Sundasalanx

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sundasalanx
Systematik
Kohorte: Otomorpha
Ordnung: Heringsartige (Clupeiformes)
Unterordnung: Clupeoidei
Familie: Heringe (Clupeidae)
Unterfamilie: Ehiravinae
Gattung: Sundasalanx
Wissenschaftlicher Name
Sundasalanx
Roberts, 1981

Sundasalanx ist eine Gattung winziger Süßwasserfische aus der Ordnung der Heringsartigen (Clupeiformes). Sie kommen im Stromgebiet des Mekong in Laos und Thailand, im südlichen Thailand und auf Kalimantan vor. Benannt wurden sie nach den Sundainseln und Salanx, einer Gattung der Stintartigen (Osmeriformes).

Merkmale[Bearbeiten]

Die Fische werden nur 2,2 bis 3 Zentimeter lang. Ihr Körper ist transparent und schuppenlos. Auf jeder Kopfseite findet sich nur eine äußere Nasenöffnung. Die Anzahl der Wirbel liegt bei 37 bis 43, die der Branchiostegalstrahlen bei vier. Rücken- und Afterflosse sind am Hinterkörper angeordnet. Sie werden von 11 bis 14 bzw. von 15 bis 21 Flossenstrahlen gestützt. Bei den Bauchflossen sind es fünf, die Brustflossen sind ohne Flossenstrahlen. Eine Fettflosse fehlt. Das Symplecticum, das Interoperculare, ein Knochen des Kiemendeckels, und die Circumorbitalknochen rund um die Augen fehlen. Sundasalanx ist progenetisch, das heißt, die Fische werden schon in einem larvenartigen Stadium ihrer Individualentwicklung geschlechtsreif.

Äußere Systematik[Bearbeiten]

Sundasalanx wurde von Tyson R. Roberts in eine eigenständige, nur diese Gattung umfassende Familie gestellt, die Sundasalangidae. Diese wurde zunächst den Stintartigen (Osmeriformes), später den Heringsartigen (Clupeiformes) zugeordnet. Nelson ordnet sie provisorisch als Unterfamilie Sundasalanginae den Heringen (Clupeidae) zu. Sébastien Lavoué und Kollegen stellen die Gattung in die Unterfamilie Ehiravinae innerhalb der Familie der Heringe. Sie sind dort die Schwestergruppe einer Klade der südostasiatischen Gattungen Clupeichthys und Clupeoides.[1]

Arten[Bearbeiten]

Bisher wurden sieben Arten beschrieben:

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sébastien Lavoué, Peter Konstantinidis & Wei-Jen Chen: Progress in Clupeiform Systematics. in Konstantinos Ganias (Hrsg.): Biology and Ecology of Sardines and Anchovies. CRC Press, 2014, ISBN 978-1482228540

Weblinks[Bearbeiten]