Suhl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Stadt Suhl; zu weiteren Bedeutungen von Suhl siehe Suhl (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Suhl
Suhl
Deutschlandkarte, Position der Stadt Suhl hervorgehoben
50.61083333333310.693333333333422Koordinaten: 50° 37′ N, 10° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Höhe: 422 m ü. NHN
Fläche: 102,7 km²
Einwohner: 35.967 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 350 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 98527–98529,
98530 (Dietzhausen, Wichtshausen),
98711 (Vesser)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03681
036846 (Dietzhausen)
036782 (Vesser)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 54 000
Stadtgliederung: Stadt und 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Marktplatz 1
98527 Suhl
Webpräsenz: www.suhltrifft.de
Bürgermeister: Jens Triebel (parteilos)
Lage der Stadt Suhl in Thüringen
Weimar Eisenach Suhl Gera Jena Landkreis Altenburger Land Landkreis Greiz Tschechien Saale-Holzland-Kreis Freistaat Sachsen Freistaat Bayern Saale-Orla-Kreis Landkreis Sonneberg Niedersachsen Hessen Sachsen-Anhalt Landkreis Eichsfeld Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Landkreis Hildburghausen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Ilm-Kreis Landkreis Weimarer Land Erfurt Landkreis Gotha Wartburgkreis Landkreis Sömmerda Kyffhäuserkreis Unstrut-Hainich-Kreis Landkreis NordhausenKarte
Über dieses Bild

Suhl ist eine kreisfreie Stadt im Süden des Freistaates Thüringen. Sie liegt am Südhang des Thüringer Waldes im Tal von Lauter und Hasel. Suhl ist das Zentrum Südthüringens und wird von der Landesplanung als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums festgeschrieben.

Auf Grund ihrer Geschichte als Standort von Rüstungsbetrieben erklärten am 14. Februar 1991 die gewählten Vertreter des Stadtrates Suhl zur „Stadt des Friedens“. Gleichwohl bezeichnet sich wegen der langen Tradition der Jagdwaffenherstellung die Stadt gemäß Stadtratsbeschluss aus dem Jahre 2005 als „Waffenstadt Suhl“.

Suhl war über die Jahrhunderte eine vom Bergbau geprägte Stadt mit einem hennebergisch-fränkischen Erscheinungsbild. Als sie 1952 zur Bezirksstadt des Bezirkes Suhl wurde, beschloss man, sie umzubauen und zu vergrößern. So wuchs Suhl innerhalb weniger Jahre von etwa 25.000 Einwohnern auf über 56.000 an. Beim Umbauprozess wurde alte Bausubstanz aus der Innenstadt entfernt und durch moderne, von Betonplattenbauweise geprägte Architektur ersetzt.

In der Vergangenheit wurde Suhl sowohl für die seit Jahrhunderten ansässige Waffenherstellung als auch durch den Kraftradhersteller Simson bekannt. Viele Menschen verbinden mit Suhl auch das Wirken des Komponisten und Interpreten volkstümlicher Musik Herbert Roth. Heute sind es auch bekannte Wintersportler und Sportvereine wie der VfB 91 Suhl.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Suhl liegt in einem in Südrichtung langgezogenen Tal (minimal 380 m über NN) am Süd- bis Westrand des Thüringer Waldes. Die Stadt ist von Bergen zwischen 650 und 983 m Höhe umgeben.

Nachbargemeinden sind die sich unmittelbar anschließende Stadt Zella-Mehlis sowie die Gemeinde Benshausen im Norden (Landkreis Schmalkalden-Meiningen), die Gemeinde Dillstädt im Westen, Gehlberg, Schmiedefeld am Rennsteig (beide Ilm-Kreis) im Osten und die Gemeinden St. Kilian, Schmeheim und Oberstadt (Landkreis Hildburghausen) im Süden. Mit Ausnahme von Schmiedefeld gehörten alle Nachbarstädte und -gemeinden auch zum 1994 aufgelösten Landkreis Suhl.

Ein Teil der Suhler Gemarkung berührt im Osten das Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald der UNESCO.

Geologie[Bearbeiten]

Aufgrund der geologischen Situation am Rand des Thüringer Waldes kommen bei Suhl verschiedene Bodenschätze vor.

Alle Bodenschätze wurden bis Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts, Eisenerze und Spat bis Anfang des 20. Jahrhunderts, bergmännisch gewonnen. Heute spielen sie keine wirtschaftliche Rolle mehr.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Suhl gehören acht eingemeindete Dörfer und die zu DDR-Zeiten errichteten Plattenbau-Wohnkomplexe am Stadtrand sowie das Stadtzentrum im Tal in der Mitte. Sie sind in der Liste der Stadtteile von Suhl aufgeführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Bodenfunde auf dem Gebiet der heutigen Stadt Suhl belegen den Aufenthalt von Menschen schon um 2000 v. Chr. Etwa 500 v. Chr. wurden dann mit der Einwanderung keltischer Volksstämme im Suhler Raum Menschen sesshaft. Angenommen wird, dass ein einzelner Hof in der Gegend der Hauptkirche, am Rimbach gelegen, die erste Ansiedlung war. Die Salzquellen und das vorgefundene Eisenerz dürften der Anlass zur Ansiedlung gewesen sein. Der anfängliche Hof vergrößerte sich zum Dorf und entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte allmählich zur Stadt.

Mittelalter[Bearbeiten]

Unterlagen des Klosters Fulda nennen zwischen 900 und 1155 wiederholt einen Ort Sulaha. Seit etwa 1100 gehört das Gebiet den Grafen von Henneberg. Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1318. Die ältesten Eisenhämmer Suhls werden 1363 bis 1365 genannt: der Niederhammer und der Lauterhammer. Damit wird eine vorangehende Tradition des Eisenerzbergbaus belegt, die bis um die Mitte des 13. Jahrhunderts zurückreicht. Bereits aus dem Jahre 1474 sind Berichte von Verhandlungen am Berggericht zu Suhl überliefert.

Anstelle eines früheren Vorgängerbaus wurde auf dem Kirchberg, dem ältesten Siedlungszentrum der Stadt, von 1487 bis 1491 die Hauptkirche St. Marien errichtet. Nach Stadtbränden 1590, 1634 und 1753 erfolgte der Wiederaufbau der Kirche, zuletzt 1761 im Rokoko-Stil.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

1527 bestätigten die gefürsteten Grafen von Henneberg-Schleusingen Suhls städtische Rechte und Statuten, die zuvor aber schon bestanden.[2] 1553 wurde Suhl als Bergstadt bezeichnet, was der Stadt Rechte und Pflichten als Sitz der Bergverwaltung und der Berggerichtsbarkeit zubilligt. Im gleichen Jahr lassen sich Büchsenschmiede aus Nürnberg und Augsburg nieder, seit 1535 ist Handfeuerwaffenproduktion nachgewiesen.

