Sulawesi Tengah

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Sulawesi Tengah
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 69.726 km²
Einwohner: 2.633.420
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner/km²
Hauptstadt: Palu
Gouverneur Longki L.Djanggola
Lage in Indonesien
Singapur Brunei Malaysia Malaysia Philippinen Osttimor Australien Papua-Neuguinea Thailand Aceh Sumatra Utara Riau Sumatra Barat Jambi Bengkulu Sumatra Selatan Lampung Kepulauan Riau Banka-Belitung Banten Jakarta Java Barat Yogyakarta Bali Java Tengah Java Timur Nusa Tenggara Barat Nusa Tenggara Timur Maluku Utara Sulawesi Utara Maluku Papua Barat Papua Kalimantan Barat Kalimantan Tengah Kalimantan Selatan Kalimantan Timur Kalimantan Utara Sulawesi Barat Gorontalo Sulawesi Tenggara Sulawesi Selatan Sulawesi TengahCentral Sulawesi in Indonesia.svg
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Website: sulteng.go.id

Sulawesi Tengah (deutsch Zentral-Sulawesi, früher Zentral-Celebes) ist eine indonesische Provinz auf der Insel Sulawesi. Sie liegt am Äquator im nördlichen Teil der Insel und umfasst den südlichen Teil der nördlichen Halbinsel und die östliche Halbinsel. Zentral-Sulawesi ist in zehn Verwaltungsbezirke (kabupaten, engl. regency) gegliedert.

Die gebirgige Oberfläche der Provinz ist verantwortlich für eine starke ethnische Aufsplitterung der Bevölkerung und für die geringe Bevölkerungsdichte. Abseits der Küstenebenen sind die Verkehrswege schlecht ausgebaut und tragen zur Isolation ganzer Landstriche bei, insbesondere auf der östlichen Halbinsel. Die vorherrschende Religion ist der Islam (63 %), daneben finden sich auch Protestanten (28 %), Katholiken (4 %) und Anhänger von indigenen Religionen. Hauptstadt und einzige größere Stadt ist Palu. Religiös getönte, bürgerkriegsähnliche Spannungen herrschen zeitweise im Verwaltungsbezirk Poso.

Aufgrund ihrer Isolation zählt die Provinz zu den wirtschaftlich rückständigsten von ganz Indonesien. Der einzig größere Wirtschaftszweig ist die Holzindustrie. In der Gebirgsregion südlich der Hauptstadt Palu befindet sich der Lore Lindu-Nationalpark, ein bedeutender Rückzugsraum der endemischen Flora und Fauna des Wallacea „hotspots“ biologischer Vielfalt. In den letzten Jahren hat sich der Anbau von Kakao stark ausgebreitet.

Der Islam erreichte die Region im 17. Jahrhundert, die niederländische Kolonialherrschaft etablierte sich im 18. Jahrhundert. Damit begann auch die protestantische Missionierung der Bevölkerung, die dazu führte, dass heute etwas mehr als ein Viertel der Bevölkerung Protestanten sind, einer der höchsten Werte in ganz Indonesien. Im Zweiten Weltkrieg war sie japanisch besetzt, nach der Unabhängigkeit Indonesiens (1949) gehörte die Region zur Provinz Sulawesi Utara. Die heutige Provinz wurde 1964 gebildet.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Zetnral-Sulawesi teilt sich in 12 Regierungsbezirke (Kabupaten) und eine Stadt (Kota). Weiter umfasst sie 147 Untereinheiten Kecamatan und 1.664 Dörfer (Desa/Kelurahan).

Bezirk Fläche (km2) Bevölkerung
Zensus 2000
Bevölkerung
Zensus 2010
Hauptstadt
Buol 98.005 132.381 Buol
Toli-Toli 173.525 211.283 Toli-Toli
Parigi Moutong 6.232 # 413.645 Parigi
Palu (Kota) 269.083 335.297 Palu
Donggala 10.472 732,126 277.236 Banawa
Sigi 5.196 # 214.700 Bora
Poso 232.765 209.252 Poso
Tojo Una-Una # 137.880 Ampana
Morowali 160.797 206.189 Bungku
Morowali Utara (Nord Morowali) # 104.299 (2013) Kolonodale
Banggai 271.725 323.872 Luwuk
Kepulauan Banggai (Banggai-Inseln) 141.175 171.685 Salakan
Banggai Laut (Banggai Meer) 725,67 # 63.580 Banggai
Total Provinz 61.841 2.175.993 2.633.420 Palu

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Kündig: Morphologie und Hydrographie der Toili-Ebene (Ostcelebes), in: Mitteilungen der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft Zürich, Bd. 32, 1931–1932 (Digitalisat)