Suchoi Su-24

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Suchoi Su-24
Suchoi Su-24 auf dem Luftwaffenstützpunkt Kubinka
Suchoi Su-24 auf dem Stützpunkt Kubinka
Typ: Frontbomber
Entwurfsland: Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion
Hersteller: Suchoi
Erstflug: 2. Juli 1967
Indienststellung: 1974
Stückzahl: ca. 1.400

Die Suchoi Su-24 (russisch Сухой Су-24, NATO-Codename: „Fencer“, zu deutsch Fechter) ist ein Frontbomber (Jagdbomber), der von der sowjetischen Luftwaffe eingesetzt wurde.

Entwicklung[Bearbeiten]

Zwei russische Su-24M im Flug (2009)

Mitte der 1960er-Jahre suchten die sowjetischen Frontfliegerkräfte einen Nachfolger für die inzwischen veraltete Jak-28. Nach den Entwürfen S-6 mit konventionellen Pfeilflügeln und T-6 mit Doppeldeltatragflächen und vier Hubtriebwerken im Rumpf, dessen Prototyp T-6-1 am 2. Juli 1967 zum ersten Mal flog, entschied sich Konstrukteur Jewgeni S. Felsner Ende 1967 für eine Lösung mit Schwenkflügeln. Der Grund dafür waren die schlechten Flugeigenschaften sowie die unzureichende Nutzlast und Reichweite der T-6-1. Ihr Konzept wurde direkt vom US-amerikanischen TFX-Programm beeinflusst, das zur F-111 führte. Die sowjetischen Luftstreitkräfte forderten ein Flugzeug mit ähnlichen Fähigkeiten, wobei man vermutete, dass die Flugeigenschaften auf die Schwenkflügelauslegung zurückzuführen seien. Der Prototyp T-6-2I wurde am 17. Januar 1970 von Wladimir S. Iljuschin erstmals geflogen. Da die Tests erfolgreich verliefen, wurde schon im Dezember 1971 die erste Serienmaschine der Su-24 im Tschkalow-Werk in Nowosibirsk fertiggestellt. Diese hatte ein gegenüber dem Prototyp geändertes Heck und optimierte Lufteinläufe. 1973 wurde der erste Einsatzverband der Luftstreitkräfte und 1975 die der Marine mit der gegenüber den Vorläufern wesentlich leistungsfähigeren, jedoch auch komplexeren Maschine ausgerüstet.[1]

Die Su-24 füllt die Rolle eines tieffliegenden, allwettertauglichen Bodenangriffsflugzeugs aus. Im Vergleich zu F-111 und Tornado sind ihre elektronischen Systeme leicht unterlegen, dafür ist die Su-24 auch von Behelfslandebahnen problemlos einsetzbar und erreicht eine geringfügig höhere Fluggeschwindigkeit.

Die sowjetischen Vermutungen erwiesen sich als richtig – die Su-24 stellte sich als ein leistungsfähiges Kampfflugzeug heraus, mit guter Reichweite, variabler Bewaffnung (verteilt auf acht Aufhängepunkte; vier Unterrumpf- und vier Unterflügelstationen) bis hin zu nuklearen Freifallwaffen, fortgeschrittenen elektronischen Abwehr- (Eloka) und Frühwarnsystemen.

Aufgrund ihrer Robustheit ist sie im Export immer noch sehr beliebt und wird auf Anfrage nachgefertigt.

Während der Erprobung und Entwicklung der Su-24 kam mit Abstand die höchste Anzahl an Testpiloten ums Leben, die Suchoi-Flugzeuge testeten. Zehn Flugzeuge gingen bei den Tests verloren. Acht katapultierte Piloten überlebten und 13 starben. Bei keinem anderen Flugzeug des Konstruktionsbüros Suchoi gab es derartig hohe Verluste während der Erprobung wie bei der Su-24.

