Sulzbach-Laufen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sulzbach-Laufen
Sulzbach-Laufen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sulzbach-Laufen hervorgehoben
48.9633333333339.8452777777778420Koordinaten: 48° 58′ N, 9° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 43,96 km²
Einwohner: 2536 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74429
Vorwahl: 07976
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 079
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Eisbachstraße 24
74429 Sulzbach-Laufen
Webpräsenz: www.sulzbach-laufen.de
Bürgermeister: Markus Bock
Lage der Gemeinde Sulzbach-Laufen im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
Über dieses Bild

Sulzbach-Laufen ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sulzbach-Laufen liegt im Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge[2] im Kochertal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Obersontheim, im Nordosten an Bühlerzell, im Osten an Adelmannsfelden, im Südosten an Abtsgmünd und im Süden an Eschach, im Südwesten an Gschwend (letztere vier im Ostalbkreis) und im Nordwesten an die Stadt Gaildorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Sulzbach-Laufen, die im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg aus den selbstständigen Gemeinden Laufen und Sulzbach am Kocher entstand, gehören insgesamt 50 Dörfer, Weiler, Höfe und (Einzel-)Häuser: Sulzbach-Laufen mit den Ortsteilen Laufen und Sulzbach am Kocher. Zu Laufen das Dorf Laufen am Kocher, die Weiler Eckenberg, Eisenschmiede, Heerberg, Krasberg, Rübgarten, Schönbronn, Weiler und Wengen, die Höfe Braunhof und Wimbach und die Wohnplätze Falschengehren, Hägelesburg, Hasenberg, Hochhalden, Knollenberg, Platz, Schimmelsberg, Schneckenbusch, Teutschenhof und Windmühle. Zu Sulzbach am Kocher das Dorf Sulzbach am Kocher, die Weiler Aichenrain, Altschmiedelfeld (mit Resten der Burg Wolkenstein), Hohenberg, Schloßschmiedelfeld und Walkmühle, die Höfe Brünst, Egelsbach, Freihöfle (Teufelshalde), Hägeleshöfle (Fuchshäusle), Haslach, Jägerhaus, Kohlwald, Mühlenberg, Nestelberg, Neuhorlachen, Roßhalden, Uhlbach und Weißenhaus und die Wohnplätze Altenberg, Bayerhöfle, Eisbach, Engelsburg, Frankenreute, Grauhöfle, Kleinteutschenhof (Nebenstück), Ochsenhalde, Ochsenhöfle und Steigenhaus.

Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Schwäbisch Hall

In Sulzbach-Laufen liegen die abgegangenen, heute nicht mehr bestehenden Ortschaften Eselsmühle, Forsthaus, Heilberg,[3] Heubelsbach, Hochreut, Hohenreuten, Kernershöfle, Krähbühel,[4] Lederhaus, Lohmühle und Lugeln (Lugen) (im Gebiet der früheren Gemeinde Laufen) sowie Altenberg, Altenberghaus,[5] Brünst,[6] Egelsbach,[7] Hinterer Eisbach, Eselsmühle, Espelberg, Glasofen, Gsäth, Gutschenhof,[8] Hülenberg, Lugen, Mühle am Eisbach, Sägmühle am Mühlenbach, Sägmühle am Klingenbach, Trigel(s)hofen, Wannenhaus,[9] Windeneich oder Gewundeneich, Wolfgang, Wolkenstein und Schefflenhaus (im Gebiet der früheren Gemeinde Sulzbach am Kocher zum 31. Juli 1971).[10]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. August 1971 wurde die zuvor selbständige Gemeinde Laufen am Kocher nach Sulzbach am Kocher eingemeindet. Die so vergrößerte Gemeinde wurde dann am 23. Mai 1973 in Sulzbach-Laufen umbenannt.

Auf dem Kranzberg befindet sich der Rest der Burg Kranzberg aus dem 13. Jahrhundert.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband „Limpurger Land“ mit Sitz in Gaildorf.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Der derzeitige Bürgermeister Markus Bock wurde als Nachfolger von Heinrich Krockenberger am 23. Juli 2006 gewählt.

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Sulzbach-Laufen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Kottmar in der Oberlausitz in Sachsen.

Der Altenbergturm

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sulzbach-Laufen liegt an der Idyllischen Straße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Die auf einem Bergkamm stehende Heerbergskirche ist das Wahrzeichen von Sulzbach-Laufen und wird in zahlreichen Beschreibungen als „kostbares Kleinod“ des Kochertales bezeichnet. Sie wurde im 15. Jahrhundert von Schenk Albrecht von Gaildorf erbaut. Eine Glocke im Turm trägt die Jahreszahl 1497.

Im Ortsteil Schloßschmiedelfeld befindet sich das ehemalige Schloss Schmiedelfeld.

Auf dem Altenberg, der höchsten Erhebung im Landkreis Schwäbisch Hall und in der Region Heilbronn-Franken, befindet sich der ganzjährig offene Altenbergturm mit Blick über Ellwanger Berge, Limpurger Berge, Frickenhofer Höhe bis zum Albrand.

Auf Gemeindegebiet münden viele tief eingeschnittene Seitenklingen ins Kochertal, etwa die Waldtäler des an der Laufener Windmühle mündenden Großen Wimbachs oder des zwischen Laufen und Sulzbach aus Richtung des Altenbergs kommenden Nägelesbachs. Der längste Nebenfluss in der Gemeinde ist indes der aus der Gegend von Gaildorf-Winzenweiler im Norden nach Sulzbach laufende Eisbach in seiner fast bis zuletzt unbesiedelten Waldschlucht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Ernst Hölzle (1913–1970), Politiker (SPD), Bundestagsabgeordneter

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009.
  3. Die TK25 zeigt etwa 750 m südöstlich von Rübgarten am Abhang des Heilbergs zum Krempelbach ein Lichtungsgeviert von etwa 2 ha mit Beschriftung ehem. Heilberg.
  4. Auf der TK25 liegt etwa 600 m südwestlich von Rübgarten ein Bergwaldgewann Krähenbühl.
  5. Auf dem Altenberg bei Hohenberg stand zu Zeiten des früheren Altenbergturms auch ein Haus.
  6. Am Südwestrand der Brünststraße steht etwa 2,5 km nördlich von der Dorfmitte Sulzbachs auch heute noch die Brunsthütte, an einem alten Kohlplatz mit Teich. Zugleich existiert etwa 1,7 km südsüdwestlich davon auf dem Mündungssporn zwischen Eisbach- und Irsbachtal noch heute ein Hof Brünst.
  7. Heute nach TK25 ein Flurgewannname am Westrand der Hohenberger Rodungsinsel, gleich südlich der Kohlenstraße. Auch existiert heute noch ein Wohnplatz Egelsbach, unten an der Steige vom Kochertal in Richtung Hohenberg.
  8. Die TK25 hat einen Texteintrag ehem. Gutschenhof ca. 600 m westlich vom Grauhöfle auf dem Bergrücken zwischen Gutschenklinge und dem Tal des Heiligenbachs.
  9. Ist auf dem TAKW50 ohne Gebäude als Schriftzug eingetragen auf dem nordöstlichen Hang des letzten einigermaßen großen Eisbachzuflusses von rechts, über den ein Wanderweg zum Höhenweg auf dem Kieselberg hochführt, wie auch ein geschotterter Waldweg mit einer Serpentine, den der Wanderpfad nach dieser schräg kreuzt, um danach in einem kleinen Hohlweg vollends aufzusteigen. Die TK25 zeigt an dieser Kreuzung, gerade eben schon auf heutiger Gaildorfer Gemarkung, einen Wannenbrunnen.
  10. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 477–480.

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblattschnitt die Karten Nr. 6924 Gaildorf, Nr. 6925 Obersontheim (beide nur für winzige Gemeindeteile im äußersten Norden), Nr. 7024 Gschwend, Nr. 7025 Sulzbach-Laufen.
  • „TAKW50“: Topographischer Atlas des Königreichs Württemberg 1:50 000, Blatt 11. Reproduktion nach einem Original der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Graphische Sammlungen. Herausgegeben vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1983 (Original von 1841).

Weblinks[Bearbeiten]