Sulechów
| Sulechów | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Lebus | |||
| Landkreis: | Zielona Góra | |||
| Fläche: | 6,8 km² | |||
| Geographische Lage: | 52° 5′ N, 15° 37′ O52.08333333333315.616666666667Koordinaten: 52° 5′ 0″ N, 15° 37′ 0″ O | |||
| Einwohner: | 17.599 (30. Jun. 2012)[1] |
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| Postleitzahl: | 66-100 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 68 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | FZI | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | Gorzów Wielkopolski–Zielona Góra | |||
| Schienenweg: | Posen–Gubin | |||
| Nächster int. Flughafen: | Posen-Ławica | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 26 Ortschaften | |||
| Fläche: | 236 km² | |||
| Einwohner: | 26.654 (30. Jun. 2012)[2] |
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| Bevölkerungsdichte: | 113 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 0809063 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Ignacy Odważny | |||
| Adresse: | pl. Ratuszowy 6 66-100 Sulechów |
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| Webpräsenz: | www.sulechow.pl | |||
Sulechów [su'lɛxuf] (deutsch Züllichau) ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft Lebus.
Inhaltsverzeichnis |
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt liegt im Südosten der Woiwodschaft Lebus, sechs Kilometer nördlich des Oderknies, wo der Fluss sich nach Westen wendet. Hier kreuzen sich die beiden Fernstraßen 3 und 32, und die Woiwodschafts-Hauptstadt Zielona Góra (Grünberg) ist nur 15 Kilometer in südlicher Richtung entfernt.
Geschichte [Bearbeiten]
Das Gebiet um das spätere Züllichau war seit dem vierten Jahrhundert n. Chr. besiedelt. Im 10. Jahrhundert wurde es vom Großpolnischen Reich unter Mieszko I. erobert, nach dessen Zerfall ab 1138 zum damals polnischen Herzogtum Schlesien. Die Stadtgründung erfolgte im Zuge der Besiedelungsbestrebungen der schlesischen Herzöge etwa um 1250. Eine erste urkundliche Erwähnung erfuhr Züllichau im Jahre 1319. Da sich in der Stadt schon damals wichtige Handelswege kreuzten, entwickelte sie sich schnell zu einem bedeutenden Umschlagplatz. Von 1482 bis 1945 gehörte Züllichau zu Brandenburg.
1537 wurde der Züllichower Kreis von dem Markgrafen Hans von Küstrin erworben, der ihn in die damals von ihm beherrschte Neumark eingliederte. Damit gehörte auch die Stadt Züllichau für die nächsten Jahrhunderte zum deutschen Reichsgebiet. Mit dem Zuzug von Einwanderern aus Franken und Flandern entstand mit dem Weberhandwerk ein neuer und einträglicher Wirtschaftszweig. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf 4000. Rückschläge hatte Züllichau durch zwei große Stadtbrände in den Jahren 1557 und 1687 zu verkraften.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Züllichau war jetzt Bestandteil des preußischen Königreiches, wurde die Stadt angesichts der bevorstehenden Schlesienkriege zu einer Garnisonsstadt entwickelt. Das 19. Jahrhundert stand im Zeichen einer weiteren positiven Stadtentwicklung. Durch die preußische Verwaltungsreform wurde Züllichau Kreisstadt des ausgedehnten Landkreises Züllichau-Schwiebus. Das traditionelle Tuchmachergewerbe hatte sich zu einer leistungsstarken Textilindustrie entwickelt. Der Ausbau der Landstraßen, der 1870 erfolgte Anschluss an die Bahnstrecke Guben–Posen und die Eröffnung des Oderhafens Odereck (Cigacice) 1898 förderten die Ansiedlung neuer Industriebetriebe, etwa der Metallverarbeitung. Die Einwohnerzahl stieg auf über 8000.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts stand im Zeichen reger Bautätigkeit, in der ein neues Landratsgebäude, das Schützenhaus und zahlreiche Villen errichtet wurden. Der Verlust des größten Teils der Provinz Posen nach dem Ersten Weltkrieg wirkte sich für Züllichaus Wirtschaft sehr negativ aus, denn es lag jetzt im Grenzbereich zu Polen. Durch den Zuzug vieler Menschen aus den verlorenen Ostprovinzen erhöhte sich die Einwohnerzahl noch einmal und betrug 1939 9630. Bei der Eroberung der Stadt durch sowjetische Truppen Anfang 1945 kam es zu erheblichen Zerstörungen. Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Übernahme durch die polnische Verwaltung wurde die Umbenennung in Sulechów vollzogen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- In der Aleja Wielkopolska befindet sich das Züllichauer Schloss, ein spätklassizistischer Bau. Im Innern befindet sich eine 1701 für König Friedrich I. erbaute Kapelle.
- Im Zentrum der Stadt steht die Kreuzkirche mit Bauelementen verschiedener Stilepochen und einem Flügelaltar von 1767.
- Ebenfalls im Zentrum steht das alte Rathaus, dessen älteste Teile aus dem 16. Jahrhundert stammen.
- Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind Teile der Stadtmauer und das barocke Crossener Tor erhalten geblieben.
Gemeinde (Gmina Sulechów) [Bearbeiten]
Zur Stadt- und Landgemeinde Sulechów gehören 26 Ortschaften (deutsche Namen amtlich bis 1945)[3]:
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Partnerstadt [Bearbeiten]
Töchter und Söhne der Stadt [Bearbeiten]
- Johann Gottfried Rösner * 1658 in Züllichau, 1724 als Bürgermeister ein Opfer des Thorner Blutgerichts
- Caspar Neumann, * 11. Juli 1683 in Züllichau, deutscher Chemiker und Apotheker
- Gotthelf Samuel Steinbart, * 21. September 1738 in Züllichau, Theologe und Philosoph
- Johann Gottfried Ebel, * 6. Oktober 1764 in Züllichau, deutscher Schriftsteller
- Johann Gotthilf Seliger * 7. März 1769 in Züllichau, Theologe, Philosoph, Archidiakon
- Wilhelmine Herzlieb, * 22. Mai 1789 in Züllichau, Vorbild für die "Ottilie" in Goethes "Die Wahlverwandtschaften"
- Hermann Marggraff, * 14. September 1809 in Züllichau, deutscher Schriftsteller
- Rüdiger Graf von der Goltz, * 8. Dezember 1865 in Züllichau
- Gotthilf Bronisch, * 1900 in Züllichau, deutscher Rechtsanwalt in New York City
- Kurt Menke, * 3. Juni 1921 in Züllichau-Unterweinberge, deutscher Kinderbuchautor
- Klaus-Dieter Ludwig * 2. Januar 1943 in Züllichau, Ruderer, Olympiasieger als Steuermann im Achter
- Hans-Georg Arlt * 1927 in Züllichau, Violinvirtuose
- Olga Tokarczuk, * 29. Januar 1962 in Sulechów, polnische Schriftstellerin
- Łukasz Żygadło, * 2. August 1979 in Sulechów, polnischer Volleyballspieler
Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Theodor Kullak (1818–1882) deutscher Komponist, ausgebildet in Züllichau
- Am 28. September 1828 gab Frédéric Chopin auf der Durchreise ein spontanes Konzert
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Januar 2013.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Januar 2013.
- ↑ Das Genealogische Orts-Verzeichnis
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