Versionen[Bearbeiten]

Bugansicht einer Suchoi Su-24
Suchoi Su-24MR

Es wurden folgende Versionen gebaut bzw. geplant:

  • Su-24 bis zur Serie 4 „Fencer-A“: frühe Serienversion mit einem langen Treibstoff-Ablassrohr am Ende der Triebwerke und Verstellrampen an den Lufteinläufen für eine hohe Geschwindigkeit in großer Höhe
  • Su-24 Serie 4 bis 11 „Fencer-A“: Probleme mit den Lufteinläufen der ersten Serie wurden durch deren Vergrößerung ab der Serie 4 gelöst; die Verstellrampen in den Lufteinläufen wurde, um Gewicht zu sparen, nicht mehr verwendet; zwar wurde dadurch die Höchstgeschwindigkeit von Mach 2,18 auf Mach 1,35 reduziert, die Tiefflugeigenschaften aber nicht
  • Su-24 Serie 12 bis 15 „Fencer-B“: leistungsgesteigertes Kühlsystem, erkennbar an einem Lufthutzen auf dem Rumpf; geänderte Sensorgruppe unter dem Vorderrumpf; breiteres Seitenleitwerk; verkürztes Treibstoff-Ablassrohr am Ende der Triebwerke; ein dritter Aufhängepunkt unter dem Rumpf
  • Su-24 Serie 16 bis 24 „Fencer-C“: die Form des Hinterrumpfes folgte mehr den Triebwerken; an der Basis des Seitenleitwerks war ein Bremsschirm untergebracht; am vorderen Rand des Seitenleitwerks wurde ein zusätzlicher Lufteinlauf für das Kühlsystem installiert; ab dem 26. Flugzeug der Serie 21 sind die Lufteinläufe nicht mehr verstellbar, was die Höchstgeschwindigkeit auf 1,35 Mach begrenzte, aber die Leermasse reduzierte; gleichzeitig wurde das Flügelprofil geändert
  • Su-24 Serie 24 bis 27 „Fencer-C“: Installation von dreieckigen Radarwarnempfänger an den Lufteinläufen der Triebwerke vor dem Flügelkasten und beiderseits am oberen Ende des Seitenleitwerks;
  • Su-24M „Fencer-D“: kampfwertgesteigerte Version der Su-24; einziehbare Luftbetankungssonde, neuer Avionikkomplex für den Einsatz neuer laser- und fernsehgelenkter Waffen, veränderte Bugnase für ein neues Bugradar, Laserbeleuchtungs- und TV-Zielverfolgungssystem vom Typ Kajra-24 im verglasten Gehäuse mittig unter dem Vorderrumpf und Geländefolgeradar gekoppelt mit dem Autopiloten für Tiefflugeinsätze; Erstflug am 29. Juni 1977
  • Su-24M „Fencer-D Mod“: Möglichkeit einen Luftbetankungsbehälter für die Luft-Luft-Betankung an der mittleren Aufhängung unter dem Rumpf mitzuführen durch die Integration von großen Grenzschichtzäunen mit Pylon, verbesserte Gegenmaßnahmensysteme (mehr Düppelwerfer)
  • Su-24BM: nicht realisierte vergrößerte Version der Su-24M mit einem internen Waffenschacht im Rumpf zwischen den Triebwerken
  • Su-24MM: nicht realisierte Version der Su-24M mit den Triebwerken Ljulka AL-31
  • Su-24MK „Fencer-D“: geänderte Exportversion der Su-24M mit reduzierter Avionik; Erstflug 1987
  • Su-24MR „Fencer-E“: Version der Su-24M als taktischer Aufklärer mit intern und extern in Behältern angebrachten Sensoren (z. B. Seitensichtradar) und Kameras; ohne 23-mm-Kanone; Erstflug im September 1980
  • Su-24K: nicht realisierte Version der Su-24 für den Einsatz auf Flugzeugträgern, da die Su-24 zu schwer war
  • Su-24bis: Studie einer wesentlich verbesserten Version mit modernster Avionik und Bewaffnung; Modell wurde auf der Berliner Ausstellung ILA 2000 gezeigt
  • Su-24M2: modernisierte Version der Su-24M bzw. Su-24MK mit verbesserter Avionik (unter anderem GPS bzw. das russische Äquivalent GLONASS, Head Up Display (HUD) und Helmvisier) und modernerer Bewaffnung, im Fall der Exportvariante auch westliche Bewaffnung; echte Allwetterversion für den Tag- und Nachteinsatz
  • Su-24MK2: Version der Su-24M2 für Algerien
  • Su-24MRK2: modernisierte Version der Su-24MR für Algerien auf der Basis der Su-24M2