Eisenerzabbau bildete die Grundlage für die Entwicklung des Rohrschmiede- und Büchsenmacherhandwerks. Die Fertigung von Sicheln und Wagen ist 1155 und von Harnischen, Panzern und Schwertern im Jahr 1499 nachgewiesen. 1548 bildete sich die Barchent- und Leineweberzunft, 1555 erfolgte die Gründung der Rohr- und Büchsenschmiede-Innung. Graf Georg Ernst von Henneberg erteilt 1563 den „Schlössern, Büchsenmachern, Spohrern und Windenmachern“ Innungsprivilegien. Ende des 16. Jahrhunderts wurden jährlich über 20.000 Gewehrrohre hergestellt. Im Jahr 1555 wurde mit dem Bau der vor den Toren der Stadt gelegenen Gottesackerkirche/Heiligkreuzkapelle begonnen. Die drei Hauptflüsse Steina, Lauter und Hasel lieferten die Antriebsenergie für 37 im Stadtgebiet nachgewiesene Mühlenstandorte.[3]

Nach dem Tod von Georg Ernst von Henneberg im Jahr 1583 fiel die Stadt als gemeinschaftlicher Besitz an die sächsischen Wettiner. Für das Jahr 1590 ist der erste große Stadtbrand bezeugt. Kaiserliche kroatische Truppen unter Feldmarschall Graf Johann Ludwig Hektor von Isolani plünderten und zerstörten Suhl 1634 im Dreißigjährigen Krieg, nachdem zwei Jahre zuvor Waffenproduktion und -handel ihren Höhepunkt erreicht hatten. Auch die Truppen des schwedischen Königs Gustav Adolf von Schweden wurden mit Waffen beliefert, daher erschien Suhl den Kriegsparteien immer wieder als lohnendes Ziel. Die Eisen- und Waffenproduktion geriet in eine Krise. Der Bergbau konnte sich seitdem nicht wieder erholen.

Suhl war 1553–1699 von Hexenverfolgung betroffen. Im gesamten heutigen Stadtgebiet mit den Ortsteilen Albrechts, Dietzhausen, Goldlauter, Heinrichs (Suhl), Mäbendorf, Neundorf (Suhl), Vesser (Suhl) und Wichtshausen gab es 116 Hexenprozesse mit 74 Hinrichtungen. Vier Angeklagte starben unter der Folter. Am 26. Juni 2011 wurden die Opfer der Suhler Hexenprozesse postum rehabilitiert.[4]

Eilert-Köhler-Orgel und Altar in der Kreuzkirche

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist in Suhl Orgelbau ansässig. Caspar Lehmann, auch Kaspar Lochmann genannt, unterhielt mit Johann Heinrich Mann eine in Südthüringen anerkannte Orgelbaufirma. Bezeugt sind Suhler Instrumente u. a. in Steinbach (Steinbach-Hallenberg), Ohrdruf und Rohr.

1660 wurde Suhl nach dem sächsischen Teilungsvertrag albertinisch und fiel als Sitz des Amtes Suhl an das Herzogtum Sachsen-Zeitz.

In den 1690er Jahren bemühte sich Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz um eine Belebung des Bergbaus. Nach einem Gutachten von J. M. Paräus, Bergdirektor, wurde ein Konzept erarbeitet, in dessen Folge ein Hochofen in Suhl errichtet und zahlreiche Bergwerke wieder oder neu aufgenommen werden – teils mit modernster Bergtechnik, wie beispielsweise einer Wasserkunst (1696 am Schacht Moritz Wilhelm).

Am 28. Mai 1702 marschierten 150 Dragoner unter Befehl des kursächsischen Oberst Roland in die Stadt ein und beschlagnahmen 620 Gewehre, die an den schwedischen General Baron Gyldenstein geliefert werden sollten. Den Auftrag dafür gab der sächsische Kurfürst August der Starke, der damit ein Zeichen gegen den florierenden Waffenhandel der Suhler mit Kriegsgegnern wie Schweden setzen wollte. Die Besatzungstruppe verließ Suhl mit dem Hinweis, dass man auch diejenigen Waffen abholen würde, die von anderen ausländischen Potentaten bestellt worden sind. Die von Herzog Moritz Wilhelm ausgerufene Mobilmachung der Landmiliz wurde erst am 15. Juli 1702 wieder aufgehoben.

Obwohl in vielen deutschen Gegenden bereits unüblich, ist für 1712 in Suhl ein Fall belegt, bei dem der Scharfrichter Glaser öffentlich zwei Männer und vier Frauen gebrandmarkt hat. Den als Zigeuner bezeichneten Personen ließ er einen Galgen auf ihre Rücken brennen.

Im Jahr 1713 weihte Johann Bernhard Bach (d.Ä.), ein Cousin Johann Sebastian Bachs, die neue Orgel in der Hauptkirche St. Marien ein. Die Bach-Familie war der Stadt verbunden, ein Teil dieser verzweigten Familie hatte seine musikalische Ausbildung beim Suhler Stadtmusikus und Stadtpfeiffer Johannes Christoph Hoffmann sen. erhalten, so Johann Bach (1604–1673), der Großonkel, und Christoph Bach (1613–1661), der Großvater von Johann Sebastian Bach, weiterhin Heinrich Bach (1615–1692) und Johannes Bach (1604–1673). Georg Christoph Bach (1642–1697) ist von 1661 bis 1668 Kantor und Schulmeister in Heinrichs bei Suhl. Auch in späteren Jahren galt Suhl als gute Adresse für die musikalische Ausbildung. Der Komponist Johann Peter Kellner (1705–1772) lernte hier Komposition und Satztechnik bei Hieronymus Florentinus Quehl. Kellner wiederum war später Lehrer des in Suhl geborenen Komponisten und Organisten Johann Ernst Rembt (1749–1810). Ihre Ausbildung erhielten auch Johann Friedrich Kessel, von 1756 bis 1798 Domkantor in Freiberg und Johann Friedrich Fasch (1688–1755), dessen Vater in Suhl Kantor und Rektor der Lateinschule war.

