Sulm (Neckar)

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Sulm
Flusslauf der Sulm (rot)

Flusslauf der Sulm (rot)

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23858
Lage Baden-Württemberg
  Landkreis Heilbronn
Flusssystem Rhein
Abfluss über Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Bei Löwenstein
49° 5′ 21″ N, 9° 24′ 0″ O49.0890611111119.3999805555556465
Quellhöhe ca. 465 m ü. NN[1]
Mündung Bei Untereisesheim in den Neckar49.2076666666679.2120972222222148.0Koordinaten: 49° 12′ 27,6″ N, 9° 12′ 43,55″ O
49° 12′ 27,6″ N, 9° 12′ 43,55″ O49.2076666666679.2120972222222148.0
Mündungshöhe unter 148 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 317 m
Länge 25,5 km[3] ab Q. Sauklinge
Einzugsgebiet 122 km²[4]
Abfluss am Pegel ErlenbachVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
920 l/s
Durchflossene Stauseen Breitenauer See
Mittelstädte Neckarsulm
Kleinstädte Löwenstein, Weinsberg, Bad Friedrichshall
Gemeinden Obersulm, Ellhofen, Erlenbach
Einwohner im Einzugsgebiet Etwa 70.000
Die Sulm bei Erlenbach

Die Sulm bei Erlenbach

Sulmtal von Löwenstein aus gesehen
Die Sulm im Weinsberger Tal im Nordwesten der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge
Die Sulm und ihre Zuflüsse im Jahr 1923
Mündung der Sulm (links) in den Neckar

Die Sulm ist ein nicht schiffbarer rechter Nebenfluss des Neckars im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg, der in den Löwensteiner Bergen entspringt und nach gut 25 km und 315 Höhenmetern in Bad Friedrichshall, unweit von Neckarsulm und Untereisesheim, in den Neckar mündet. Für das Tal der Sulm mitsamt seinen Nebentälern ist als zusammenfassende Bezeichnung auch der Name Weinsberger Tal üblich, nach dem wichtigsten Ort Weinsberg. Nach dem Fluss wurde der mittelalterliche Sulmgau benannt.

Geographie[Bearbeiten]

Die Sulm entspringt südlich der Stadt Löwenstein am Rand der Löwensteiner Berge. Als Ursprung kommen verschiedene Bäche in Frage, die je nach Interpretation entweder als Quellbäche oder als Zuflüsse anzusehen sind. Im Löwensteiner Gewann Sauklinge entspringen unweit der Klinik Löwenstein und der Landesstraße 1066 auf etwa 460 m ü. NN drei dieser Bäche, die bald vereint westwärts fließen. Dieser Bach wird manchmal ebenfalls als Sauklinge bezeichnet. Etwas weiter bachabwärts, wo ein Waldweg den Bach überquert, ist ein Hinweisschild zum angeblichen Ursprung der Sulm an dieser Stelle zu finden. Nach einem weiteren Zufluss im Gewann Schlagweiler trifft der Bach weiter westlich, unmittelbar südöstlich der Landesstraße 1111 (Vorhofer Straße), auf einen weiteren Zufluss, über den der künstlich aufgestaute Bleichsee im Süden auf der Geländeterrasse der Kirschenebene entwässert.

Der Bleichsee liegt auf der Wasserscheide zwischen Sulm und Schozach und wird mit Dämmen in beide Richtungen gehalten. Er wird unter anderem mit Wasser gespeist, das durch einen alten Mühlgraben aus dem weiter östlich auf 465 m über NN entspringenden Buchbach fortgeleitet wird. Ohne diesen Eingriff flösse es der Schozach zu; so gelangt es aber in den Bleichsee und von diesem in die Sulm. Je nach verwendeter (Literatur-) Quelle wird auch das kurze Stück des Bleichsee-Abflusses oder sogar der ganze obere Buchbach einschließlich des Mühlgrabens zum Bleichsee als Sulm angesehen (die in diesem Fall eine Gesamtlänge von 26,2 km erreicht).

