der Werbebroschüre mit 8800 kp trocken und 14.000 kp nass sowie 14.500 kp im „special mode“ angegeben.[13]

Es gibt von Suchoi oder KnAAPO keine Aussage, dass die Su-35S mit diesem Triebwerk ohne Nachbrenner Überschallgeschwindigkeit erreichen kann.[13] Laut Igor Dyomin, dem Leiter des Su-35-Projektes, erreichte die Su-35S aber mit diesen Triebwerken bei den ersten Flugtests ohne Einsatz des Nachbrenners Überschallgeschwindigkeit. Die endgültige Geschwindigkeit sowie die möglichen Waffenaufhängungen sollten in weiteren Tests ermittelt werden.[18]

Varianten[Bearbeiten]

Zweisitzige Su-35UB
Su-27M/Su-35
Prototypserie eines einsitzigen Luftüberlegenheitsjäger.
Su-35UB
Zweisitzige Version der Su-35.
Su-35S
Modernisierter Mehrzweckjäger.
Su-35BM
Interne Herstellerbezeichnung der Su-35S.
Su-37
Hauptartikel: Suchoi Su-37
Version der Su-35 mit stärkeren AL-37FU-Triebwerken und einer 3D-Schubvektorsteuerung.

Militärische Nutzer[Bearbeiten]

22 × Su-35S, seit Dezember 2013
24 × Su-35S, laut chinesischen Angaben bestellt im März 2013.[19] Russische Medien dementierten die Bestellung anschließend.[20]

Technische Daten[Bearbeiten]

Su-35S auf der MAKS 2009
Su-35S beim Manövrieren
Su-35S bei einer Flugvorführung
Kenngröße Daten der Su-27M/Su-35 Daten der Su-35S
Typ: Luftüberlegenheitsjäger Mehrzweckkampfflugzeug
Länge: 22,18 m 21,94 m
Flügelspannweite: 14,70 m 15,30 m
Tragflügelfläche: 62,04 m² 62,04 m²
Flügelstreckung: 3,48 3,77
Tragflächenbelastung:
  • minimal (Leergewicht): 297 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 430 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 548 kg/m²
  • minimal (Leergewicht): 306 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 408 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 556 kg/m²
Höhe: 6,32 m 5,93 m
Leergewicht: 18.400 kg ca. 19.000 kg
normales Startgewicht: 26.700 kg 25.300 kg
maximales Startgewicht: 34.000 kg 34.500 kg (mit Überlast: 38.800 kg)
maximale Treibstoffkapazität: 7.500 kg (intern) 11.500 kg (intern)
Kraftstoffverhältnis: 0,29 0,38
Belastungen: −3g bis +9g −3g bis +9g
Höchstgeschwindigkeit:
  • 2.095 km/h bzw. Mach 2,00 (auf 10.975 m)
  • 1.396 km/h bzw. Mach 1,14 (auf Meereshöhe)
  • Mach 2,25 (in 11.000 m Flughöhe)[21]
  • ca. 1.400 km/h bzw. Mach 1,14 (auf Meereshöhe)
Dienstgipfelhöhe: ca. 18.000 m 19.000 m[22]
maximale Steigrate: k. A. 280 m/s[21]
Einsatzradius: k. A. 1.580 km
maximale Flugreichweite: 3.680 km 4.500 km
Triebwerke: zwei Saturn/Ljulka-AL-31FM-Mantelstromtriebwerke zwei Saturn-117S-Mantelstromtriebwerke
Schubkraft:
  • mit Nachbrenner: 2 × 122,60 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × 79,43 kN
  • mit Nachbrenner: 2 × 142,97 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × 86,27 kN
Schub-Gewicht-Verhältnis:
  • maximal (Leergewicht): 1,36
  • nominal (normales Startgewicht): 0,94
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,74
  • maximal (Leergewicht): 1,53
  • nominal (normales Startgewicht): 1,15
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,84

Bewaffnung der Su-27M/Su-35[Bearbeiten]

Festinstallierte Bewaffnung im Bug
Waffenzuladung von 8.000 kg an 14 Außenlaststationen
Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 2 × Startschienen für je 1 × Nowator KS-172 Mod.1 / Mod. 2 AAM-L (R-72) – radargesteuert für Ultralangstrecken
  • 6 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27ER (AA-10C „Alamo“) – halbaktiv radargelenkt für Langstrecken
  • 2 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27ET (AA-10D „Alamo“) – infrarotgesteuert für Mittelstrecken
  • 6 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27R (AA-10 „Alamo“) – halbaktiv radargelenkt für Mittelstrecken
  • 6 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27T (AA-10 „Alamo“) – infrarotgesteuert für Mittelstrecken
  • 6 × AAKU/APU-170-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-77MP (AAM-AE bzw. AA-12 „Adder“) – radargelenkt für Langstrecken
  • 6 × P-12-1-D-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-73E / R-74 (RWW-MD oder AA-11 „Archer“) – infrarotgesteuert für Kurzstrecken
Marschflugkörper
Luft-Boden-Lenkflugkörper
Gelenkte Bomben
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500KR (fernsehgelenkte 500-kg-Bombe)
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500S-E (satellitennavigationsgelenkte 500-kg-Bombe)
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500L (lasergelenkte 500-kg-Bombe)
Externe Behälter
  • 3 × Zusatztanks für je 3.000 Liter Kerosin
  • 1 × Tekon/Elektron-APK-9E-Datenübertragungsbehälter für Ch-29, Ch-59
  • 1 × EloKa- und Aufklärungsbehälter

