Supersport-Weltmeisterschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yamaha YZF-R6 Supersport-Maschine 2007
Cal Crutchlow – Supersport-Weltmeister 2009

Die Supersport-Weltmeisterschaft ist eine Rennsportklasse für seriennahe Motorräder. Sie ist auch unter dem Kürzel WSS bekannt und wird seit 1999 unter dem Dach der FIM offiziell als Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Rennen finden im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft statt und sind wegen der hohen Leistungsdichte der Motorräder oft sehr knapp.

Als Supersportler im Sinne des WM-Reglements bezeichnet man seriennahe Rennmaschinen. Der maximale Hubraum beträgt 600 cm³ für Vierzylinder, 675 cm³ für Dreizylinder und 750 cm³ für Zweizylinder-Maschinen.

Der erste Sieger der Klasse am 28. März 1999 im südafrikanischem Kyalami war der Brite Iain MacPherson auf Kawasaki. Rekordweltmeister ist der Türke Kenan Sofuoğlu mit drei gewonnen Titeln.

Am 21. Juli 2013 kam es während des WM-Laufes auf dem Moscow Raceway in Russland zu einem schweren Unfall mit dem Italiener Andrea Antonelli, der sich dabei kritische Verletzungen zuzog. Das Rennen wurde abgebrochen und der Fahrer wurde sofort in die Ambulanz gebracht, wo das medizinische Personal versuchte, ihn zu reanimieren. Trotz aller Anstrengungen erlag Antonelli wenig später seinen Verletzungen.

Supersport Serien[Bearbeiten]

1990–1995 Supersport-EM (Europameisterschaft)
1996 Supersport-OM (offene Meisterschaft)
1997–1998 Supersport-WS (Weltserie)
seit 1999 Supersport-WM (Weltmeisterschaft)

Supersport-Weltmeister[Bearbeiten]

Jahr Fahrertitel Motorrad Herstellertitel Saisonstatistik
1990 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Howard Selby Yamaha
1991 SpanienSpanien Luis d’Antin Honda
1992 DeutschlandDeutschland Stefan Scheschowitsch Honda
1993 BelgienBelgien Michaël Paquay Honda
1994 SchweizSchweiz Yves Briguet Honda
1995 BelgienBelgien Michaël Paquay Ducati
1996 ItalienItalien Fabrizio Pirovano Ducati
1997 ItalienItalien Paolo Casoli Ducati ItalienItalien Ducati Saisonstatistik
1998 ItalienItalien Fabrizio Pirovano Suzuki JapanJapan Suzuki Saisonstatistik
1999 FrankreichFrankreich Stéphane Chambon Suzuki JapanJapan Yamaha Saisonstatistik
2000 DeutschlandDeutschland Jörg Teuchert Yamaha YZF-R6 JapanJapan Yamaha Saisonstatistik
2001 AustralienAustralien Andrew Pitt Kawasaki ZX-6R JapanJapan Yamaha Saisonstatistik
2002 FrankreichFrankreich Fabien Foret Honda CBR 600 F JapanJapan Suzuki Saisonstatistik
2003 AustralienAustralien Chris Vermeulen Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2004 AustralienAustralien Karl Muggeridge Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2005 FrankreichFrankreich Sébastien Charpentier Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2006 FrankreichFrankreich Sébastien Charpentier Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2007 TurkeiTürkei Kenan Sofuoğlu Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2008 AustralienAustralien Andrew Pitt Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Cal Crutchlow Yamaha YZF-R6 JapanJapan Honda Saisonstatistik
2010 TurkeiTürkei Kenan Sofuoğlu Honda CBR 600 RR JapanJapan Honda Saisonstatistik
2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chaz Davies Yamaha YZF-R6 JapanJapan Yamaha Saisonstatistik
2012 TurkeiTürkei Kenan Sofuoğlu Kawasaki Ninja ZX-6R JapanJapan Honda Saisonstatistik
2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sam Lowes Yamaha YZF-R6 JapanJapan Kawasaki Saisonstatistik
2014 Saisonstatistik

Medienpräsenz[Bearbeiten]

Die Supersport-Weltmeisterschaft wurde 2010 im Fernsehen bei Eurosport und Eurosport 2 übertragen.[1]

Bis 2009 wurden die Rennen über die offizielle Internetpräsenz der Supersport-WM per Livestream frei empfangbar angeboten.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yahoo! Eurosport: Superbike-WM live bei Eurosport (Version vom 2. März 2010 im Internet Archive), Zugriff am 1. Januar 2011