Unstrittig ist der Name Sulm auf jeden Fall ab dem Zusammenfluss der beiden Bäche aus der Sauklinge und aus dem Bleichsee unmittelbar an der L 1111. Von dort ab fließt die Sulm, auf einem kurzen Stück unter dem Gelände des Mineralwasser-Abfüllers Teusser verdolt (also unterirdisch), am Rande des Löwensteiner Stadtteils Teusserbad und am 1623 erbauten Wasserschloss Lautereck vorbei nach Norden, dann östlich vorbei am Löwensteiner Ortsteil Rittelhof. Bei der Seemühle südlich der B 39, einer von ursprünglich drei Löwensteiner Mühlen, speist sie einen Mühlsee. Nach Unterquerung der B 39 ist sie unweit des Gehöfts Beckershof aus Gründen des Hochwasserschutzes auf ca. 222 m ü. NN zum 39,9 ha[5] großen künstlichen Breitenauer See aufgestaut, der mit seinem größeren Teil schon auf Obersulmer Gemarkung liegt und in den Jahren 1975 bis 1980 erbaut wurde. Nordwestlich von Obersulm-Weiler verlässt sie ihn unterhalb des Seedamms wieder. Das alte Sulm-Bett wird unmittelbar unterhalb des Damms zunächst nur von Quellen und Entwässerungseinleitungen gespeist. Das aus dem Breitenauer See abfließende Wasser dagegen wird in einer Dole unterirdisch bis nördlich der Straße Weiler–Affaltrach geführt, fließt dann wenige Dutzend Meter in einem erhaltenen Teil des alten Mühlgrabens der Affaltracher Mühle und trifft schließlich auf den Sulm-Zufluss Schlierbach, der wenige Meter weiter in die Sulm selbst mündet.[6] Die Sulm wendet sich dann nach Westnordwesten und fließt durch die Obersulmer Ortsteile Affaltrach und Willsbach; deren letzter im Tal, Sülzbach, liegt am rechten Ufer. Das folgende Ellhofen dagegen berührt sie an dessen Nordostrand, unterquert hierbei die Bahnstrecke Crailsheim–Heilbronn und fließt dann konstant weiter nach Nordwesten auf Weinsberger Gebiet ein, aber nicht durch die Stadt Weinsberg selbst.

Gleich anfangs wird sie hier mitten durch das Weinsberger Autobahnkreuz geführt, in dem sich die A 6 und die A 81 schneiden. An dieser Stelle stand bis 1971 die Weinsberger Benzenmühle, die dem Autobahnbau weichen musste. Erhalten geblieben ist dagegen die nach der Unterquerung des Autobahnkreuzes am Gewässer stehende Hasenmühle. Schon auf Erlenbacher Gemarkung, aber noch östlich dieses Ortes, befindet sich nach dem Zufluss des Weißenhofbaches die Staumauer eines Hochwasserrückhaltebeckens.

Am Rand von Erlenbach und dessen Ortsteil Binswangen links vorbei fließt die Sulm weiter nach Nordwesten in Richtung Neckarsulm. Dort quert der Damm eines weiteren Hochwasserrückhaltebeckens den einen halben Kilometer breiten Talgrund. Ab der Stadtgrenze fließt die Sulm begradigt in einem Parkgelände, dem 1975 angelegten Sulmtalpark. Früher standen ihrem Lauf entlang auf Neckarsulmer Gebiet einige Mühlen. Die gleich an der Stadtgrenze gelegene Nähermühle wurde 1988 abgebrochen. Ab hier schlug die Sulm früher einen weiten Bogen nach erst Norden und dann Westen durch das Werksgelände der NSU Motorenwerke. Nach zwei Hochwassern im Jahre 1970 wurde der Fluss 1973 bis 1975 verdolt. Er läuft seitdem über 2,6 km unterirdisch und trifft im Norden der Neckarsulmer Gemarkung, an der Grenze zu Bad Friedrichshall, auf den (in diesem Abschnitt) 1925 fertiggestellten Neckarkanal. Dort wird die Sulm gleich im Anschluss unter dem Kanal hindurchgeführt; kurz zuvor ist sie in einem Wartungsbauwerk noch einmal mehrere Meter tiefer zu sehen.

