Super Mario Sunshine

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Super Mario Sunshine
Super Mario Sunshine Logo.jpg
Entwickler Nintendo EAD
Publisher Nintendo
Mitwirkende (Auswahl)
Erstveröffent-
lichung
JapanJapan 19. Juli 2002
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 26. August 2002
EuropaEuropa 4. Oktober 2002
Plattform GameCube
Genre Jump ’n’ Run
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Gamepad
Medium 1 Mini-DVD
Altersfreigabe
USK ab 0 freigegeben
PEGI ab 3 Jahren empfohlen

Super Mario Sunshine (jap. スーパーマリオサンシャイン) ist ein Jump-’n’-Run-Videospiel der Super-Mario-Reihe für die stationäre Konsole GameCube, Nachfolger von Super Mario 64 und Vorgänger von Super Mario Galaxy. Mit 5,5 Millionen verkauften Einheiten war das Spiel bis Mitte 2006 eines der bestverkauften Jump-’n’-Run-Spiele.[2] Kritiker bewerteten das Spiel sehr positiv.[3] In dem Spiel steht Mario der „Dreckweg 08/17“ zur Verfügung, eine Maschine, die von Professor I. Gidd erfunden wurde. Der „Dreckweg 08/17“ ist ein Gerät, mit dem Mario Wasser spritzen und für kurze Zeit schweben kann. Im Laufe des Spiels werden noch weitere Funktionen freigeschaltet, wie zum Beispiel eine Raketendüse, mit der Mario höher gelegene Gebiete erreichen kann.

Handlung[Bearbeiten]

Mario macht mit Prinzessin Peach und einigen Toads Urlaub auf der Insel Isla Delfino. Doch bei ihrer Ankunft wird Mario beschuldigt, die gesamte Insel beschmiert zu haben. Bevor Mario deswegen jedoch ins Gefängnis kommt, sieht er eine Gestalt mit einem Pinsel, die aussieht wie er selbst. Hinter dem falschen Mario verbirgt sich allerdings Bowser Jr., der Prinzessin Peach für seine Mutter hält. Vor Gericht wird entschieden, dass Mario die Insel, die er angeblich beschmiert hat, auch wieder säubern soll. Mario beschließt seine Unschuld zu beweisen, indem er die verschwundenen Insignien der Sonne wiederbeschafft.[4]

Gameplay[Bearbeiten]

Ähnlich wie beim Vorgänger Super Mario 64 müssen die einzelnen Level durch das Einsammeln von Insignien der Sonne, die mit den kurz nur Sternen genannten „Power-Sternen“ im Vorgänger vergleichbar sind, freigeschaltet bzw. abgeschlossen werden. Dies erfolgt meist in Form kleiner Aufträge innerhalb der Spielwelten. Diese unterscheiden sich alle voneinander, orientieren sich jedoch meist am Thema „Urlaub“. So gibt es beispielsweise einen Freizeitpark am Meer, einen Sandstrand oder ein Dorf.

Die Hauptwelt des Spiels ist „Piazza Delfino“, eine am Meer gelegene Ferienstadt. Von dort aus erreicht man alle anderen Gebiete der Isla Delfino mit Hilfe M-förmiger Schmierereien, in die Mario eingesogen wird.

Jede der Spielwelten ist in acht Aufgaben (Missionen) unterteilt. Ist eine Aufgabe erfüllt, erhält der Spieler eine Insignie der Sonne und die nächste Mission in der gleichen Welt wird freigeschaltet. Bei einer bestimmten Anzahl Insignien geschehen bestimmte Ereignisse, zum Beispiel werden neue Gebiete freigeschaltet.

Spielelemente[Bearbeiten]

Dreckweg 08/17[Bearbeiten]

Zu Beginn des Spiels erhält Mario den „Dreckweg 08/17“, eine Art Wasserpumpe. Mit ihr kann Mario Wasser verspritzen und für einen kurzen Moment in der Luft schweben. Im Laufe des Spiels kommt ein Turbo-Aufsatz, mit dem Mario schneller rennen und Türen einrammen kann, hinzu. Zudem gibt es den Raketen-Aufsatz, mit dem er in die Luft geschossen wird. Der „Dreckweg 08/17“ wird zum Beispiel zum Säubern der Spielwelt oder zum Überwinden größerer Abgründe mit Hilfe der Schwebedüse genutzt. In bestimmten Spielabschnitten verliert Mario allerdings die Fähigkeiten des Gerätes und muss ohne sie die Insignie der Sonne (Shinesprite) erreichen.