Verbreitung und Einsatz / Nutzer[Bearbeiten]

Su-24M der weißrussischen Luftwaffe
AlgerienAlgerien Algerienalgerische Luftwaffe

39 erworben (32 Su-24MK (aufgerüstet zu Su-24M2) und vier Su-24MR) Algerien kaufte 20 Su-24MK und 18 Su-24MR. 2002 kaufte man kurzerhand noch einmal 22 Su-24MK2 und Su-24MRK2 nach einer speziellen Version für die algerischen Luftstreitkräfte, die auch recht schnell geliefert wurden.

AngolaAngola Angolaangolanische Luftwaffe

12 erworben (Su-24MK)

AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschanaserbaidschanische Luftwaffe

16 von der UdSSR übernommen (Su-24MR, wovon heute noch drei flugfähig sind)

IranIran Iraniranische Luftwaffe

30 erhalten 6 Su-24MK aus Russland und 24 aus dem Irak desertiert

IrakIrak Irakirakische Luftwaffe

30 erworben (Su-24MK), von denen im Jahr 1991 24 Stück in den Iran überflogen und dort beschlagnahmt wurden. Weitere Su-24 wurden 2014 erworben.[2]

KasachstanKasachstan Kasachstankasachische Luftwaffe

42 von der UdSSR übernommen (Su-24 Fencer-A und Su-24MR, wovon heute noch zwölf flugfähig sind). Die kasachischen Maschinen werden gegenwärtig modernisiert.

LibyenLibyen Libyenlibysche Luftwaffe

acht erworben (Su-24MK, wovon eine im Bürgerkrieg 2011 abgeschossen wurde, sechs sollen flugfähig sein). Anderen Quellen zufolge soll Libyen knapp 60 Maschinen erworben haben.

RusslandRussland Russlandrussische Luftstreitkräfte

Total 567 Russische Luftwaffe 385 Su-24 Fencer-C und 120/10 Su-24MR/MP Fencer-E/F Russische Marineflieger 52 Su-24 Fencer-C Heute stehen den russischen Streitkräften 326 Maschinen zur ständigen Verfügung, weitere 200 sind eingelagert. Das Verteidigungsministerium hat ein umfassendes Modernisierungsprogramm ins Leben gerufen, da man noch nicht im Stande ist, alle Su-24 durch die Su-34 zu ersetzen.

SudanSudan Sudan - Sudanesische Luftwaffe
12 gebrauchte Maschinen aus Weißrussland erhalten. Lieferung anfangs 2013.
SyrienSyrien Syriensyrische Luftwaffe

22 erworben (Su-24MK, wovon heute noch 20 flugfähig sind) Syrien hat 20 Su-24MK im Bestand, die eines der modernsten Flugzeuge der syrischen Luftstreitkräfte ist.

SowjetunionSowjetunion Sowjetunionsowjetische Luftstreitkräfte

1300 erworben (bis zur Teilung ein Bestand aller Varianten bei den Front- und Marinefliegerkräften)

UkraineUkraine Ukraineukrainische Luftwaffe

300 von der UdSSR übernommen (75 Su-24 Fencer C und 29 Su-24MR Fencer-E). Die Ukraine hat Su-24 aller Versionen mit Ausnahme der Variante MK im Bestand.

UsbekistanUsbekistan Usbekistanusbekische Luftwaffe

34 von der UdSSR übernommen (Su-24M Fencer-C und Su-24MR Fencer-E)