Auf der Westseite des Neckarkanals kommt sie auf der „Insel“ zwischen Kanal und Altneckar wieder zum Vorschein, fließt hier noch etwa 250 m unmittelbar nördlich der Grenze zwischen Bad Friedrichshall und Untereisesheim auf Bad Friedrichshaller Gebiet und mündet dann gegenüber dem südlichen Untereisesheim auf 148 m ü. NN in den Neckar.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das Wassereinzugsgebiet der Sulm umfasst rund 122 km². Es erstreckt sich von einer kleinen Waldkuppe im Hummelsbühl auf 483,5 m ü. NN über den Quellen des Buchbachs in nordwestlicher Richtung etwa 20 km weit bis zur Mündung; quer dazu erreicht es eine maximale Breite von etwa 10 km.

Es wird eingegrenzt durch eine kurze Wasserscheide zum untersten Kocher ganz im Norden, eine sehr lange nordöstliche gegen dessen großen Unterlaufzufluss Brettach, eine sehr kurze südöstliche zur Murr und zwei mittellange erst zur Schozach im Südsüdwesten, dann zum alle diese entwässernden Neckar im Westsüdwesten und Westen, wo jenseits die Großstadt Heilbronn im Neckarbecken liegt.

Der höchste Punkt liegt auf rund 515 m ü. NN an der Wasserscheide zum Brettach-Zufluss Bernbach auf einer namenlosen kleinen flachen Waldkuppe zwischen der B 39 und dem Hohlen Stein.

Die Sulm hat auf großer Skala zwei Laufabschnitte, den ersten nordwärts bis Obersulm-Affaltrach, hier hat sie nur anfangs in den Berghöhen um Löwenstein nicht ganz kleine Oberläufe und Zuflüsse, und dann zuletzt in Affaltrach an ihrem Nordwestknick die größeren rechten von Schlierbach und Michelbach. Auf dem folgenden, doppelt so langen Unterlaufabschnitt laufen ihr dann regelmäßig Nebenflüsse einiger Größe zu, darunter die zwei größten, der rechte Eberbach und der linke Stadtseebach.

Unteres Sulmtal zwischen Erlenbach und Neckarsulm, im Hintergrund Heilbronn

Zuflüsse[Bearbeiten]

von der Quelle zur Mündung. In Klammern die orographische Zuflussrichtung, Mündungsort, Länge ab mündungsfernster Quelle nach den Datensatzeinträgen zur LUBW-FG10, Einzugsgebiete entsprechend nach LUBW-GEZG, beim Michelbach durch Addition der Teileinzugsgebiete.
Zuflüsse der Sulm
  • Mühlgrabenbach (linker Quellbach, 2,4 km)
  • (Bach aus der) Sauklinge (rechter Quellbach, 1,7 km)
  • Tiefenklingenbach (rechts, Löwenstein, 0,7 km)
  • Offelsklinge (rechts, Löwenstein-Seemühle, 2,0 km)
  • Schlierbach (rechts, Obersulm-Affaltrach, 6,3 km und 6,2 km²)
  • Michelbach (rechts, Affaltrach, 7,3 km und 9,3 km²)
  • Hambach (links, Obersulm-Willsbach, 4,8 km und 9,9 km²)
  • Seebächle (rechts, Willsbach, 3,3 km und 3,4 km²)
  • Mäusebach (links, Willsbach, 1,5 km)
  • Sülzbach (rechts, Obersulm-Sülzbach, 3,8 km und 4,7 km²)
  • Ellbach (links, Ellhofen, 5,5 km und 8,3 km²)
  • Wetterischbach (rechts, Ellhofen, 1,3 km)
  • Eberbach (rechts, Erlenbach, 7,0 km und 18,5 km²)
  • Stadtseebach (links, Erlenbach, 7,6 km und 13,3 km²)
  • Erlenbach (rechts, Erlenbach, 3,8 km und 5,3 km²)
  • Pfühlbach (rechts, Neckarsulm-Reisachmühle, 1,4 km)
  • Hängelbach (rechts, Neckarsulm, 2,4 km und 2,8 km²)
  • Amorbach (rechts, Neckarsulm, 3,0 km und 1,6 km²)
  • Attichsbach (rechts, Neckarsulm, 6,7 km und 4,6 km²)