Kapelle Zum Heiligen Kreuz

Nach Erlöschen der Linie Sachsen-Zeitz gelangte Suhl 1718 an Kursachsen. Neben der gotischen Heiligkreuzkapelle/Gottesackerkirche entstand von 1731 bis 1739 „vor den Toren der Stadt“ die barocke Kreuzkirche. Vom letzten großen Stadtbrand am 1. Mai 1753 wurden lediglich das Gebäudeensemble um das einstige untere Malzhaus (heute Waffenmuseum), die Kreuzkirche, zwei Mühlen und wenige Häuser, darunter einigen Rohrschmieden und Hammerwerke am Stadtrand, verschont. Das Feuer brach kurz nach 10 Uhr in der heutigen Stadelstraße im Ortszentrum aus und verbreitet sich durch den Steinweg über sämtliche Gassen im Stadtkern. Insgesamt brannten damals neben den öffentlichen Gebäuden 542 Privathäuser mit 220 Nebengebäuden, 490 Stallungen und 161 Stadel ab. Damit die Gewehr- und Barchentfabrikanten nach dem Brand nicht abwanderten, erhielten sie einen staatlichen Bauvorschuss. Am Wiederaufbau der Stadt wirkten mehrere bekannte Baumeister mit, wie beispielsweise Gottfried Heinrich Krohne aus Weimar, der 1754 das Schlegelmilch'sche Eckhaus am Markt projektierte.

Im Jahre 1736 waren 119 Schlossermeister bzw. Büchsenmacher in Suhl tätig. Damit war die Stadt der wichtigste Ort der Waffenherstellung in Kursachsen.

Im Jahre 1746 lag der Bergbau fast völlig darnieder, so dass die Gewehrfabrik wegen Mangels an Eisenerz in ihrer Existenz bedroht war. Die einführbaren Erze aus Schmalkalden oder Saalfeld waren entweder zu minderwertig oder zu teuer. In Suhl wurden nur noch zwei Bergwerke betrieben: Segen Gottes und der Rote Crux. Der Rat zu Suhl ersuchte das Oberaufseheramt in Schleusingen um Steuerbegünstigungen und Holzzuteilungen für die „Aufnehmung eines dasigen Gebürges auf Eisen-Stein“ am Ringberg. Die Verhandlungen zogen sich über zehn Jahre erfolglos hin.

1765 entsandte Kursachsen den Bergoffizianten Wilhelm Gottlob Gläser und seinen Sohn Friedrich Gottlob Gläser zur Übernahme des Bergamtes in Suhl, um die seit den 1740er Jahren herrschenden Missstände zu beseitigen. Unterstützt vom Wissen der Gläsers und motiviert von den geordneten Verhältnissen, fanden sich etliche Bergbauwillige, Knappen und Gewerkschaften. Es kam zur Aufnahme dutzender Bergwerke. Das „Hennebergische Bergfieber“ brach aus, hielt aber nur einige Jahre an. Schon 1775 hatten mehr als die Hälfte der neuen Bergwerke ihren Betrieb wieder eingestellt.

Im Jahre 1780 suchte Johann Wolfgang von Goethe gemeinsam mit dem Geologen und Bergrat Johann Karl Wilhelm Voigt für die Wiederbelebung des Bergbaus in Ilmenau Anregungen in den Suhl-Goldlauterer Bergwerken.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

1803 wurde in Suhl die erste mechanische Druckmaschine durch Friedrich Koenig konstruiert. Nach seiner Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig soll Napoleon I. im „Lauterer Wirtshaus“ übernachtet haben.

Nach dem Wiener Kongress fiel Suhl 1815 wie der gesamte sächsische Anteil an der ehemaligen Grafschaft Henneberg an das Königreich Preußen. Das Amt Suhl wurde 1821 endgültig aufgelöst und war bis 1945 Bestandteil des Kreises Schleusingen im Regierungsbezirk Erfurt in der preußischen Provinz Sachsen, wobei ab 1. Juli 1929 das Landratsamt von Schleusingen nach Suhl verlegt wird.

Zwar bestanden Anfang des 19. Jahrhunderts noch einige wenige Bergwerke in Suhl, doch dies genügte nicht, um das Bergamt in Suhl zu erhalten. 1838 wurde es nach Kamsdorf bei Saalfeld verlegt.

Jagdwaffen aus Suhl – DDR-Briefmarkensatz

Mit der Industrialisierung des Büchsenmacherhandwerks im 19. Jahrhundert entwickelten sich bedeutende Waffenfabriken wie die Firmen J. P. Sauer & Sohn, C. G. Haenel und Simson & Co. 1840 eröffnete in Suhl eine Lehranstalt für Militärbüchsenmacher.

In den 1840er und 1850er Jahren wurden im Zuge erster Bemühungen um die Bahnerschließung im Norden Frankens durch Joseph Meyer und später den Hennebergischen Glashüttenverein (Hennebergia AG) auch in Suhl etliche Eisenerzgruben gemutet und teilweise mit guter Ausbeute betrieben, doch waren die wirtschaftlichen Verhältnisse der Betreiber nicht dauerhaft günstig.

1861 begann eine bedeutende Porzellanindustrieproduktion. In den drei 1861, 1868 und 1882 in Suhl und Mäbendorf gegründeten Fabriken waren zeitweise über 1.000 Arbeiter beschäftigt. In den ersten Jahren stellte man gebranntes Porzellan und später Zierporzellan her. Um 1930 wurde die Porzellanherstellung eingestellt.

1882 erhielt Suhl nach Süden Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz, nach Fertigstellung des Brandleitetunnels 1884 auch nach Norden. 1893 wurde in Suhl eine Beschussanstalt eröffnet, die erste und damit älteste in Deutschland. Bereits 1896 wurde in den Simson-Werken die Produktion von Fahrrädern aufgenommen. 1906 begann die Auto-Produktion in Suhl. Rennwagen und Luxuswagen der Simson-Werke, wie der Simson Supra, erhielten schnell einen hervorragenden Ruf.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Das Suhler Rathaus mit Waffenschmied-Denkmal

Während des Kapp-Putsches wurde Suhl von Truppen besetzt. An die Vertreibung der Milizen durch Arbeiterwehren erinnert heute die Inschrift am Rathaus „Im grünen Wald die rote Stadt, die ein zerschossen' Rathaus hatt“. In den 1920er und 1930er Jahren wurde die Reichswehr mit Suhler Waffen ausgerüstet.

Mit Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Verfolgung politischer Gegner und unerwünschter Bevölkerungsteile erwidert durch die Bildung von Widerstandsgruppen: seit 1933 die sozialdemokratisch geprägte „Domberg-Runde“, die kommunistische „Regenberg-Gemeinde“ und seit 1936 die „Friedberg-Gruppe“.[5] Auch die anarchosyndikalistische Ortsgruppe der FAUD schloss sich gemeinsam mit der kommunistischen KAPD/AAU aus Ruhla zu einer 'Schwarzen Schar' zusammen.[6]

1935 erfolgte die „Arisierung“ jüdischen Besitzes. Davon betroffen waren u. a. das Kaufhaus am Markt und die Simson-Werke, die zunächst in die Wilhelm-Gustloff-Stiftung überführt wurden. Die Suhler Synagoge in der früheren Hohenlohestraße (heute Straße der Opfer des Faschismus), von 1904 bis 1906 erbaut, fiel 1938 den Novemberpogromen zum Opfer. An die Zerstörung erinnert seit November 1985 ein Gedenkstein. 1940 eröffnete eine Fliegerschule, in deren Gebäuden von 1951 bis 1989 die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit untergebracht war. Wie in den meisten deutschen Städten wurde im Zweiten Weltkrieg die Industrie vollständig auf Waffen- und Kriegsproduktion umgestellt. Auf 20.000 Einwohner kamen etwa 10.000 Zwangsarbeiter. Hergestellt wurden in hohen Stückzahlen Maschinenpistolen und Maschinengewehre sowie auch Messleiteinrichtungen für die V-Waffen-Produktion. Von größeren Luftangriffen blieb Suhl verschont, da die in der Stadt vorhandenen Produktionsstätten für Kriegswaffen von den Alliierten als unbedeutend eingestuft worden waren. Da sich versprengte SS-Einheiten den US-Truppen nicht kampflos ergaben, kam es in der Stadt Anfang April 1945 zu Kriegsschäden.

Am 3. April 1945 besetzten Einheiten der 3. US-Panzerdivision unter Befehl des Generals George S. Patton die Stadt. Mit Auflösung der preußischen Bezirksregierung in Erfurt wurde Suhl zum 1. Juli 1945 dem Land Thüringen zugeordnet. Am 3. Juli 1945 übernahmen Einheiten der Roten Armee auf Grund des 1. Londoner Zonenprotokolls von 1944 und der Beschlüsse der Konferenz von Jalta die Stadt. Suhl wurde damit Teil der Sowjetischen Besatzungszone. 1947 wurden wichtige Werke der Rüstungsindustrie gesprengt (u. a. Krieghoff) oder als Reparation in die Sowjetunion abtransportiert (wie die Simson-Werke). Bereits im Jahr zuvor waren wichtige Experten und Facharbeiter wie der Konstrukteur Hugo Schmeisser (MP18, Sturmgewehr 44) in die Sowjetunion verbracht worden.

Mit Aufnahme der Motorradproduktion (AWO 425) in den Simson-Werken erfuhr die Fahrzeugherstellung 1950 eine Wiederbelebung. Die Simson-Werke produzierten zunächst als SMAD-Betrieb unter sowjetischer Führung, firmierten ab 1952 als Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl, ab 1968 als Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ und wurden später in das IFA-Kombinat eingegliedert.[7]

Bau des Großwohngebietes Suhl-Nord (1980)

1952 wurde Suhl nach Auflösung der Länder in der DDR Bezirkshauptstadt und blieb dies bis zur Wiedervereinigung 1990. Der historisch gewachsene Stadtkern wurde zu großen Teilen abgebrochen und unter Federführung der Bauakademie der DDR unter Hermann Henselmann sozialistisch umgestaltet. Es entstand ein neues Stadtzentrum mit Kulturhaus, Stadthalle, Hochhäusern, Schnellstraße, Centrum Warenhaus und Verwaltungsgebäuden. 1953 erfolgt die Gründung der Suhler Philharmonie. Seit dem 12. Mai 1967 ist Suhl kreisfreie Stadt.

Im Jahre 1972 wurde in Suhl-Goldlauter ein Sportflugplatz eingeweiht, im gleichen Jahr fand der erste Großflugtag statt. 1978 zog die Stadt als Austragungsort der Europameisterschaften im Sportschießen internationale Aufmerksamkeit auf sich.

Im Jahre 1984 eröffnete auf dem Suhler Friedberg eine Offiziershochschule der DDR-Grenztruppen (nach 1990 Gewerbepark und Teil der Technischen Universität Ilmenau). 1986 war Suhl Austragungsort der 8. Europameisterschaften im Volleyball und der 44. Weltmeisterschaften im Sportschießen.

Ab September 1989 versammelten sich von Woche zu Woche mehr Menschen in Kreuzkirche und Marienkirche und forderten demokratische Rechte und Freiheiten. Die erste Großdemonstration am 4. November 1989 war ein Meilenstein des demokratischen Umbruchs in Suhl. Seit 1990 gehört Suhl zum wieder gegründeten Freistaat Thüringen. Die Wende führte zu Umstrukturierung der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Bevölkerungsschwund.

Die Berufsfachschule für Büchsenmacher eröffnete 1992 als einzige Schule dieser Art in Deutschland. Seit 1998 erfolgt hier auch die Ausbildung von Graveuren. Im Jahre 2001 nahm das SRH Institut für Gesundheitsberufe (IfG) seine Arbeit als Fachschule für Berufe im Gesundheitswesen auf.

Im Jahr 1995 wurde nach der Rekonstruktion der ehemaligen Stadthalle das Congress Centrum Suhl (CCS) eröffnet. Mit dem bis zu 5000 Besucher fassenden Saal und seiner Veranstaltungspalette spielt das CCS eine wichtige Rolle für das Suhler und Südthüringer Kulturangebot.

1996 öffnete im ehemaligen Simson-Werk ein Fahrzeugmuseum seine Pforten. Das Suhler Fahrzeugmuseum, das die über 100-jährige Tradition des Fahrzeugbaus in Suhl widerspiegelt, befindet sich seit 2007 im Congress Centrum Suhl.

Im Hinblick auf die hohe Verschuldung (70 Mio. Euro, Stand 2010) und den stetigen Bevölkerungsrückgang der Stadt wird der Status der Kreisfreiheit seit längerem öffentlich diskutiert, ohne dass sich jedoch bislang eine konkrete Alternative abzeichnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1994 wurden Albrechts, Dietzhausen, Vesser und Wichtshausen eingemeindet. Diese räumlich vom Stadtgebiet getrennten Orte besitzen, wie auch die schon früher eingemeindeten Orte Goldlauter-Heidersbach, Heinrichs und Mäbendorf, einen eigenen Ortschaftsrat.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Im Jahre 1989 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Suhl mit über 56.000 ihren historischen Höchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder gesunken. Seit der Wende hat Suhl mit erheblicher Abwanderung zu kämpfen, weshalb Suhls Wohnlandschaft einem starken Rückbau unterworfen ist. Dies betrifft insbesondere Plattenbauten an der Stadtperipherie und im Ortsteil Suhl-Nord.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte 2012 eine Schätzung, laut der Suhl im Jahr 2030 nur noch 27.400 Einwohner haben könnte.[8]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei den Zahlen handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.

