Sulzbächle

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sulzbächle (Begriffsklärung) aufgeführt.
Sulzbächle
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Im Sulzbächletal in St.Roman, im Hintergrund im Nebel der Staufenkopf

Im Sulzbächletal in St.Roman, im Hintergrund im Nebel der Staufenkopf

Daten
Gewässerkennzahl DE: 234314
Lage Baden-Württemberg
Ortenaukreis
Wolfach
Flusssystem Rhein
Abfluss über Kinzig → Rhein → Nordsee
Quelle Teichauslauf östlich-unterhalb des Staufenkopfs
48° 20′ 15″ N, 8° 17′ 7″ O48.33748.285141688
Quellhöhe ca. 688 m ü. NN[1]
Mündung nach Wolfach-St. Roman in die Kinzig48.291288.2957302Koordinaten: 48° 17′ 29″ N, 8° 17′ 45″ O
48° 17′ 29″ N, 8° 17′ 45″ O48.291288.2957302
Mündungshöhe ca. 302 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 386 m
Länge 5,9 km[2]
Einzugsgebiet 7,51 km²[3]

Das Sulzbächle ist ein 6 km langer Bach des mittleren Schwarzwalds auf dem Gebiet der Stadt Wolfach im baden-württembergischen Ortenaukreis, der nach einem durchweg südlichen Lauf zwischen den Städten Schiltach und Wolfach von rechts in die mittlere Kinzig mündet.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Das Sulzbächle entspringt nahe östlich-unterhalb des Staufenkopfs (849,2 m ü. NN) und nahe südwestlich-unterhalb des Spitzkopfes (829,8 m) im Wolfacher Ortsteil Kinzigtal-St. Roman auf etwa 688 m einem kleinen Teich am Klausenhansenhof. Nach kurzem südöstlichen Lauf in mäßigem Gefälle erreicht der Bach die Ortsmitte des Bergdörfleins St. Roman, eines idyllisch von Tannen umgebenen Schwarzwaldortes mit saftigen Hügeln und Bergwiesen. Dort wendet er sich dauerhaft nach Süden und schneidet sich nun steiler ein. Der Wald zieht sich, nachdem der Bach den bald folgenden Gräfenhof passiert hat, lange bis auf den Talgrund herab.

Erst etwas vor dem Wohnplatz Sulzbächle etwa nach zwei Dritteln des Laufs öffnet sich der Talgrund wieder. Am Wohnplatz fließt hier von links der einzige größere Nebenbach zu, der 1,5 km[2] lange Fischbach, der zum Einzugsgebiet etwa 1,1 km²[4] beiträgt. Noch zweimal stehen Häusergruppen des Wohnplatzes Sulzbächle im bis zuletzt auf dem Grund offen bleibenden Kerbtal, dann mündet das Sulzbächle nach deren Unterquerung und 5,9 km abwärts seines Ursprungs am Haltepunkt St. Roman der Kinzigtalbahn von rechts und Norden auf etwa 302 m in die mittlere Kinzig auf deren westwärts ziehendem Abschnitt zwischen Schiltach und Wolfach.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Es umfasst 7,5nbsp;km² und erstreckt sich etwa 5,5 km vom Gipfel des Spitzkopfs geradewegs nach Süden bis zur Mündung; quer dazu erreicht es nirgends ganz eine Breite von 2 km. Jenseits der höchsten und kurzen Wasserscheide im Norden – der Gipfel des Staufenkopfs ist der höchste Punkt im Einzugsgebiet – entwässern kurze Bäche zur Wolf, die weit abwärts auch in die Kinzig mündet. Hinter der langen östlichen Scheide läuft der Heubach parallel zur aufwärtigen Kinzig, an die rechte Wasserscheide stoßen dagegen die Einzugsgebiet von Ippichenbach und ganz im Norden auch Langenbach, die zwischen Sulzbächle und Wolf die Kinzig erreichen.

Geschichte[Bearbeiten]

Sulzbächle im unteren Talabschnitt war früher eine Exklave, ebenso der nahe Konradshof, der ehemals zur Ortschaft Lehengericht gehörte, 1874 aber zuerst zu Schiltach überging. Dieses ganze Gebiet wurde dann 1979 an die Stadt Wolfach abgegeben. Die Bewohner pflegen aber weiterhin die Sitten der Lehengerichter, so trägt man auch hier noch die Lehengerichter Tracht.

Tourismus[Bearbeiten]

Das Sulzbächle ist wegen der Ortschaft St. Roman mit ihrer Gastronomie und landschaftlichen Schönheit ein gern besuchtes Ferien- und Wochenendausflugsdomizil. Durch die obere Talschaft und den Ort St. Roman führt der Rundwanderweg Hansjakobweg I.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Siehe bei den → Weblinks.
  2. a b Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW..
  3. Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  4. Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.

Literatur[Bearbeiten]

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7615 Wolfach und Nr. 7715 Hornberg

Weblinks[Bearbeiten]