Geschichte[Bearbeiten]

Bach in der Sauklinge
Einmündung der Sulm in den Breitenauer See
Die Sulm bei Obersulm-Sülzbach
Die Hasenmühle an der Sulm in Weinsberg
Rückhaltebecken bei Erlenbach
Die Nähermühle in Neckarsulm um 1900

Die frühesten gefundenen Siedlungsspuren im Sulmtal gehen auf die Jungsteinzeit zurück. Zahlreiche Funde in Obersulm-Willsbach legen eine dauerhafte Besiedlung nahe. Für die Römerzeit ist eine Ansiedlung in Weinsberg nachgewiesen; eine Römerstraße zwischen den Limeskastellen in Böckingen und Öhringen verlief durch das Sulmtal. Im Anschluss siedelten Alamannen und Franken im Sulmtal.

Der Name Sulm wird im Jahr 771 mit der Nennung Neckarsulms als villa sulmana in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Er geht wahrscheinlich auf eine Ablautbildung (Schwundstufe) des altgermanischen Verbs swellan zurück, das (an)schwellen, aufwallen bedeutet.[7]

Über Jahrhunderte war der nicht schiffbare Fluss vor allem als Antriebsquelle für Mühlen wichtig; von Löwenstein bis Neckarsulm standen an der Sulm und ihren Zuflüssen über 20 Mühlen. Da die Müller oft das Recht hatten, Teiche anzulegen, legten sie neben den eigentlichen Mühlteichen manchmal auch für die Fischzucht genutzte Teiche an, die teilweise heute noch bestehen. Mühlkanäle sorgten für das nötige Gefälle zum Betrieb der Mühlen. Teilweise noch erhalten, wenn auch weitgehend trockengelegt, ist der Mühlkanal der Affaltracher Mühle; der über 1,8 km lange Mühlkanal der Willsbacher Mühle mit einem Gefälle von 4,5 m wurde 1963 stillgelegt und 1972 zugeschüttet. Beide Mühlen sind wie die Mühle am Schlierbach in Weiler noch heute in Betrieb, ohne allerdings noch die Wasserkraft zu nutzen. In einer der Neckarsulmer Mühlen an der Sulm, der Brunnerschen Säge- und Gipsmühle, siedelte sich 1880 die Mechanische Werkstätte für Strickmaschinen an, die die Wasserkraft der Sulm als Betriebskraft nutzte und aus der die spätere Firma NSU Motorenwerke hervorging.

Im Schnitt der Jahre 1980 bis 2003 führte die Sulm am Pegel Erlenbach 920 l/s Wasser; bei einem Hochwasser wurden am 18. Juni 1978 (vor den Hochwasserschutzmaßnahmen im oberen Sulmtal) annähernd 60.000 l/s erreicht.[8] Die regelmäßigen Hochwasser wurden durch die zunehmende Versiegelung des Bodens verstärkt und zum Problem für die in Neckarsulm zwischen Sulm und Neckar angesiedelte Industrie. Nach zwei Hochwassern im Februar und Mai 1970, die das Werksgelände des für Neckarsulm und das Umland sehr wichtigen Unternehmens Audi NSU überschwemmten und zu einem 14-tägigen Produktionsausfall führten, beschloss die baden-württembergische Landesregierung, den Hochwasserschutz im Sulmtal voranzutreiben.