Jahr Einwohner
1525 1.255
1705 4.486
1753 5.189
1806 6.060
1811 5.598
1815 5.922
1841 7.150
3. Dezember 1843 ¹ 8.127
1. Dezember 1875 ¹ 10.512
1. Dezember 1880 ¹ 10.004
1. Dezember 1885 ¹ 10.602
1. Dezember 1890 ¹ 11.533
2. Dezember 1895 ¹ 11.900
1. Dezember 1900 ¹ 13.000
1. Dezember 1905 ¹ 13.814
1. Dezember 1910 ¹ 14.468
1. Dezember 1916 ¹ 14.820
Jahr Einwohner
5. Dezember 1917 ¹ 14.639
8. Oktober 1919 ¹ 14.742
16. Juni 1925 ¹ 15.579
16. Juni 1933 ¹ 15.477
17. Mai 1939 ¹ 25.530
1. Dezember 1945 ¹ 25.084
29. Oktober 1946 ¹ 24.598
31. August 1950 ¹ 24.020
31. Dezember 1955 25.215
31. Dezember 1960 25.497
31. Dezember 1964 ¹ 28.190
1. Januar 1971 ¹ 31.661
31. Dezember 1975 37.771
31. Dezember 1981 ¹ 49.849
31. Dezember 1985 54.392
31. Dezember 1988 56.345
Jahr Einwohner
31. Dezember 1990 54.731
31. Dezember 1995 53.591
31. Dezember 1998 50.182
31. Dezember 1999 49.206
31. Dezember 2000 48.025
31. Dezember 2001 46.765
31. Dezember 2002 45.569
31. Dezember 2003 44.529
31. Dezember 2004 43.652
31. Dezember 2005 42.689
31. Dezember 2006 41.861
31. Dezember 2007 41.015
31. Dezember 2008 40.173
31. Dezember 2009 39.526
31. Dezember 2010 38.776
31. Dezember 2011 38.219
31. Dezember 2012 35.967

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Suhl war als Bezirkshauptstadt in der DDR ein administratives Zentrum. Neben der Bezirksleitung der SED und dem „Rat des Bezirkes“ waren auch Dienststellen der Staatssicherheit, der NVA und die Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“ der Grenztruppen der DDR Arbeitgeber. Heute ist die Stadt Sitz zahlreicher regionaler Behörden und Institutionen.

Stadtrat[Bearbeiten]

Parteien und Wählergemeinschaften %
1999
Sitze
1999
%
2004
Sitze
2004
%
2009
Sitze
2009
LINKE Die Linke 31,4 13 31,8 12 31,1 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,6 19 25,5 9 23,0 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,6 10 10,6 4 17,4 6
Aktiv für Suhl Aktiv für Suhl 28,8 11 12,8 5
Freie Wähler Freie Wähler Suhl 8,8 3
FDP Freie Demokratische Partei 3,3 6,9 3
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 2,4
Gesamt 100 36 100 36 100 36
Wahlbeteiligung in % 54,1 47,5 47,3

Suhl gehört zu den größten Städten Deutschlands, in deren Stadtrat Bündnis 90/Die Grünen nicht vertreten sind.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Suhl
Blasonierung:

„In Silber eine gezinnte schwarzgefugte rote Stadtmauer mit nach außen geschwenkten, schwarz beschlagenen goldenen Torflügeln und goldener Toröffnung, darin auf grünem Dreiberge eine schwarze Henne mit rotem Kamm, dahinter wachsend zwei gezinnte Türme mit je vier schwarzen Fenstern und goldbeknauften blauen Kegeldächern, zwischen ihnen eine schwebende schräggestellte goldene Erzmulde, von einer schräglinken goldgestielten blauen Hacke gekreuzt.“

Beschreibung:

Bereits ein aus dem 17. Jahrhundert stammendes „SIGILLVM CIVITATIS SVLAE“ zeigt das Tor mit der Henne darin und die Hacke und Sohle schräggekreuzt übereinander. Der Haupterwerb des ehemals hennebergischen Ortes war ursprünglich der Eisenerzbergbau. Daraus erklärt es sich, dass eine Berghacke, gekreuzt mit einer Erzmulde in das Siegelbild genommen wurde; letztere wurde dann später dem Wortklang des Stadtnamens entsprechend für eine Sohle gehalten. Die Mauerzinnen und Türme symbolisieren das Stadtrecht und die auf dem Dreiberg stehende Henne ist das Symbol der ehemals herrschenden Henneberger Grafen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Suhl unterhält mit folgenden Städten, eine Städtepartnerschaft[9]:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Orchester, Chöre[Bearbeiten]

Waffenmuseum

Museen[Bearbeiten]

Weiteres[Bearbeiten]

  • Tierpark
  • Philharmonie (ehemals Kulturhaus, seit Jahren geschlossen und nun an IHK zum Umbau verkauft)
  • Congress Centrum Suhl (CCS) mit Ottilienbad
  • Schul- und Volkssternwarte mit Zeiss-Planetarium

Sakralbauten[Bearbeiten]

lili rere
Die Suhler Marienkirche
Die Kreuzkirche
  • Hauptkirche St. Marien (erbaut 1487–1491) (nach Stadtbränden 1590, 1634 und 1753 wiederaufgebaut, Rokoko-Innenausstattung von 1761, gilt als größte erhaltene Rokoko-Kirche Ostdeutschlands, Orgel von Johann Michael Wagner, Wandmalereien aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Sakristei)
  • Kreuzkirche (erbaut 1731–1739) mit großer Orgel von Eilert Köhler im Hauptschiff und kleiner Ladegast-Orgel in der Kapelle
  • Der Neubau der Ottilienkapelle von 1843 anstelle einer Wallfahrtskapelle
  • die gotische Kreuzkapelle/Gottesackerkirche von 1555 mit Chorerweiterung von 1618
  • Pfarrkirche St. Ulrich im Ortsteil Heinrichs von 1503 (1116 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, mit spätgotischem, kunstgeschichtlich bedeutendem Sakramentshäuschen)