Bewaffnung der Su-35S[Bearbeiten]

Festinstallierte Bewaffnung im Bug
Waffenzuladung von 8.000 kg an zwölf Außenlaststationen
Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 5 × RWW-BD – Langstrecken-Luft-Luft-Raketen
  • 8 × Wympel R-27ER (AA-10C Alamo) – Mittelstrecken-Luft-Luft-Raketen
  • 4 × Wympel R-27ET (AA-10D Alamo) – Mittelstrecken-Luft-Luft-Raketen
  • 12 × Wympel R-77 (RWW-AE, RWW-SD, AAM-AE oder AA-12 Adder) – Mittelstrecken-Luft-Luft-Raketen
  • 6 × Wympel R-73E (RWW-MD oder AA-11 Archer) – Kurzstrecken-Luft-Luft-Raketen
Luft-Boden-Lenkflugkörper
Gelenkte Bomben
  • 3 × BD-4-Aufhängung für je 1 × Region JSC KAB-1500L-F (lasergelenkte 1.500-kg-Bombe mit HE-, Aerosol- und einem bunkerbrechenden Gefechtskopf)[23]
  • 8 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × Region JSC KAB-500L/Kr (laser- / videogelenkte 500-kg-Bombe)
  • 8 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × Region JSC KAB-500S-E (satellitennavigationsgelenkte 500-kg-Bombe)
Externe Behälter
  • 2 × Zusatztanks für je 2.000 Liter Kerosin

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suchoi Su-35 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Su-35S Produktion gestartet. FliegerWeb, 4. Dezember 2009, abgerufen am 7. November 2010.
  2. Russia Arms Air Regiment in Far East With Su-35S Fighter Jets. RIA Novosti, 12. Februar 2014, abgerufen am 1. März 2014 (englisch).
  3. Скорое обновление. Sukhoi.org, 1. September 2010, abgerufen am 7. November 2010 (russisch).
  4. FliegerRevue August 2008, S. 20, Endlich flügge: Su-35
  5. a b c d e f g h Suchoi News – Su-35 A STEP AWAY FROM THE FIFTH GENERATION (PDF; 2,1 MB)
  6. Sukhoi Su-35-1 makes first flight. Flightglobal, 25. Februar 2009, abgerufen am 7. November 2010 (englisch).
  7. Sukhoi confirms Su-35 prototype crash. Flightglobal, 27. April 2009, abgerufen am 7. November 2010 (englisch).
  8. Russian air force seeks 24–36 Su-35 fighters. Flightglobal, 12. Juli 2008, abgerufen am 7. November 2010 (englisch).
  9. Russia signs $2.5 billion deal for 64 Sukhoi fighters. Flightglobal, 20. August 2009, abgerufen am 7. November 2010 (englisch).
  10. Минобороны России может получить до 64 Су-35 по новому контракту с ОАК. RIA, 28. Juni 2014, abgerufen am 3. Juli 2014 (russisch).
  11. FlugRevue Juli 2011, S. 16, Su-35S im Flugtest
  12. globalsecurity: SU-35BM
  13. a b c KNAAPO – Su-35 multifunctional super-maneuverable fighter (PDF, 2,3 MB)
  14. Carlo Kopp: Russian fighters. capability assessment. In: Defence today. Strike Publications, Januar 2008, S. 28–31, abgerufen am 31. Januar 2014 (Pdf, 766KB, englisch).
  15. Overscan's Guide to Russian Military Avionics
  16. FlugRevue Dezember 2011, S. 46–51, Generation 4++
  17. Airforce-technology: Su-30MK
  18. Defense Technology International: Afterburners Operational, 2008
  19. China, Russia sign arms sale contract. Abgerufen am 27. März 2013 (englisch).
  20. ITAR-TASS News summary for March 25. Abgerufen am 27. März 2013 (englisch).
  21. a b Su-35 basic specifications. KNAAPO, abgerufen am 7. November 2010 (englisch).
  22. "Сухой“ завершает предварительные испытания многофункционального истребителя Су-35. Sukhoi.org, 20. Juli 2010, abgerufen am 7. November 2010 (russisch).
  23. Yefim Gordon: Soviet/Russian Aircraft Weapons since World War Two. Midland Publications, 2004, S. 175.