Um die Arbeitsplätze zu sichern, wurde 1973 der Wasserverband Sulm mit Sitz in Weinsberg gegründet, dem der Landkreis Heilbronn, die Stadt Heilbronn und alle Städte und Gemeinden an der Sulm und ihren Zuflüssen (einschließlich Bad Friedrichshall, Bretzfeld, Eberstadt, Lehrensteinsfeld und Oedheim) angehören.[9] Schon früher erstellte Pläne, die Sulm in Neckarsulm zu verdolen, wurden 1973 bis 1975 ausgeführt. Im Osten Neckarsulms, an der Gemarkungsgrenze zu Erlenbach, wurde bis November 1974 ein Rückhaltebecken errichtet. Die Sulm wurde im Neckarsulmer Stadtgebiet auf 2,6 km Länge verlegt und verdolt, verläuft also bis zur Unterquerung des Neckarkanals seitdem unterirdisch. Als zentrales Hochwasserrückhaltebecken im Sulmtal wurde 1975 bis 1980 der Breitenauer See angelegt. Weitere Rückhaltebecken an der Sulm und ihren wichtigsten Zuflüssen wurden in den folgenden Jahrzehnten bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts errichtet. Hochwasserschäden konnten seitdem weitgehend vermieden werden, so beispielsweise bei einem Starkregen mit bis zu 86,4 l/m² am 5. Juli 2006.[10] – Insgesamt sind 17 Becken geplant; bis 2009 waren 15 davon fertiggestellt. 1973 wurden die Kosten für die Realisierung des Hochwasserschutzes auf 10,2 Mio. Euro geschätzt. Nach derzeitigem Stand betragen die Gesamtkosten ca. 36 Mio. Euro.[11][12]

Umwelt[Bearbeiten]

Der Bleichsee

Vor allem im Unterlauf ist die Sulm stark begradigt oder verdolt, was für den Oberlauf nicht so sehr gilt. Aber auch dort wurde beispielsweise in Willsbach 1950 die Sulm „reguliert“; 1963 wurde in Affaltrach der Zufluss Michelbach wegen „Geruchsbelästigung … durch das stark verunreinigte Wasser des Michelbachs aus Eschenau“ verdolt.[13] Morphologisch wird die Sulm in fast ihrem gesamten Verlauf als beeinträchtigt oder naturfern beurteilt.[14] Die biologische Gewässergüte wird 2004 als mäßig belastet (Güteklasse II), unmittelbar beim Ursprung als gering belastet (Güteklasse I–II) eingestuft.[15]