Yoshi[Bearbeiten]

Im späteren Verlauf von Super Mario Sunshine ist es dem Spieler möglich, auf Yoshi, einem Dinosaurier-ähnlichen Tier, zu reiten. Mithilfe seines Magensafts kann Yoshi Gegner betäuben oder auch in Plattformen verwandeln, was bei einigen Spielmissionen unerlässlich ist. Außerdem kann er seine lange Zunge einsetzen, um Gegner und andere Dinge zu verspeisen. In vielen Aufgaben ist Yoshi als Ei auffindbar. Mario muss ihm die richtige Frucht bringen, damit Yoshi schlüpft. Yoshi darf nicht in Berührung mit Wasser kommen, da er sich sonst auflöst. Zudem muss er regelmäßig mit Früchten gefüttert werden, um neuen Saft produzieren zu können.

Münzen[Bearbeiten]

Sie sind großzügig in allen Spielwelten verteilt und dienen zum Auffrischen des Energievorrats. Das Sammeln von 50 Münzen gewährt dem Spieler ein Extraleben, 100 Münzen lassen eine weitere Insignie der Sonne erscheinen.

Blaue Münzen[Bearbeiten]

Blaue Münzen sind teilweise in den einzelnen Welten verteilt, so dass Mario sie einfach einsammeln kann. Einige blaue Münzen lassen sich durch das Entfernen von Schmierereien freilegen. Zudem muss Mario für einige Münzen auch Gegenstände anspritzen. Jeweils zehn der blauen Münzen lassen sich im Tauschbüro der „Piazza Delfino“ gegen eine Insignie der Sonne eintauschen. Daher sind sie relevant für das vollständige Abschließen des Spiels. In jeder Welt gibt es 30 blaue Münzen, insgesamt sind es 240.

Wiederkehrende Missionen[Bearbeiten]

Es gibt insgesamt sieben verschiedene Welten, die aus je acht Kapiteln bestehen. In jedem Kapitel muss eine bestimmte Mission erledigt werden, um an die Insignie der Sonne zu gelangen. Dabei gibt es einige wiederkehrende Missionen. In allen Welten gibt es ein Kapitel, in dem der Spieler acht Münzen einsammeln muss, die an schwierigen Orten platziert sind. Auch in jeder Welt gilt es Mario Morgana zu fangen, indem Mario ihn verfolgt und mit Wasser bespritzt. Ferner gibt es in jeder Welt eine Mission, in der Mario Morgana den Dreckweg stiehlt und Mario ohne die Hilfe der Wasserpumpe einen Hindernisparcour überwinden muss, der eher nach Art vorheriger Mario-Spiele aufgebaut ist, dies sind Retrolevel. Um diesen nostalgischen Effekt zu verstärken, spielt in den Retrolevels als Hintergrundmelodie eine A cappella-Version der Super-Mario-Melodie und im Hintergrund sind teils Bilder aus vorherigen Spielen zu sehen.[5]

Rezeption[Bearbeiten]

Super Mario Sunshine wurde überwiegend positiv bewertet. Kritiker meinten, es mache sehr großen Spaß.

Da das Begleitthema des Spiels Urlaub auf einer Insel ist und es nicht im Pilzkönigreich handelt, gibt es nicht so unterschiedliche Levelthemen wie Lava, Wasser, Eis oder Wald, wie es aus Super Mario World bekannt ist. Außerdem wurden, anstatt lediglich etablierte Charaktere und Gegner zu verwenden, komplett neue Figuren und Gegner für das Spiel entworfen. Von der einen Seite wird das als etwas Neues wahrgenommen, die Kritiker aber kritisieren, dass so einiges an Nostalgie verloren ging.[4] Trotzdem seien die einzelnen Orte gut gestaltet.

