Sue Graham Mingus

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Susan „Sue“ Graham Mingus ist eine US-amerikanische Autorin und Musikproduzentin. Sie war die vierte und letzte Ehefrau von Charles Mingus.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sue Graham Mingus ist die Witwe des Jazzkomponisten und Bassisten Charles Mingus[1] in der letzten Dekade seines Lebens. Sie hatte 1963 einen Auftritt in dem Robert Frank-Kurzfilm O.K. End Here[2]; Ende der 1960er Jahre war sie Herausgeberin einiger Underground-Magazine wie New York Free Press oder Changes, in dem auch Auszüge von Mingus' Autobiographie Beneath the Underdog erschienen sind.[3]

Nach Charles Mingus' Tod an ALS im Januar 1979 wirkte Sue Mingus an der Gründung verschiedener Repertoire-Bands mit, die das Werk ihres Mannes pflegen, wie der Mingus Dynasty, der Mingus Big Band und dem neueren Mingus Orchestra.[4] Sie produzierte mehrere Alben mit diesen Bands, die insgesamt sechs Grammy-Nominierungen enthielt.

1989 war Sue Mingus Produzentin von Mingus’ Werk Epitaph, das unter der Leitung von Gunther Schuller von 31 Musikern in der Lincoln Center's Alice Tully Hall uraufgeführt und erneut 2007 dargeboten wurde, als es Aufführungen in vier amerikanischen Städten und eine Übertragung im National Public Radio erlebte.[5] Das Album erschien 1990 auf Columbia Records. Sie ist auch Herausgeberin des Pariser Konzertmitschnitts von 1964 unter dem Titel Revenge! The Legendary Paris Concert (1996). Nach eigenen Worten gründete sie ein eigenes Label Revenge Records, um die europäischen Konzerte von Mingus in qualitativ hochwertiger Form herauszubringen, die davor nur als Schwarzpressungen erschienen waren.[6] Sue Mingus selbst sieht sich in einem unermüdlichen Kampf gegen Raubpressungen von Charles Mingus, die sie auch persönlich weltweit aus Plattenläden entfernt.[7]

2002 erschienen unter dem Titel Tonight at Noon: a Love Story im Verlag Pantheon (Random House) ihre Erinnerungen an ihr Leben mit Mingus.[8][9]

2006 und 2007 produzierte sie zwei weitere Alben mit der Musik ihres Mannes, Charles Mingus Sextet with Eric Dolphy Cornell 1964, das auf Blue Note erschien, und die Wiederveröffentlichung von Music Written For Monterey 1965. Not Heard... Played In Its Entirety At UCLA auf ihrem Label Sue Mingus Music.

In dem Mingus-eigenen Verlag Jazz Workshop, Inc. veröffentlichte Sue Mingus zwei Lehrbücher, Charles Mingus: More than a Fake Book, Charles Mingus: More than a Play Along, sowie eine Reihe von Notenblättern der Mingus Big Band, für Gitarre und Piano charts und eine Reihe für Studenten mit dem Titel Simply Mingus im Vertrieb von Hal Leonard Publishers. Mingus Workshop soll auch Pl

Im Jahr 2009 veranstaltete sie mit der Non-Profit-Organisation Let My Children Hear Music das erste jährliche Charles Mingus High School Competition[10] an der Manhattan School of Music mit Justin DiCioccio.[11][12]

Charles Mingus widmete ihr seine Komposition The Eye of Hurricane Sue, die zuerst auf seinem Album Let My Children Hear Music (1972) erschien. Eine weitere ihr gewidmete Komposition ist Sue's Changes vom Album Changes One/Two (1975), das in der Anfangsphase auf Portrait basiert.[13]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographisches Porträt bei mingusmingusmingus.com
  2. Sue Graham Mingus - Tonight at Noon bei Google Books
  3. Vgl. Brian Priestley, Mingus, London, Quartet Books, 1982, S. 178-180.
  4. Information bei nj.com
  5. Information in NPR
  6. Sue Mingus in einem Vorwort zu Todd Jenkins I know what I know: The Music of Charles Mingus, Praeger 2006
  7. Sue Mingus, Revenge
  8. Hinweis in der New York Times
  9. "Sue Mingus: 'First and Foremost a Composer'" in All About Jazz
  10. Hinweis bei mingusmingusmingus.com (PDF; 424 kB)
  11. Presseartikel über die High School Competition
  12. NY1-TV-Segment über die Competition
  13. Brian Priestley: Mingus: A Critical Biography, Quartet Books, London, 1982, ISBN 0-7043-2275-7