Subjektive Fotografie

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Die Subjektive Fotografie wurde von Otto Steinert, einem Mitglied der Gruppe Fotoform, zu Beginn der 1950er Jahre begründet. Sie verstand sich ausdrücklich als künstlerische Fotografie. Hauptinteresse war vor allem Experimentelle Fotografie. Die Subjektive Fotografie will nicht die objektive Wirklichkeit einer Situation wiedergeben, sondern nur deren bildhafte Deutung, eine subjektive Interpretation des Betrachters ist nötig und dessen Phantasie gefordert. Die Subjektive Fotografie liefert vor allem schwarz-weiß-Aufnahmen und drückt sich meist durch abstrakte Formen, graphische Strukturen, Linien von Licht und Schatten aus.[1] Weitere Merkmale sind kontrastreiche Abzüge, radikale Ausschnitte, surreal wirkende Situationen, aber auch Negativabzüge oder Solarisationen. Die Traditionen und Ideen innerhalb der Subjektive Fotografie reichen bis in die Zeit des Bauhaus zurück[2], noch heute fühlen sich Künstler dieses Feldes der Fotografie damit verbunden. Durch die Subjektive Fotografie bekam die Fotografie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eine größere künstlerische Legitimation, die ihr zuvor durch rein dokumentarische und die Life-Fotografie abhandenkommen war. Die Gruppe Fotoform organisierte 1951 die erste Ausstellung der Subjektiven Fotografie in Saarbrücken. Diese fand sogleich international große Beachtung. Die Subjektive Fotografie schaffte es, das Interesse eines breiteren Publikums zu wecken.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Kunstlexikon Saar“, Institut für aktuelle Kunst im Saarland: „Aspekte: Subjektive Fotografie“.
  2. Die Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V., Subjektive Fotografie.