WeissrusslandWeißrussland Weißrusslandweißrussische Luftwaffe

42 von der UdSSR übernommen (36 Su-24M und 6 Su-24MR Fencer-E; davon sind noch 22 Su-24MK und 12 Su-24MR vorhanden). Weißrussland bietet eigene Upgrade-Programme an.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten der Su-24 Fencer-A Daten der Su-24MK Fencer-D Daten der Su-24M2
Typ: Frontbomber Frontbomber Frontbomber
Länge: 22,67 m 24,53 m 24,53 m
Flügelspannweite:
  • bei 68° Pfeilung: 10,36 m
  • bei 16° Pfeilung: 17,63 m
  • bei 68° Pfeilung: 10,36 m
  • bei 16° Pfeilung: 17,63 m
  • bei 68° Pfeilung: 10,36 m
  • bei 16° Pfeilung: 17,63 m
Tragflügelfläche: 55,17 m² (bei 16° Flügelpfeilung) 55,17 m² (bei 16° Flügelpfeilung) 55,17 m² (bei 16° Flügelpfeilung)
Flügelstreckung: 5,63 (bei 16° Flügelpfeilung) 5,63 (bei 16° Flügelpfeilung) 5,63 (bei 16° Flügelpfeilung)
Tragflächenbelastung:
  • minimal (Leergewicht): 383 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 631 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 689 kg/m²
  • minimal (Leergewicht): 404 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 690 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 793 kg/m²
  • minimal (Leergewicht): 383 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 653 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 720 kg/m²
Höhe: 6,19 m 5,97 m 5,97 m
Spurweite: 3,31 m 3,31 m 3,31 m
Radstand: 8,51 m 8,51 m 8,51 m
Leergewicht: 21.150 kg 22.320 kg 21.150 kg
Normales Startgewicht: 34.830 kg 38.040 kg ca. 36.000 kg
Maximale Startgewicht: ca. 38.000 kg 43.755 kg 39.700 kg
Maximale Landegewicht: ca. 24.000 kg 27.900 kg 24.500 kg
Maximale Treibstoffkapazität: k. A. 11.100 kg (intern) 9.800 kg (intern)
Kraftstoffverhältnis: k. A. 0,29 0,27
Höchstgeschwindigkeit:
  • Mach 2,18 bzw. 2.317 km/h (auf optimaler Höhe)
  • Mach 1,15 bzw. 1.320 km/h (auf Meereshöhe)
  • Mach 2,18 bzw. 2.317 km/h (auf optimaler Höhe)
  • Mach 1,15 bzw. 1.320 km/h (auf Meereshöhe)
  • Mach 2,18 bzw. 2.317 km/h (auf optimaler Höhe)
  • Mach 1,15 bzw. 1.320 km/h (auf Meereshöhe)
Dienstgipfelhöhe: 17.500 m 17.500 m 17.500 m
Startrollstrecke: 900 m 1.300 m k. A.
Landerollstrecke: 850 m 950 m k. A.
Einsatzradius: k. A.
  • 320 km (Flugprofil: Tief-Tief-Tief)
  • 950 km (Flugprofil: Tief-Tief-Hoch)
  • 1.050 km (Flugprofil: Hoch-Tief-Hoch)
  • 320 km (Flugprofil: Tief-Tief-Tief)
  • 950 km (Flugprofil: Tief-Tief-Hoch)
  • 1.050 km (Flugprofil: Hoch-Tief-Hoch)
Überführungsreichweite: ca. 2.500 km 2.775 km k. A.
Lastvielfache: +6g +6g +6g
Triebwerk: zwei Ljulka AL-21F-3-Strahltriebwerke zwei Ljulka AL-21F-3-Strahltriebwerke zwei NPO Saturn AL-21F-3A-Strahltriebwerke
Schubkraft:
  • mit Nachbrenner: 2 × 109,87 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × ca. 75 kN
  • mit Nachbrenner: 2 × 109,87 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × ca. 75 kN
  • mit Nachbrenner: 2 × 109,87 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × 76,52 kN
Schub-Gewicht-Verhältnis:
  • maximal (Leergewicht): 1,06
  • nominal (normales Startgewicht): 0,64
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,59
  • maximal (Leergewicht): 1,00
  • nominal (normales Startgewicht): 0,59
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,51
  • maximal (Leergewicht): 1,06
  • nominal (normales Startgewicht): 0,62
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,56
Besatzung: 2 Piloten 2 Piloten 2 Piloten
3-Seiten-Riss

Bewaffnung[Bearbeiten]