Profanbauten[Bearbeiten]

lili rere
Rathaus (2004)
Am Kulturhaus
  • Rathaus (neobarocker Umbau 1910, Vorgängerbau von 1590)
  • Waffenmuseum im historischen Malzhaus von 1663 (Teil eines ehemaligen Fachwerkhausensembles)
  • Fachwerkensemble im Ortsteil Heinrichs mit Rathaus von 1657 (Erdgeschoss 1515; Prunkstück des Henneberger Fachwerkstils)
  • Waffenschmied-Denkmal auf dem Marktplatz von 1903, Wahrzeichen der Stadt
  • Fachwerkhäuser im Ortsteil Neundorf
  • Rokokohaus in der Fußgängerzone Steinweg (weitere Rokokohäuser fielen der sozialistischen Umgestaltung zum Opfer)
  • Alte Schmiede, erstes Fabrikgebäude der 1840 gegründeten Waffenfirma C. G. Haenel
lili rere
Der Boulevard Steinweg (1981)
Der Steinweg (2007)
  • Dombergturm (Bismarck-Turm) von 1896
  • Philharmonie von 1956 (ehemaliges Kulturhaus, wird zum IHK-Sitz umgebaut, nur das Portal bleibt erhalten)
  • Neubau der Stadtbibliothek von 2004 (Architektenbüro Weingart-Bauer-Bracke-Hoffmann)
  • Das Congress Centrum Suhl entstand in den 1990er-Jahren durch den Umbau der alten „Stadthalle der Freundschaft“, welche nach dem Vorbild des Leningrader Eispalastes konzipiert worden war.
  • Ringberghaus, ein weithin sichtbares Hotel auf dem Ringberg oberhalb von Suhl
  • Das CENTRUM-Warenhaus war über lange Jahre eines der prägendsten Gebäude des modernen Suhler Stadtbildes. Seit Oktober 2006 wird es nach Investorenplänen abgetragen, umgebaut und um ein Parkhaus erweitert. Der Umbau zu einem neuen Shopping-Center ist seit März 2008 abgeschlossen. Das Warenhaus war von 1966 bis 1969 nach Entwürfen von Heinz Luther (Kollektiv), Ulrich Möckel, Fritz Popp erbaut worden und gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse der europäischen Warenhaus-Architektur der Nachkriegsmoderne. Seit 1990 firmierte es als Kaufhof-Kaufhaus und wurde im Jahr 2000 geschlossen. Prägend für das Gebäude waren die metallplastische Strukturfassade von Prof. Fritz Kühn sowie die konstruktivistische Fächertreppe aus Stahlbeton von Waldo Dörsch.

Parks[Bearbeiten]

  • nahe der Kreuzkirche liegt der kleine Stadtpark mit Rotbuchen

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Der Suhler Hausberg ist der 675 m hohe Domberg mit Aussicht vom Bismarckturm. An seinem Hang befindet sich die Ottilienkapelle
  • Steinsburg bei Suhl-Heinrichs: sagenumwobener Ort, der an die Reste einer alten Burg erinnert. Die Steinformation hat aber natürliche Ursachen und geht auf einen Magmadurchbruch zurück.
  • Erletor Talsperre bei Hirschbach
  • UNESCO-Biosphärenreservat Vessertal, in ihm liegt z. B. der Adlersberg
  • Rennsteig in unmittelbarer Nähe der Stadt
  • Pochwerksgrund bei Suhl-Goldlauter
Blick von der Ottilienkapelle über Suhl

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

  • Gedenkstein von 1947 für die NS-Opfer des Stadtteils auf dem Friedhof von Albrechts
  • Mahnmal von 1975 auf dem Friedhof von Goldlauter für „Opfer und Kämpfer gegen den Faschismus“, seit 1999 „Opfer der Gewaltherrschaft“
  • Sowjetdenkmal für die Rote Armee mit der Aufschrift „Ehre den ruhmreichen Helden der Sowjetarmee – Danke den Völkern der Sowjetunion“ im Stadtteil Aue II
  • Gedenkstätte von 1979 für die Opfer des Faschismus mit Relief „Stationen der Arbeiterbewegung“ im Stadtpark
  • Gedenktafel von 1998 am Rathaus auf dem Marktplatz für 51 Opfer des Nationalsozialismus – die Namen der ermordeten Sinti und Roma fehlen
  • Stele der Erinnerung an die 1938 zerstörte Synagoge, seit 1985 in der Straße der Opfer des Faschismus
  • Gedenkstein von 1994 für ums Leben gekommene italienische Militärinternierte auf dem Städtischen Friedhof
  • Gedenkstein für im RAD-Lager umgekommene Zwangsarbeiter(innen) auf dem Friedhof in Dietzhausen

Sport[Bearbeiten]

lili rere
Stadt- und Sporthalle Suhl (1976)
Schießsportanlage Suhl (1976)
  • Volleyball: Damen, 1. Bundesliga VfB 91 Suhl
  • Fußball: 1. Suhler SV
  • Handball: HSG Suhl
  • Schießsportzentrum Suhl-Friedberg
  • Basketball Verein Suhl e. V.
  • Boxring 90
  • Sportakrobatikclub Suhl
  • Badminton: SG Feinmess Suhl
  • Wintersport: SWV Goldlauter-Heidersbach

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Last Summer Open Air (alternative Rockveranstaltung)
  • Provinzschrei (Kulturfestival)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Suhl liegt an den Autobahnen A 71/A 73 und wird im Ortsteil Heinrichs von der A 73 auf der Haseltalbrücke in 85 Meter Höhe überquert.

Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Erfurt-Schweinfurt. Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Bahnhof Halt für Zugläufe von Berlin nach Saarbrücken und Tübingen sowie für einen Nachtzug BerlinRom (Fahrplan 1935: D 13/14).

Am Bahnhof zweigt die Friedbergbahn ab, die als Nebenbahn nach Schleusingen verläuft. Durch ehemalige Zahnstangenabschnitte über den Friedberg ist diese Steilstrecke technisch und landschaftlich interessant. Seit 1997 verkehren auf dieser Strecke keine Züge mehr.

Der öffentliche Personennahverkehr innerhalb der Stadt Suhl wird von der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft Suhl/Zella-Mehlis (SNG) mit mehreren Buslinien realisiert. 1989 sollte in der Stadt außerdem der Oberleitungsbus Suhl in Betrieb gehen, das Projekt konnte jedoch in Zeiten des politischen Umbruchs nicht verwirklicht werden.

Der Sportflugplatz Suhl-Goldlauter (ICAO Code EDQS), im Nordosten der Stadt, ist ein Sonderlandeplatz mit einer 570 Meter langen Graslandebahn.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Vor dem Zweiten Weltkrieg genossen vor allem die Waffen-, Fahrzeug- und Werkzeugfirmen großes internationales Ansehen.