Super Mario Sunshine stellt einige Neuheiten bereit, beispielsweise in den Orten gespannte Seile, auf denen Mario balancieren und hoch springen kann, wodurch er hohe Orte erreicht. Die bedeutendste spielerische Neuerung sei aber der Dreckweg. Dadurch werde das Spielprinzip sehr erleichtert und es müsse nicht mehr auf perfekte und präzise Sprünge geachtet werden, da diese durch den Dreckweg ausgeglichen werden können. Insgesamt besitze Super Mario Sunshine wie von Mario-Spielen gewohnt eine sehr präzise Steuerung. Die meisten der Aktionen, die Mario durchführen kann, sind aus Vorgängerspielen bekannt, aber nicht zuletzt durch die Wasserdüse enthält Super Mario Sunshine einige neue, wodurch das Spiel auf verschiedene Arten spielbar ist.[5]

Eine große Schwachstelle des Spiels aber sei das Kamerasystem. Die Kamera wird vom Spieler gesteuert werden, was jedoch besonders für unerfahrene Spieler sehr schwierig sei. Teils justiert sich die Kamera auch selbst, manchmal aber nicht optimal, sodass das eigentliche Spielgeschehen durch eine Wand o.Ä. verdeckt wird. In diesem Fall sind Schatten der Figuren und Gegner auch durch die Wand sichtbar, was eine Art Notlösung bei den Schwächen der Kamera ist. Die Probleme der Kamera werden besonders auffällig, wenn sich die Spielhandlung in Gebäuden vollzieht oder zwischen Mauern, im Freien fielen die Kameraschwächen daher nicht sehr auf.[6]

Technisch gesehen sind die Grafiken des Spiels anders als in vorherigen Spielen. Das Spiel läuft mit 30 Bildern pro Sekunde. Positiv nannten Kritiker, im Spiel werde alles gut dargestellt, sodass auch weit entfernte Objekte gut sichtbar seien. Auch sehr wurde die Darstellung von Wasser gelobt, es verhalte sich physisch korrekt und auch Reflexionen werden simuliert. Besonders realistisch sehe auch aus, wenn Mario im Wasser schwimmt und die Reflexionen entsprechend verändern. Ein interessanter grafischer Aspekt sei außerdem der Schleim. Negativ hingegen seien die Texturen, die eine schlechte Qualität besäßen.[6]

Der Soundtrack des Spiels sei von Mario-Spielen gewohnt guter Qualität, Komponist war wie bei den Vorgängern Koji Kondo, wobei er mit einem weiteren Komponisten zusammenarbeitete. Besonders beeindruckend sei die A-Cappella-Version der Super-Mario-Titelmelodie. Ansonsten sei noch die Melodie der Hauptwelt sehr gut memorierbar, während die üblichen Melodien nicht so eingängig seien. Die Toneffekte seien gut und passend, so auch Marios Stimme, für die wieder Charles Martinet sprach. Die Stimmen der anderen Charaktere, besonders der Inselbewohner und der Toads, klängen aber gar lächerlich.[6]

Trivia[Bearbeiten]

  • Zu Beginn des Spieles wird Mario vom „Dreckweg 08/17“ gescannt. Dabei sieht man Szenen aus Super Mario 64, Super Mario World und Super Mario Bros.
  • In einer Szene, während des dritten Kapitels von Lido Sirena, wünscht sich ein Angestellter des dortigen Hotels, dass jemand all die Buu Huus des Hotels mit einem Staubsauger oder etwas ähnlichem aufsaugen würde. Mario fragt ihn darauf, warum er Ihn dabei so angucke. Diese Szene ist eine direkte Referenz zu Luigi’s Mansion, wo Marios Bruder Luigi ebenjener besagter Tätigkeit nachgeht.
  • Beim Starten des Spiels ertönt ein 8-Bit-Klang. Des Weiteren ist in Sirena Beach ein 8-Bit-Abbild Marios zu sehen.
  • Durch die Benutzung von Action Replay kann man Zugriff auf ein Entwickler-Level erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Konrad Lischka: Zur Sonne, zur Freizeit. Telepolis, 24. Oktober 2002. – Urlaub und die Gesetze der Arbeitswelt in Super Mario Sunshine.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.mobygames.com/game/gamecube/super-mario-sunshine/credits
  2. Daniel Boutros: Super Mario Sunshine. In: A Detailed Cross-Examination of Yesterday and Today's Best-Selling Platform Games. gamasutra.com (englisch)
  3. metacritic.com: Wertungs-Durchschnitte aus englischsprachigen Kritiken. (englisch, aufgerufen am 29. März 2008)
  4. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSuper Mario Sunshine – GameCube Review bei uk.cube.ign.com, Teil 1. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  5. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSuper Mario Sunshine – GameCube Review bei uk.cube.ign.com, Teil 2. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  6. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSuper Mario Sunshine – GameCube Review bei uk.cube.ign.com, Teil 3. Abgerufen am 3. Januar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]