Festinstallierte Bewaffnung im Bug
Waffenzuladung von 8.000 kg an acht Außenlaststationen (davon zwei mitschwenkend an den äußeren Tragflächen)
Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 2 × APU-60-1-Startschienen für je 1 × Wympel R-60M (K-60 bzw. AA-8 „Aphid“) – infrarotgesteuert, selbstzielsuchend für Kurzstrecken
  • 2 × APU-60-2-Doppelstartschienen für je 2 × Wympel R-60MK (K-60 bzw. AA-8 „Aphid“) – infrarotgesteuert, selbstzielsuchend für Kurzstrecken (nur Su-24MK)
  • 2 × P-12-1-D-Startschienen für je eine GosMKB Wympel R-73M (AA-11 „Archer“) – infrarotgesteuert für Kurzstrecken (nur Su-24M2)
Marschflugkörper
Luft-Boden-Lenkflugkörper
  • 4 × APU-68UM-Startschiene für je 1 × Swesda Ch-23/Ch-23M (AS-7 „Kerry“) – funkferngesteuert
  • 4 × MKB Raduga Ch-28 (AS-9 „Kyle“) – Radarbekämpfungs-Lenkflugkörper
  • 4 × APU-68UM3-Startschiene für je 1 × Swesda Ch-25M/MR (AS-10 „Karen“) – lasergelenkt
  • 2 × AKU-58-Startschiene für je 1 × Raduga Ch-58E/U (AS-11 „Kilter“) – passiv radargelenkt zur Radarbekämpfung
  • 2 × Raduga Ch-28 (AS-9 „Kyle“) – passiv radargelenkt zur Radarbekämpfung in Verbindung mit Filin-N-Behälter
  • 3 × AKU-58M-Startschiene für je 1 × GosMKB Wympel Ch-29L (AS-14 „Kedge“) – lasergelenkt
  • 3 × AKU-58M-Startschiene für je 1 × GosMKB Wympel Ch-29T (AS-14 „Kedge“) – fernsehgelenkt
  • 2 × AKU-58M-Startschiene für je 1 × Swesda Ch-31P (AS-17 „Krypton“) – passiv radargelenkt zur Radarbekämpfung in Verbindung mit Fantasmagoria-Behälter
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
  • 6 × UB-32-A73-Raketen-Rohrstartbehälter für je 32 × ungelenkte S-5-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 57 mm
  • 6 × B-8M1-Raketen-Rohrstartbehälter für je 20 × ungelenkte S-8-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 80 mm
  • 6 × B-13L-Raketen-Rohrstartbehälter für je 5 × ungelenkte S-13-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 122 mm
  • 6 × APU-68UM3-Raketen-Startschiene für eine ungelenkte S-24B-Luft-Boden-Rakete; Kaliber 240 mm
  • 4 × PU-O-25-Raketen-Startbehälter für eine ungelenkte S-25/S-25OF/S-25OFM-Luft-Boden-Rakete; Kaliber 340 mm
Gelenkte Bomben
  • 2 × KAB-1500L-F (lasergelenkte 1.500-kg-Bombe)[3]
  • 4 × KAB-500D (lasergelenkte thermobarische 500-kg-Bombe)
  • 4 × KAB-500L/LK/KR (lasergelenkte 500-kg-Bombe)
  • 4 × KAB-500T/KR (tv-gelenkte 500-kg-Bombe)
Ungelenkte Bomben
  • 4 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 4-5 × Basalt FAB-100 (100-kg-Freifallbombe; total 18 Bomben)
  • 6 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 5-6 × Basalt FAB-100 (100-kg-Freifallbombe; nur Su-24M, total 34 Bomben)
  • 6 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 6 × Basalt FAB-100 (100-kg-Freifallbombe; nur Su-24M, total 38 Bomben)
  • 18 × Basalt FAB-250M-54 (250-kg-Freifallbombe; Su-24M 30 Bomben)
  • 16 × Basalt FAB-250M-62 (250-kg-Freifallbombe)
  • 16 × RBK-250-275 (275-kg-Streubombe)
  • 16 × ZAB-250 (250-kg-Brandbombe)
  • 7 × Basalt KMGU-2 (270-kg-Submunitionsbehälter für Kleinbomben und Minen)
  • 10 × FAB-500M-62 (500-kg-Freifallbombe)
  • 10 × OFZAB-500 (500-kg-Brandbombe)
  • 8 × FAB-500M-54 (500-kg-Freifallbombe)
  • 7 × FOZAB-500 (500-kg-Brandbombe)
  • 7 × ODAB-500PM (500-kg-Aerosolbombe)
  • 7 × RBK-500 (500-kg-Streubombe)
  • 7 × ZB-500RT (450-kg-Napalmbombe)
  • 5 × BETAB-500SHP (500-kg-Anti-Pisten-Bombe)
  • 3 × FAB-1500M-64 (1.500-kg-Freifallbombe)
Kernwaffen
  • 1 × TN-1000 (taktische 30-kT-Freifall-Nuklearbombe)
  • 1 × 6U-57 (taktische Freifall-Nuklearbombe)
  • 1 × 8U-49 (taktische Freifall-Nuklearbombe)
  • 1 × 8U-63 (taktische Freifall-Nuklearbombe)
  • 1 × RN-28 (taktische Freifall-Nuklearbombe)
  • 1 × 244N (taktische Freifall-Nuklearbombe)
  • 1 × RN-24 (taktische Freifall-Nuklearbombe)
Externe Behälter
  • 3 × SPPU-6-Behälter für je eine 23-mm-Maschinenkanone GSch-6-23 um 45 Grad nach unten schwenkbar, 500 Schuss Munition
  • 2 × abwerfbarer Zusatztank PTB-2000 für 2.000 Liter Kerosin
  • 2 × abwerfbarer Zusatztank PTB-3000 für 3.000 Liter Kerosin
  • 1 × UPAS-1A-Luftbetankungsbehälter mit Schlauchtrommel und Korb
  • 1 × Fantasmagoria-A L-080 (EKF-Behälter zur Lokalisierung von elektronischen Strahlungsquellen auf einer bestimmten Frequenzbrandbreite)
  • 1 × Fantasmagoria-B L-081 (elektronischer Ziellokalisierungsbehälter)
  • 1 × Filin-N (EKF-Behälter zur Lokalisierung von elektronischen Strahlungsquellen auf einer bestimmten Frequenzbrandbreite)
  • 1 × Fasol SPS-5M (Radar-Störsender)
  • 1 × Tekon/Elektron APK-9E-Funkdatenübertragungsbehälter als Relais der Lenksignale für die Ch-23/Ch-59 und KAB-100T

