Suor Angelica

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Werkdaten
Titel: Schwester Angelika
Originaltitel: Suor Angelica
Form: durchkomponiert
Originalsprache: italienisch
Musik: Giacomo Puccini
Libretto: Giovacchino Forzano
Uraufführung: 14. Dezember 1918
Ort der Uraufführung: New York
Spieldauer: ca. eine Stunde
Ort und Zeit der Handlung: Italien um 1700
Personen
  • Schwester Angelica (Sopran)
  • die Fürstin, ihre Tante (Alt)
  • die Äbtissin (Alt)
  • die Schwester Eiferin (Sopran)
  • Schwester Genovieffa (Sopran)
  • Schwester Dolcina (Alt)
  • Zwei Almosensucherinnen (Alt)
  • Bettelschwestern, Novizinnen, Laienschwestern (Frauenchor)

Suor Angelica („Schwester Angelica“) ist eine Oper in einem Akt von Giacomo Puccini, das Libretto verfasste Giovacchino Forzano. Puccini verband sie mit den zwei Einaktern Il tabarro und Gianni Schicchi zu Il trittico („Das Triptychon“). Die gemeinsame Uraufführung fand am 14. Dezember 1918 an der Metropolitan Opera in New York City statt.

Plakat der Uraufführung

Hintergrund[Bearbeiten]

Giacomo Puccini hatte das Ziel einen Zyklus, das Trittico, zu verfassen, der die Aufführung eines tragischen (Il tabarro), eines lyrischen und eines heiteren Stückes (Gianni Schicchi) an einem Abend umfassen sollte. Suor Angelica bildet dabei den tragisch-lyrischen zweiten Akt.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Szene aus Suor Angelica, Weltpremiere 1918, Met, New York

Die Oper spielt in Italien, um das Jahr 1700.

Ort: in einem Kloster

Trotz der strengen Klosterregel plaudern die Nonnen miteinander, unter ihnen Angelica, die vor sieben Jahren hier eingesperrt wurde, weil sie, wie sich später herausstellt, ein uneheliches Kind bekommen hat, die Schande der Familie. Seitdem lebt sie in frommer Abgeschiedenheit im Kloster und denkt unentwegt an ihr Kind, von dem sie, wie von ihrer Familie, nichts mehr gehört hat. Ihre Tante, die stolze Fürstin, kommt zu Besuch. Angelica will von ihr die brennende Frage beantwortet haben, ob ihr Kind noch lebt. Kühl und knapp berichtet ihr die Tante, dass das Kind tot sei. Nachdem die Tante wieder gegangen ist, nimmt sich Angelica in ihrem Schmerz nachts, als alle schlafen, das Leben. Während das Gift wirkt, fleht sie zur Mutter Gottes um ein Zeichen der Gnade und wird erhört: Während sie stirbt, kommt ihr geliebtes Kind auf einer Wolke auf sie zu.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suor Angelica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Krause: Oper – Ein Opernführer, 3. Auflage, Deutscher Verlag für Musik, Leipzig, S. 403