Supermarine S.5

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Supermarine S.5
Supermarine S.5
Typ: Wasserflugzeug
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: Supermarine
Erstflug: 7. Juni 1927
Indienststellung: 1927
Stückzahl: 3

Die Supermarine S.5 war ein britisches Wasserflugzeug, das zur Teilnahme an der Schneider-Trophy entwickelt wurde.

Geschichte und Konstruktion[Bearbeiten]

Bei der Supermarine S.5 handelte es sich um einen Einsitzer mit zwei Schwimmern. Die vom Konstrukteur Reginald Joseph Mitchell des Flugzeugherstellers Supermarine gebauten Flugzeuge sollten ursprünglich bereits an der Trophy 1926 teilnehmen, was jedoch wegen Verzögerungen beim Bau des Motors nicht möglich war. Zum Rennen 1927, das in Venedig am Lido stattfand, meldeten die Briten mehrere Flugzeuge an, darunter dann zwei S.5.

Bereits am 18. September flog Pilot Kinkhead mit einer der S.5 den Rundkurs mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 523 km/h ab. Obwohl dies keine offiziell gemessene Zeit war, war es das erste Mal, dass ein Flugzeug Geschwindigkeiten über 500 km/h erreichte.

Der Wettbewerb selbst fand am 26. September 1927 statt. Flight Lieutenant Sidney Norman Webster erreichte mit seiner S.5 mit 453,282 km/h den ersten Platz. Diese Maschine war mit einem untersetzten Napier-Lion-V-IIB-Motor mit 875 PS ausgestattet. Die zweite Maschine war mit dem gleichen – jedoch nicht untersetzten – Motor ausgestattet, der 900 PS leistete. Mit ihr errang Flight Lieutenant Oswald F. Worsley mit 439,45 km/h den zweiten Platz. Alle anderen Teilnehmer gaben während des Rennens auf.

1928 stellte Flight Lieutenant D. D’Arcy Greig mit der S.5 mit 514,296 km/h einen neuen britischen Geschwindigkeitsrekord für Seeflugzeuge auf.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Spannweite 8,15 m
Länge 7,4 m
Höhe 3,38 m
Startgewicht 2200 kg
Besatzung 1
Höchstgeschwindigkeit 514 km/h
Dienstgipfelhöhe 3000 m
Reichweite 1650 km
Triebwerke 12-Zylinder-W-Motor Napier Lion V-IIB (875 bzw. 900 PS)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • C.F. Andrews, E.B. Morgan: Supermarine Aircraft since 1914. Putnam, London 1987, ISBN 0-85177-800-3.
  • William Green (Hrsg.): Supermarine's Schneider Seaplanes. Flying Review International, Volume 10, No. 11, Juli 1967.