Selbstverteidigungssysteme[Bearbeiten]

Radarwarner[Bearbeiten]

Hinter den Lufteinläufen vor den Tragflächen befindet sich je ein „Berjoscha“-SPO-10- und im Vorflügel ein SPO-15C-Radarwarner. Zusätzlich sind ein SPO-15C- und ein SPO-10-Radarwarnempfänger in der Heckflosse und über dem Bremsschirmbehälter untergebracht.

Raketenanflugwarner[Bearbeiten]

Der Infrarotemmisionen suchende Raketenanflugwarnsensor (MAWS) Asowsky L-082 MAK-UL ist in einer Kugel im vorderen Rumpfrückenwulst eingebaut.

Täuschkörperdispenser[Bearbeiten]

Am Anfang der Höhenflossen sind in den Rumpf auf jeder Seite je ein Gorizont-AAP-50MA-Täuschkörperwerfer (rechteckiger Behälter für je 12 × 50-mm-Hitzefackel-Täuschkörpern) eingebaut. Zusätzlich können weitere länglich gebaute AAP-50MR-Täuschkörperwerfer anstelle des Grenzschichtzauns installiert werden.

Elektronische Kriegsführungssysteme[Bearbeiten]

Das Filin-N-Verteidigungssystem erhält die Informationen der Radarwarnsensoren SPO-15 und steuert bei Bedarf den EKF-Störsender SPS-61 an. Weiter ist im System der aktive Radarstörsender Geran-F integriert. Auch die Täuschkörperwerfer AAP-50 werden bei Bedarf automatisch ausgelöst. Ab der Su-24M ist das verbesserte System Karpaty mit dem MAK-IR-Warner installiert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suchoi Su-24 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Suchoi Su-24 – Flugzeuge bis ins kleinste Detail. FlugRevue März 2009, S. 51–54.
  2. Target ISIS: First batch of Russian Su-24 jets arrives in Iraq
  3. Yefim Gordon: Soviet/Russian Aircraft Weapons since World War Two. Midland Publications, 2004, S. 175.