Sudak

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Sudak
(Судак)
Wappen von Sudak
Sudak (Ukraine)
Sudak
Sudak
Basisdaten
Oblast: Autonome Republik Krim
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: 50 m
Fläche: 15 km²
Einwohner: 36.400 (2004)
Bevölkerungsdichte: 2.427 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 98000 — 98015
Vorwahl: +380 6566
Geographische Lage: 44° 51′ N, 34° 58′ O44.85111111111134.97361111111150Koordinaten: 44° 51′ 4″ N, 34° 58′ 25″ O
KOATUU: 111700000
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs, 13 Dörfer, 1 Siedlung
Bürgermeister: Andri Dementjew
Adresse: вул. Леніна 85а
98000 м. Судак
Website: http://www.sudak-news.info/
Statistische Informationen

Sudak (ukrainisch und russisch Судак, krimtatarisch Sudaq) ist eine Stadt auf der Halbinsel Krim in der Ukraine mit 36.400 Einwohnern (2004). Sudak ist ein Zentrum der Wein- und Sektherstellung und ein Kurort mit etwa 15 Sanatorien und gliedert sich administrativ in die eigentliche Stadt, die Siedlung städtischen Typs Nowyj Swit (Новий Світ), die 13 Dörfer Bahatiwka (Багатівка), Wessele (Веселе), Woron (Ворон), Hromiwka (Громівка), Hruschiwka (Грушівка), Datschne (Дачне), Lisne (Лісне), Mischritschtschja (Міжріччя), Morske (Морське), Perewaliwka (Перевалівка), Prybereschne (Прибережне), Sonjatschna Dolyna (Сонячна Долина) und Cholodiwka (Холодівка) sowie die Ansiedlung Myndalne (Миндальне).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Sudak wurde im Jahr angeblich 212 n. Chr. von Alanen gegründet und war unter dem griechischen Namen Sugdeja bekannt. Im 6. Jahrhundert wurde auf Befehl des byzantinischen Kaisers Justinian I. (482-565) eine Festung gebaut. Seit dem späten 7. Jahrhundert drangen die Chasaren auf die Krim vor. In der Zeit um 700 ist in der Stadt ein chasarischer Gouvernour mit dem christlichen Namen Georg überliefert.[1] Im Mittelalter war der Handelsort eine große Station der Seidenstraße; den Höhenpunkt seiner Bedeutung erlangte er im 12. und 13. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde Sudak von verschiedenen Völkern auch Surosch (Slawen), Soldaja oder Soldaia (Byzantiner und Italiener) genannt.

Sudak war Erzbistum der römisch-katholischen Kirche, worauf das Titularerzbistum Sugdaea zurückgeht.

Seit 1204 wurde Sudak faktisch eine venezianische Kolonie. Im 13. bis 14. Jahrhundert wurde der Ort mehrmals von Tatar-Mongolen geplündert und zerstört, erstmals am 27. Januar 1223, aber rasch wiederaufgebaut. Im Juni 1365 wurden Ort und Umgebung von den Genuesen erobert. Ab Juni 1475 gehörte Sudak zum Einflussgebiet des Osmanischen Reiches.

Im Jahr 1783 kam Sudak mit der gesamten Krim zum Russischen Reich. 1804 wurde hier die erste Schule der Weinkelterei in Russland eingerichtet, 1808 gründeten deutsche Siedler aus Württemberg nahe dem schon bestehenden Ort eine Weinbauernsiedlung. Im Zweiten Weltkrieg war Sudak vom 1. November 1941 bis zum 13. April 1944 von deutschen Truppen besetzt. Erst 1979 erhielt der Ort Sudak die Stadtrechte.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Konsul-Turm der genuesischen Festung
  • Eine gut erhaltene Genuesische Festung (11.-14. Jahrhunderte).
  • Zahlreiche Kurortbauten aus 19. Jahrhundert.
  • Zahlreiche beeindruckende Naturlandschaften.
  • Ein 2003 geöffneter Aquapark.
Panorama von Sudak

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Sudak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Andreas Roth: Chasaren. Das vergessene Grossreich der Juden. Melzer, Frankfurt 2006, ISBN 3-937389-71-7 (S. 27)
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