Subhadradis Diskul

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Subhadradis Diskul (auch Suphadradit Diskun; Thai: หม่อมเจ้าสุภัทรดิศ ดิศกุล; * 23. November 1923 in Bangkok; † 6. November 2003 in Bangkok) war ein thailändischer Kunsthistoriker und Archäologe.

Leben[Bearbeiten]

Subhadradis war ein Sohn von Prinz Damrong Rajanubhab und damit ein Enkel von König Mongkut (Rama IV.). Sein Vater war ebenfalls Historiker und wird als „Vater der (modernen) thailändischen Geschichtsschreibung“ angesehen.[1] Subhadradis machte seine Schulausbildung am Vajiravudh-College, studierte bis 1943 an der Chulalongkorn-Universität und ging anschließend für das Bildungsministerium in den Staatsdienst. Dort arbeitete er im Bereich Elementarerziehung. Später wechselte er an das Fine Arts Department und wurde dort Chef der Archive. Seine weitere Ausbildung in Archäologie und Kunstgeschichte begann auf Veranlassung von George_Coedès an der École du Louvre bei Philippe Stern, der als Erster eine korrekte Datierung der Khmer-Kunstwerke in Kambodscha erstellte. Nach dem Ende seines Studiums in Paris 1951 ging Subhadradis nach London, wo er sich weiter mit archäologischen Fragen beschäftigte.

Nach seiner Rückkehr 1953 nach Thailand wurde Subhadradis Kurator in der Abteilung Archäologie des Fine Arts Departments. Seither forschte er erfolgreich an zahllosen thailändischen Kulturgütern und wertvollen archäologischen Schätzen des Landes. Daneben war er für die Errichtung verschiedener Nationalmuseen in Thailand verantwortlich und initiierte das Studium von Archäologie und Kunstgeschichte im Lande. 1964 wurde er erster Professor für Archäologie in Thailand und gleichzeitig Dekan der Fakultät an der Silpakorn-Universität, Bangkok. 1976 wurde er Chef des Graduiertenkollegs der Silpakorn-Universität (bis 1981), bevor er 1982 zu deren Präsident ernannt wurde, der er bis 1986 blieb.

Professor Subhadradis hat seine Arbeit in vielen Veröffentlichungen dokumentiert. Sein Buch Art in Thailand: A brief history ist in vielen Auflagen erschienen und gilt als Standardwerk. Neben zahlreichen internationalen Aufgaben war er auch Vizepräsident der Siam Society, Bangkok, der wichtigsten akademischen Nichtregierungsorganisation des Landes.

Subhadradis Diskul starb am 6. November 2003 in Bangkok. Für seine Verdienste erhielt er unter anderem den französischen Orden der Ehrenlegion.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elisabeth A. Bacus & Rasmi Shoocongdej (Hrsg.): Southeast Asian Archaeology International Newsletter (MS Word; 135 kB), Ausgabe Nr. 16, Januar 2004 (englisch)
Anmerkung zu thailändischen Namen: Dieser Artikel spricht Personen mit ihrem Vornamen an.