Firmenname Gründungsjahr Heutiger Standort Name zur Zeit der DDR
J. P. Sauer & Sohn 1751 Eckernförde  
Simson 1856    
Remo Gewehrfabrik Gebr. Rempt Suhl      
C. G. Haenel Waffen- u. Fahrradfabrik Suhl 1840    
Heinrich Krieghoff Suhl 1886    
Fritz Kiess & Co. Suhl      
Firma Luch & Wagner Suhl      
Walther Steiner Eisenkonstruktionen Suhl      
Selve-Kornbiegel-Dornheim AG Suhl      
Metallfabrik Wilhelm Kober     EGS Elektro- und Hausgeräte
Messwerkzeugfabrik Friedrich Keilpart und Co. 1878   Feinmeß Suhl
Waffenfabrik Gebrüder Merkel Suhl 1898    

Erwähnenswert sind bedeutende Waffenfabriken in der Nachbarstadt Zella-Mehlis, beispielsweise die Carl Walther GmbH (gegründet 1886), J. G. Anschütz oder Reitz & Recknagel im heutigen Suhler Ortsteil Albrechts, das nach 1945 in Schweinfurt neu aufgebaut wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren das Ernst-Thälmann-Werk und das Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl die größten Arbeitgeber der Stadt. Diese Betriebe wurden Anfang der 70er Jahre vereinigt zum VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“. Während man in der Waffenproduktion Jagdwaffen, Sport- und Luftgewehre, aber auch in größeren Stückzahlen Kalaschnikow fertigte, wurden bei Simson nach dem Auslaufen der Motorradproduktion AWO 425 Leichtkrafträder hergestellt, u. a. SR2 (Simson), Simson Star, Sperber, Schwalbe (Simson), Simson S50, Simson S51. Mit dem Wohnungsbaukombinat WBK Suhl (mit Produktionsstrecken in der Partnerstadt Kaluga und in Berlin-Marzahn), dem Elektrogerätewerk Suhl (Heißwasserspeicher, Mixer, Brot- und Allesschneider, Haarschneidemaschinen), dem Feinmesszeugwerk FMS (zuletzt zum Kombinat Carl Zeiss Jena gehörend), dem VEB MLW Medizinmechanik (heute Aesculap) und dem Fleischkombinat (heute Zimbo) bestanden weitere große und mittelgroße Betriebe. Der größte Teil der in staatlichen Kombinaten organisierten Firmen war nach der Vereinigung wirtschaftlich nicht lebensfähig.

Bedeutende Betriebe nach 1990 sind u. a. das CD/DVD-Presswerk Compact Disc Suhl-Albrechts, die paragon AG , die Merkel Jagd- und Sportwaffen GmbH (bis 1945 Gebrüder Merkel Suhl), das Zimbo-Werk (bis 1990 Fleischkombinat Suhl) sowie die Großbäckerei Gramss. 2002 meldet die Simson Motorrad GmbH, trotz Einführung neuer Modelle wie Schikra, SC und TS und der Herstellung von Motor- und Elektrorollern, Insolvenz an. Weiterhin werden in Suhl Hebezeuge, medizinische Instrumente, Zulieferteile für die Autoindustrie, Erzeugnisse des Maschinen- und Werkzeugbaus sowie der Elektrotechnik und Messtechnik gefertigt.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 8,0 % (Stand Juni 2011) im Thüringer Durchschnitt. Die Arbeitsagentur Suhl hat sich neben der regionalen Arbeitsförderung unter dem Slogan Meer Arbeit darauf spezialisiert, Berufe auf Hoher See zu vermitteln.[10]

Gesundheit[Bearbeiten]

In Suhl ist mit dem SRH Zentralklinikum Suhl das größte Klinikum Südthüringens angesiedelt. Das Haus der Schwerpunktversorgung umfasst 22 Fach- und Teilgebiete der Medizin. An das Klinikum angeschlossen sind das Medizinische Versorgungszentrum Suhl mit derzeit acht Fachgebieten zur ambulanten Versorgung der Patienten sowie die Notdienstzentrale der Kassenärztlichen Vereinigung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Rolf Anschütz (1932–2008), Gastronom, Gründer des ersten japanischen Restaurantes der DDR
  • Christoph Bach (1613–1661), Komponist und Großvater von Johann Sebastian Bach, erhielt seine musikalische Ausbildung beim Suhler Stadtmusikus Johannes Christoph Hoffmann sen.
  • Georg Christoph Bach (1642–1697), Komponist, Stammvater der fränkischen Bach-Linie, 1661 bis 1668 Kantor und Schulmeister in Heinrichs bei Suhl
  • Heinrich Bach (1615–1692), Komponist, Stammvater der Arnstädter Bach-Linie, erhielt seine musikalische Ausbildung beim Suhler Stadtmusikus Johannes Christoph Hoffmann sen.
  • Johann Bach (1604–1673), Komponist und Großonkel von Johann Sebastian Bach, Begründer der Erfurter Bach-Linie, erhielt seine musikalische Ausbildung beim Suhler Stadtmusikus Johannes Christoph Hoffmann sen.
  • Friedrich Georg Fasch († 1700 in Suhl), Rektor der Latein-Schule Suhl, Kantor, Vater von Johann Friedrich Fasch
  • Johann Friedrich Fasch (1688–1755), Komponist und Organist, Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs, erhielt in Suhl seine musikalische Ausbildung
  • Claus Peter Flor (* 1953), 1981–1984 Chefdirigent der Suhler Philharmonie, danach Generalmusikdirektor des Berliner Sinfonieorchesters und Dirigent der Berliner Philharmoniker
  • Johann Friedrich Glaser (1707–1789), Mediziner
  • Johann Wilhelm Grötzsch (1688–1752), evangelisch-lutherischer Theologe und Kirchenliederdichter
  • Paul Hagemeister (1868–1941), erster Bürgermeister in Suhl/Thüringen und später Regierungspräsident.
  • Reinhard Heß (1945–2007), Skisprung-Bundestrainer
  • Nadja Jenzewski (* 1986), Volleyball-Nationalspielerin
  • Johann Peter Kellner (1705–1772), Komponist und Orgelbauer
  • Friedrich Koenig (1774–1833), leistete als Erfinder der Schnellpresse einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Druckindustrie und wirkte einige Zeit in Suhl
  • Andre Lange (* 1973), Bobsportler, mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister
  • Hieronymus Florentinus Quehl (1694–1739), Komponist und Organist, Lehrer von Johann Peter Kellner
  • Karin Roth, Thüringer Volksmusiksängerin, Tochter von Volksmusiksänger Herbert Roth
  • Hugo Schmeisser (1884–1953), Waffenkonstrukteur
  • Louis Schmeisser (1848–1917), Waffenkonstrukteur
  • Ralf Schumann (* 1962), Sportschütze, mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister
  • Moses Simson und Gebrüder Löb, Gründer der Simson-Werke
  • Johann Georg Tinius (1764–1846), von 1798 bis 1809 Pfarrer zu Heinrichs, ging als „Büchermörder“ in die Geschichte ein (vergl. Roman von Detlef Opitz: Der Büchermörder)
  • Frank Ullrich (* 1958), Biathlon-Bundestrainer