Das obere Sulmtal ist seit 1979 als Landschaftsschutzgebiet Oberes Sulmtal mit Randhöhen (Nr. 1.25.029) ausgewiesen[16] und liegt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Der Bleichsee am Oberlauf der Sulm, seit 1978 ebenfalls Landschaftsschutzgebiet (Nr. 1.25.030),[16] ist eines der bedeutendsten Amphibienlaichgebiete im Landkreis Heilbronn. Am künstlich angelegten Breitenauer See wurde der Natur breiter Raum gegeben, Teile des Sees sind für die menschliche Nutzung gesperrt, Flachwasserbereiche wurden zur Nutzung als Fischlaichplätze aufgeschüttet. Über 100.000 Bäume, Büsche und Sträucher wurden gepflanzt, die den ungefähr 140 zum Teil seltenen Vogelarten, die dort schon beobachtet werden konnten, als Lebensraum dienen.[17]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer.
  2. Naher, schwarz beschrifteter Messpunkt auf der Insel zwischen Neckarkanal und Neckar.
  3. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeinträge).
  4. Nach LUBW-BRSWEB → Wasser → Einzugsgebiete → Aggregierte Gebiete 05 (Datensatzeintrag).
  5. Ohne Vorsee nach LUBW-GEZG (Datensatzeintrag).
  6. Quelle für die Wasserführung unterhalb Breitenauer See bis Schlierbach-Einmündung: TK 25, Mitteilung des Wasserverbands Sulm per E-Mail vom 30. Juli 2007 und eigene Beobachtungen.
  7. Dieter Berger: Geographische Namen in Deutschland. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim (u. a.) 1999 (Duden-Taschenbücher, 25), ISBN 3-411-06252-5. S. 209 und 257.
  8. Stammdaten des Pegels Erlenbach bei der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.
  9. Wasserverband Sulm bei service-bw.de (mit Schreibfehlern).
  10. Größere Hochwasserschäden konnten vermieden werden. Pressemitteilung 27/2006 der Gemeinde Obersulm vom 13. Juli 2006.
  11. 15. Hochwasserrückhaltebecken (HRB) des Wasserverbandes Sulm eingeweiht. Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 16. Juli 2009.
  12. Zu diesen Becken zählt auch der Breitenauer See. An der Sulm selber befinden sich noch die Rückhaltebecken Weißenhof (im Osten Erlenbachs, nahe dem namengebenden Weißenhof auf Weinsberger Gemarkung) und Neckarsulm (im Osten Neckarsulms; von der Stadt Neckarsulm unterhalten). An den Zuflüssen, nach denen sie auch benannt sind, befinden sich die Becken Nonnenbach, Wilhelmsbach, Michelbach I, Michelbach II, Aubach, Hambach, Seebächle und Sülzbach in Obersulm, Ellbach in Ellhofen, Stadtseebach in Weinsberg, Erlenbach in Erlenbach und Attichsbach in Bad Friedrichshall. Geplant sind noch die Becken Hängelbach und Amorbach in Neckarsulm/Bad Friedrichshall.
  13. Obersulm. Sechs Dörfer – eine Gemeinde. Gemeinde Obersulm, Obersulm 1997. S. 396–397.
  14. Umweltbericht 2000 / Landkreis Heilbronn. Landratsamt Heilbronn, Heilbronn 2000. (PDF, Stand 1999). Karte S. 82.
  15. Gewässergütekarte Baden-Württemberg 2004. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe 2005 (Oberirdische Gewässer, Gewässerökologie, 91).
  16. a b Verzeichnis der Natur- und Landschaftsschutzgebiete der Landesanstalt für Umweltschutz, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (abgerufen am 28. Juli 2007).
  17. Obersulm. Sechs Dörfer – eine Gemeinde. Gemeinde Obersulm, Obersulm 1997, S. 430.

Literatur[Bearbeiten]

  • Beschreibung des Oberamts Weinsberg. Verlag Karl Aue, Stuttgart 1861. Neuausgabe: Horst Bissinger KG, Magstadt 1980, ISBN 3-7644-0042-0. S. 11–14.
  • Eberhard Haas: Obersulm und seine Mühlen. In: Obersulm. Sechs Dörfer – eine Gemeinde. Gemeinde Obersulm, Obersulm 1997. S. 680–693.
  • Neckarsulm. Die Geschichte einer Stadt. Theiss, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-0883-2.
  • Stadtplan Wanderkarte Löwenstein. 2. Auflage. Stadtverwaltung und Bürger- und Heimatverein Löwenstein e. V., Löwenstein o. J.
  • „TK25“: Topographische Karte 1:25 000. Blätter 6721 Bad Friedrichshall (5. Auflage 2006), 6821 Heilbronn (3. Auflage 2001), 6822 Obersulm (8. Auflage 2000), 6922 Wüstenrot (8. Auflage 2001). Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sulm – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien