Sudetendeutsche Hütte

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Sudetendeutsche Hütte
DAV-Hütte Kategorie I
Sudetendeutsche Hütte
Gebirgsgruppe Granatspitzgruppe
Geographische Lage 47° 2′ 57″ N, 12° 34′ 34″ O47.04916666666712.5761111111112656Koordinaten: 47° 2′ 57″ N, 12° 34′ 34″ O
Höhenlage 2656 m ü. A.
Sudetendeutsche Hütte (Tirol)
Sudetendeutsche Hütte
Besitzer DAV-Sektion Schwaben
Erbaut 1927-1929
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Ende Juni bis Mitte / Ende September
Beherbergung 23 Betten, 32 Lager
Winterraum 12 Lager
Weblink Website bei der Sektion
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
Die Sudetendeutsche Hütte mit dem Nussingkogel (2991 m) im Hintergrund

Die Sudetendeutsche Hütte ist eine Hütte des Deutschen Alpenvereins in der Granatspitzgruppe auf einer Höhe von 2656 m ü. A.

Die Hütte ist ein Schutzhaus der 1. Kategorie und gehört der Sektion Sudeten des DAV. Bergsteiger, die auf der Hütte die Nacht verbringen möchten, finden Platz in 23 Betten und 32 Lagern. Der Winterraum, der im Gegensatz zum Hauptgebäude außerhalb der Bewirtschaftungszeit offen steht, bietet 12 Übernachtungsplätze in Matratzenlagern. In der Sommersaison ist die Hütte bewirtschaftet von Mitte Juni bis Mitte/Ende September.

Zustiege[Bearbeiten]

  • Der gebräuchliche Zustieg von Kals am Großglockner aus beginnt bei der Bergstation der Blauspitz-Bergbahn (2305 m). Über den Aussig-Teplitzer-Weg, das Hochtor und den Sudetendeutschen Höhenweg gelangt man in 3½ Stunden zur Hütte. Zum Hochtor gelangt man auch von der Bergstation der Matreier Goldriedbahn. In diesem Fall verlängert sich der Aufstieg um 1 Stunde.
  • Von Glanz (1545 m) über die Steiner Alm (1909 m) ebenfalls in 3½ Stunden.
  • Von Lublaß (1160 m) an der Felbertauernstraße ebenfalls über die Steiner Alm in 4 Stunden.
  • Vom Matreier Tauernhaus über den Dr.-Karl-Jirsch-Weg (14 km) in 5 Stunden.

Tourenmöglichkeiten[Bearbeiten]

  • Großer Muntanitz (3232 m): Auf den höchsten Gipfel der Granatspitzgruppe über Wellachköpfe, Karl-Schöttner-Weg, Kleinen Muntanitz (3192 m) und Kampl (3129 m). Gehzeit 2½ Stunden.
  • Gradötz (3063 m): Von der Hütte auf dem Sudetendeutschen Höhenweg in Richtung Dürrenfeldscharte bis zur markierten Abzweigung zum Gradötz und dann zum Gipfel. Gehzeit 1½ Stunden.
  • Vordere Kendlspitze (3088 m): Auf dem Sudetendeutschen Höhenweg in die Dürrenfeldscharte. Von dort über den Saazerweg auf den Gipfel (I). Gehzeit 2 Stunden.

Neben diesen Gipfeltouren sind die folgenden Übergänge zu anderen Schutzhäusern möglich:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hütte wurde 1927–1929 auf Initiative der Sektion Saaz hin als Gemeinschaftswerk aller sudetendeutschen Sektionen des Alpenvereins erbaut. Die Eröffnung fand am 21. Juli 1929 statt. Von 1944 bis 1951 war die Hütte infolge der Nachkriegswirren geschlossen.

Im Rahmen des 70-Jahr-Jubiläums wurde 1999 der Anbau mit einem neuen Gastraum und Sanitäranlagen eingeweiht. Die Versorgung der Hütte geschieht mit Hilfe einer Materialseilbahn von der Steiner Alm aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Willi End / Hubert Peterka: Glockner-, Granatspitz-, Venedigergruppe., Bergverlag Rother, Ottobrunn, ISBN 978-3-7633-3237-3 (Neuauflage erscheint im Juli '08)
  • Klaus D. Svojanovsky: Hüttenporträt – 75 Jahre Sudetendeutsche Hütte, Vorposten im Nationalpark Hohe Tauern, in: Panorama - Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins, 56, 3 (Juni 2004) S.74–76, ISSN 1437-5923

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sudetendeutsche Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien