Sumpf-Dreizack

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Sumpf-Dreizack
Sumpf-Dreizack (Triglochin palustris)

Sumpf-Dreizack (Triglochin palustris)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Dreizackgewächse (Juncaginaceae)
Gattung: Dreizacke (Triglochin)
Art: Sumpf-Dreizack
Wissenschaftlicher Name
Triglochin palustris
L.

Der Sumpf-Dreizack (Triglochin palustris) ist ein mehrjährig ausdauernder, sommergrüner Hemikryptophyt aus der Familie der Juncaginaceae. Der wissenschaftliche Name leitet sich vom Griechischen tria für drei und glochis für Spitze wegen seiner 3 Teilfrüchte ab. Er besitzt häufig vorweibliche Blüten, die durch den Wind bestäubt werden. Die Ausbreitung der Spaltfrüchte erfolgt meist durch das Wasser.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Sumpf-Dreizack blüht von Juni bis August und wächst in Flach- und Regenmooren, auf feuchten, zeitweilig überfluteten, zum Teil trittgestörten Wiesen an Rändern von Gewässern oft in Röhrichtgesellschaften und an Teichen und Torfstichen. Er ist zudem schwach salztolerant. Während er im Binnenland nur relativ selten vorkommt, so ist er an den Küsten recht weit verbreitet. Er steht in Deutschland auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen und wird dort als "Gefährdet" (Klasse 3) eingestuft. In Europa kommt er genauso wie in Teilen Asiens und Nordamerikas vor. In Neuseeland und Südamerika wächst er ebenfalls. Dort gehen seine Bestände jedoch stark zurück.

Erkennungsmerkmale[Bearbeiten]

Der Sumpf-Dreizack wird 15 bis 40 cm groß und besitzt einen leicht dreikantigen blattlosen Stängel. Die grasartigen Grundblätter sind schmal linealisch und besitzen eine zweiteilige Ligula. Die meist radiären und zwittrigen Einzelblüten stehen nur locker in einer relativ kurzen Traube. Sie sind sternförmig und meist grünlich gefärbt. Die Perigonblätter sind nicht länger als 4 mm. Die Blüte bildet zudem eine drei-fedrige Narbe und einen oberständigen Fruchtknoten aus. Die ebenfalls drei-teilige, eiförmige Spaltfrucht ist nur ungefähr 8 mm lang und bei Reife von unten spreizend.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1.  Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band, Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Triglochin palustre – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien