Suhar (Oman)

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24.34256.729888888889Koordinaten: 24° 21′ N, 56° 44′ O

Karte: Oman
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Suhar (Oman)
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Oman

Suhar (arabisch ‏صحار‎, DMG Ṣuḥār) ist eine Stadt im nordöstlichen Oman am Golf von Oman, 230 km nordwestlich der Hauptstadt Maskat. Sie ist die wichtigste Stadt der Küstenebene und Hauptstadt des Wilaya Suhar. Suhat ist auch Hauptstadt des Gouvernements Schamal al-Batina. Suhar ist die fünftgrößte Stadt im Oman mit etwa 140.000 Einwohnern.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt hatte in der Geschichte Omans eine große Bedeutung als Zentrum des Seehandels. Schon im 3. Jahrtausend v. Chr. scheint Kupfer und Diorit aus Magan (einstiger Name) nach Indien und Mesopotamien verschifft worden zu sein.

Nachdem die Stadt unter den persischen Sassaniden zum Handelszentrum ausgebaut worden war, stieg sie unter muslimischer Herrschaft zu einem der bedeutendsten Handelszentren der islamischen Welt auf. Der Seehandel reichte im 9. Jahrhundert über Indien bis nach China und nach Ostafrika. Die umfangreichen Handelsbeziehungen werden auch in den Geschichten von Sindbad deutlich, der aus Suhar stammen soll. Die persischen Buyiden zerstörten im Jahr 965 Suhar, wohl um die Konkurrenz für Basra auszuschalten. In der Folgezeit kam es zur Fremdherrschaft der Seldschuken und der Perser von Hormus.

Nachdem Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, stieg Portugal zur führenden Handels- und Seemacht des 15. und 16. Jahrhunderts auf. 1507 kam Suhar unter die Herrschaft der Portugiesen. Nach Vertreibung der Portugiesen im Jahre 1649 durch Nasir ibn Murschid konnte die Stadt nicht mehr an ihre große Vergangenheit als Handelszentrum anknüpfen. Ein Grund war wohl auch die Verlandung der Lagunen, die bisher als Hafen gedient hatten.

Seehafen[Bearbeiten]

Etwas nördlich der Stadt wurde der neue etwa 20 km² große "Port of Sohar" gebaut - als 50/50-Joint-Venture mit dem Hafen von Rotterdam - und 2004 eröffnet. Auf dem Gelände befindet sich der eigentliche Hafen und umfangreiche Industrieanlagen, u.a. eine Raffinerie, mehrere Kraftwerke und eine Methananlage. Die Aluminiumschmelze (Sohar Aluminium) liegt wenige Kilometer landeinwärts. [2] [3] [4]

Tourismus[Bearbeiten]

  • Das Fort von Suhar.

Schulische Einrichtungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. timesofoman.com. timesofoman.com. Abgerufen am 12. Juni 2011.
  2. www.portofsohar.com
  3. Royal Haskoning
  4. 2010: "Freezone Sohar attracts international investor interest"

Weblinks[Bearbeiten]