Sonstiges[Bearbeiten]

Unter der Leitung von Rolf Anschütz eröffnete 1966 in Suhl das erste japanische Restaurant der DDR als Japanabteilung des HO-Restaurants „Waffenschmied“. Die Geschichte des 1977 erweiterten und mit einem kleinen Sentō-Bad versehenen exklusivsten japanischen Lokals Europas erzählt der Spielfilm Sushi in Suhl aus dem Jahr 2012.[11]

Im Internet wurde Suhl hauptsächlich dadurch bekannt, dass die Behörden der Stadt 2001 vergessen hatten, die Gebühren für ihre Domain zu bezahlen. Die damit automatisch gekündigte Domain hat sich daraufhin der Ex-Polizist Norbert Suhl aus Lübeck gesichert. Der darauf folgende Rechtsstreit wurde von den Medien gespannt verfolgt und gilt als Präzedenzfall. Die Stadtverwaltung hat erfolglos versucht, die Domain einzuklagen.

Suhl ist auch der Name eines Airbus der Lufthansa, der beim Orkan Emma auf dem Hamburger Flughafen eine Beinahe-Bruchlandung hatte.[12]

In Suhl findet seit 2008 jährlich eine Geschichtsmesse statt. Die dreitägige Veranstaltung ist ein Forum für „Anbieter“ und „Abnehmer“ der historisch-politischen Bildungsarbeit in der Bundesrepublik. Sie wendet sich an Institutionen und Vertreter aus Bund, Ländern und Kommunen sowie an alle, die Interesse an der jüngsten Zeitgeschichte haben.[13]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Beiträge zur Geschichte der Stadt Suhl. Mehrbändige Reihe. Herausgegeben von der Stadtverwaltung Suhl 1991
  •  Herbert Bauer, Rat des Kreises Suhl (Hrsg.): Suhl. Stadt und Land im Thüringer Wald. Druckerei Fortschritt, Erfurt 1955, S. 288.
  • Ulrich Brunzel, Werner Hertlein: Beiträge zur Bergbaugeschichte der Bezirksstadt Suhl. Kulturbund Suhl 1978.
  • Hans-Jürgen Fritze: Historisches Leitbild der Stadt Suhl. Autorengemeinschaft Chronik Suhl, Suhl 2004.
  • Gerhard Hopf, Klaus Dieter Müller: Stadt Suhl. Brockhaus Stadtführer, Leipzig 1988; ISBN 3-325-00000-2.
  • Gerd Manig, Dieter Schellenberger: 475 Jahre Suhl. Erfurt 2002; ISBN 3-89702-371-7.
  • Herbert Mesch: Suhl, Diamant in Thüringens Bergen. Zella-Mehlis 2006/2011; ISBN 3-930588-65-X.
  • Suhl – Rubin im Grün der Wälder Zella-Mehlis 2008; ISBN 978-3-930588-84-8.
  • Suhl – Smaragd zwischen Berg und Tal. Zella-Mehlis 2009; ISBN 978-3-930588-93-0.
  • Bunter Geburtstagsstrauß der GeWo Suhl – Festschricht zehn Jahre GeWo.
  • Spuk im Winterwald. Sagenhafte, moderne Märchen aus Suhl und dem Rennsteiggebiet. 2010/2011. ISBN 978-3-00-031872-6.
  • Hans Michael: Über die Kirchengeschichte Suhls. In: Thüringer Tageblatt 13. April 1991–1911 Januar 1992 (36 Artikel).
  • Hans Nothnagel, Ewald Dähn: Juden in Suhl – ein geschichtlicher Überblick. Konstanz 1995.
  • Sven Ostritz (Hrsg.): Archäologischer Wanderführer Thüringen. Heft 3: Stadt Suhl; Landesamt für Archäologie Weimar, Weimar 2005; ISBN 3-937517-13-8.
  • Ferdinand Werther: Chronik der Stadt Suhl in der gefürsteten Graffschaft Henneberg, 2 Bände; Suhl: Manitius, 1846/47. Nachdruck: Suhl: Verlag Buchhaus, 1995; ISBN 3-929730-04-9 (Band 1) und ISBN 3-929730-05-7 (Band 2, Dokumente)
  •  Udo Jacobs: Mühlen an Steina, Lauter und Hasel. In: Sparkasse Suhl (Hrsg.): Suhler Heimat. Band 1, Druck- und Verlagshaus Erfurt, Suhl 1994, S. 72.
  • Das deutsche Damaskus Gartenlaube 1872, Seite 484–487

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suhl – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Suhl – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Diese Ansicht wurde 1940 von Karl Grübner im Jahrbuch des Hennebergisch-fränkischen Geschichtsvereins abgelehnt und 1623/24 als Zeitpunkt der Stadtwerdung Suhls favoritisiert.
  3.  Udo Jacobs: Mühlen an Steina, Lauter und Hasel. In: Sparkasse Suhl (Hrsg.): Suhler Heimat. 1, Druck- und Verlagshaus Erfurt, Suhl 1994, S. 72.
  4. Quellenangaben zu Suhl (zu den Ortsteilen siehe daselbst): Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Suhl, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 246 und 254; Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 597-617.
  5. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser, Band 8: Thüringen; Erfurt 2003; ISBN 3-88864-343-0; S. 239
  6. Rübner, Hartmut (1994): Freiheit und Brot. Die Freie Arbeiter-Union Deutschlands. Eine Studie zur Geschichte des Anarchosyndikalismus. Libertad Verlag Berlin/Köln, S. 202, 208. In: Archiv für Sozial- und Kulturgeschichte, Band 5.
  7.  Norbert Moczarski etal, Thüringisches Staatsarchiv Meiningen (Hrsg.): Thüringisches Staatsarchiv Meiningen. Abteilung Regionales Wirtschaftsarchiv Südthüringen in Suhl. Eine kurze Bestandsübersicht. 1 Auflage. Druckhaus Offizin Hildburghausen, 1994, Entwicklung traditioneller Industriegebiete in Südthüringen bis 1990, S. 16–24.
  8. sueddeutsche.de: Einsam in Suhl
  9. Städtepartnerschaften der Stadt Suhl
  10. Projekt Meer Arbeit auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit Suhl
  11. Stefan Locke: Sukiyaki in Suhl. Japanische Küche in der DDR. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. September 2012
  12. Filmaufnahme des Sturmlandeversuchs des Airbus „Suhl“ auf dem Flughafen in Hamburg
  13. Informationen zur 4. Geschichtsmesse 2011 »Geteiltes Land – Gemeinsame Geschichte«