Superman III – Der stählerne Blitz

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Filmdaten
Deutscher Titel Superman III – Der stählerne Blitz
Originaltitel Superman III
Produktionsland Großbritannien, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Richard Lester
Drehbuch David Newman
Leslie Newman
Produktion Pierre Spengler
Musik Ken Thorne
Kamera Robert Paynter
Schnitt John Victor-Smith
Besetzung

Superman III – Der stählerne Blitz ist ein britischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1983 mit Christopher Reeve in der Hauptrolle. Er ist der dritte Teil der Superman-Filmreihe und ein Film von Warner Bros. Entertainment. Regie führte wie beim zweiten Teil Richard Lester.

Handlung[Bearbeiten]

Der milliardenschwere Industrietycoon Ross Webster setzt alles daran, um sein riesiges Imperium noch zu vergrößern und die Konkurrenz auszuschalten. Dazu nutzt er vor allem die moderne Technik in Form von Computern. Der arbeitslose Gus Gorman, welcher in Websters Konzern eine kleine Stelle als Programmierer erhält, kommt diesem daher wie gerufen, da Gorman sich als Naturtalent an den elektronischen Rechenmaschinen entpuppt.

Webster will sich die Monopolstellung auf dem Kaffeemarkt sichern und lässt Gorman daher einen Wettersatelliten umprogrammieren, der Unwetter über Kolumbien erzeugt, welche die Kaffeebohnenernte vernichten sollen. Doch Superman kann die Katastrophe abwenden und den Staat retten. Der wütende Webster will den Stählernen daher endgültig aus dem Weg räumen und geht mit Gorman'einen Handel ein: Gus soll ihm synthetisches Kryptonit herstellen, dafür wird Webster ihm seinen Traum erfüllen – und Gus den vollkommenen Computer bauen.

Supermans Alter Ego Clark Kent reist inzwischen in seine Heimatstadt Smallville, um für den Daily Planet über sein Highschool-Klassentreffen zu berichten. Dabei kann er unterwegs einen Großbrand in einer Säure produzierenden Chemiefabrik löschen.

In Smallville trifft er seine Jugendliebe Lana Lang wieder, die inzwischen einen Sohn hat. Als er als Superman den kleinen Ricky aus einer Gefahrensituation rettet, ist dies der Stadt Anlass, den Helden im Cape auszuzeichnen. Bei dieser Gelegenheit erscheint Gus Gorman in militärischer Verkleidung, um ihm für die Rettung der Chemiefabrik eine Auszeichnung zu überreichen. Diese Trophäe besteht jedoch aus dem synthetischen Kryptonit.

Dieses hat aber keine tödliche Wirkung auf Superman, vielmehr macht es ihn schleichend zu einem trinkenden und prolligen Raufbold, dem alles egal zu sein scheint und der nur tut, was ihm Spaß macht. So bläst er unter anderem das Olympische Feuer aus und rückt mal eben den schiefen Turm von Pisa gerade. In dieser Verfassung ist er leichte Beute für Webster, der mit Hilfe seiner Geliebten Lorelei Superman dazu bringt, eine von ihm geschaffene künstliche Ölkrise aufrechtzuerhalten.

Inzwischen gewinnen die positiven Tugenden in Superman wieder die Oberhand. Auf einem Schrottplatz kommt es zum Kampf zwischen dem bösen Kryptonier und dessen guter Seite, verkörpert durch Clark. Letzterer kann die Auseinandersetzung für sich entscheiden und Superman ist wieder der Alte.

Daraufhin macht er sich an die Verfolgung von Webster, der mit seiner Schwester und Geschäftspartnerin Vera, Lorelei und Gorman in eine versteckte Höhle im Grand Canyon geflohen ist, wo der inzwischen fertige Supercomputer steht. Superman kann alle Verteidigungsanlagen ausschalten und wird erst vom Megarechner aufgehalten. Als dieser den Stählernen fast umbringt, wendet sich Gus von den Websters ab und kappt die Stromzufuhr. Doch der Computer reaktiviert sich, speist sich selbst direkt aus der amerikanischen Stromversorgung und rebelliert nun auch gegen seine Erbauer. Im letzten Augenblick kann Superman den Computer mit einer alles fressenden Säure aus der geretteten Chemiefabrik zerstören.

Die Websters werden dingfest gemacht, Gorman gerettet und Superman macht alle seine begangenen Missetaten wieder rückgängig.

Kritiken[Bearbeiten]

„Vier Jahre nach seinem Vorgänger produziert, geriet diese Version zu einem Sammelsurium selbstironischer Nummern und Slapstick-Einlagen, das sich zu keiner überzeugenden Geschichte zusammenfügt. Unterhaltung ohne Ansprüche und auch ohne Glanz“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Hintergründe[Bearbeiten]

  • Superman III wurde hauptsächlich in Kanada gedreht. Als Kulisse für Metropolis und „Smallville“ diente die Stadt Calgary.
  • Der Film sollte zunächst „Superman vs. Superman“ heißen.
  • Der Part von Lois-Lane-Darstellerin Margot Kidder fiel deshalb so klein aus, da sie sich mit den Produzenten überworfen und sich lautstark über die Ausbootung von Richard Donner als Regisseur von Superman II beklagt hatte.
  • Anette O’Toole, welche im Film Clarks Jugendfreundin Lana Lang spielt, bekam später in der ebenfalls das Superman/Clark-Kent-Universum tangierenden Warner-Brothers-Serie „Smallville“ die Rolle von Clarks Mutter „Martha Kent“.
  • Im Film taucht die Figur der „Minnie Bannister“ auf. Dies ist eine Reminiszenz an Richard Lester, der an einer Radio-Show der BBC mitwirkte, in der „Minnie Bannister“ ein Hauptcharakter war.
  • Der Junge, welcher zu Anfang des Films den Fotoautomaten (mit Superman darin) bedient ist derselbe, der das Baby „Kal-El“ im ersten Superman-Film von 1978 spielte.
  • Ursprünglich sollte Alan Alda die Rolle des Ross Webster spielen.
  • Die Arbeitsweise, mit der Gus Corman mittels Computer illegal Geld auf sein Konto transferiert, wird in der Computerkriminalität als „Salami Slicing“ bezeichnet.
  • Dies war der erste Film der Reihe, in dem Christopher Reeve die größte Gage aller mitwirkenden Schauspieler bekam.
  • Während des Schrottplatzkampfes ist im Hintergrund ein Kinoplakat des Films Blade Runner zu sehen.
  • Bei den bisherigen Ausstrahlungen im deutschen Fernsehen war der Film immer geschnitten, meist an ein und derselben Stelle. Während des Schrottplatzkampfes zwischen dem bösen Superman und dem guten Clark lässt Ersterer mittels Hitzeblick einen tonnenschweren Schrottmagnet auf Clark fallen und dreht sich zum Gehen um. Als Clark unverletzt darunter hervorkriecht, kommt der böse Superman zurück und tritt auf Clark zu. Hier kommt ein Filmschnitt und es fehlt, wie Superman Clark zusammenschlägt. Die bisherigen Fassungen setzen beim am Boden knienden Clark wieder ein, welcher von Superman einen laschen Kniestoß bekommt, aufgehoben und zur Vernichtung in eine Schrottpresse befördert wird.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film war 1984 in den Kategorien Bester Darsteller (Christopher Reeve) sowie Beste Nebendarstellerin (Annette O’Toole) für den Saturn Award nominiert. Komponist Giorgio Moroder und Darsteller Richard Pryor waren beide für die Goldene Himbeere nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Superman III – Der stählerne Blitz im Lexikon des Internationalen Films