Superstar Gemini

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SuperStar Gemini
Norwegian Dream auf der Elbe

Norwegian Dream auf der Elbe

p1
Schiffsdaten
Flagge BahamasBahamas (Handelsflagge) Bahamas
andere Schiffsnamen
  • Dreamward
  • Norwegian Dream
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen C6LG5
Heimathafen Nassau
Eigner Ocean Dream Ltd.[1]
Reederei Star Cruises
Bauwerft Chantiers de l’Atlantique, Saint-Nazaire
Baunummer C30
Kiellegung 5. März 1991[1]
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
229,84[1] m (Lüa)
Breite 32,1[1] m
Tiefgang max. 7,0[1] m
Vermessung 50.764 BRZ / 28.641 NRZ[1]
 
Besatzung 753
Maschine
Maschine dieselmechanisch
2 × Dieselmotor (MAN B&W 8L40/54)
2 × Dieselmotor (MAN B&W 6L40/54)[1]
Dienst-
geschwindigkeit
19 kn (35 km/h)
Geschwindigkeit max. 21 kn (39 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 6.731[1] tdw
Zugelassene Passagierzahl 1.752
Sonstiges
Klassifizierungen

Det Norske Veritas

Registrier-
nummern

IMO 9008419[1]

Die Superstar Gemini ist ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Star Cruises. Sie wurde 1992 als Dreamward gebaut und 1998 um 40 Meter verlängert und in Norwegian Dream umbenannt. 2012 erhielt das Schiff den Namen SuperStar Gemini. Schwesterschiff ist die SuperStar Aquarius.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Dreamward wurde am 6. Dezember 1992 in Frankreich bei Chantiers de l’Atlantique fertiggestellt. Das Schiff kostete damals 240 Millionen U.S. Dollar. Es war 190 m lang, 28,50 m breit und hatte einen Tiefgang von gut 7,0 m. Das Schiff wurde von der Reederei in der Karibik, rund um Australien und Neuseeland und in Europa eingesetzt.

Im April 1998 kam die Dreamward zur Lloyd Werft nach Bremerhaven. Hier traf sie ihr Schwesterschiff, die Norwegian Wind, die bereits verlängert wurde. Innerhalb von 60 Tagen wurde die Dreamward zur Norwegian Dream. Das Schiff wurde in der Mitte aufgeschnitten und um 40 m auf 230 m verlängert. Die Arbeiten wurden von ARTE in einem am 19. Januar 1999 ausgestrahlten Film dokumentiert.[2] Am 12. Mai 1998 bekam das Schiff seinen neuen Namen.

Ab dem 14. Mai 1998 fuhr die Norwegian Dream im Sommer alle 12 Tage durch den Nord-Ostsee-Kanal. Die maximal nutzbare Länge der Kanalschleusen beträgt 235 Meter, fünf Meter mehr als die Abmessungen des Schiffes.[3] Um ein sicheres Unterfahren der Brücken zu gewährleisten, wurde vor Beginn der Kanalpassage der Schornstein hydraulisch abgeklappt.

Die Norwegian Cruise Line verkaufte das Schiff am 23. April 2008 an Louise Cruise Lines. Am 4. Oktober stornierte die Louise Cruise Lines den Ankauf wieder. Das Schiff stand seitdem wieder zum Verkauf. Die letzte Reise unter der NCL-Flagge endete am 2. November 2008 in Boston.

Am 5. November 2008 lief das Schiff aus, um auf den Bahamas in Freeport für zwei Monate aufgelegt zu werden. Am 17. April 2009 verließ die Norwegian Dream Freeport und erreichte am 26. April 2009 den Hafen von Gibraltar. Ab September 2009 wurde die sie vor der Kykladeninsel Syros aufgelegt. Im Mai 2011 fuhr das Schiff nach Singapur, wo es im Juni in einer Werft gesichtet wurde.[4][5]

Ende April 2012 wurde bekannt, dass die Norwegian Dream nach ihrer Renovierung für die Muttergesellschaft Star Cruises in Fahrt gebracht wird.[6] Am 28. August 2012 wurde das Schiff im Hafen von Pulau Pinang (Malaysia) in SuperStar Gemini umbenannt. Die Namensänderung wurde im kleinen Rahmen am reedereieigenen Pier der Star Cruises vorgenommen. Anschließend wurde das Schiff in die Werft verholt, wo es umgebaut und renoviert wurde, bevor es seit 2013 auf neuen Routen im asiatischen Raum eingesetzt wird.[7]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Am 24. August 1999 rammte die Norwegian Dream nachts im Ärmelkanal den taiwanischen Containerfrachter Ever Decent. Es gab keine Schwerverletzten, aber einen Schaden in Millionenhöhe. Nach dem Unfall wurde die Norwegian Dream auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven repariert.

Am 25. Juli 2001 rammte sich die Norwegian Dream beim Manövrieren im Kopenhagener Hafen eine Beule ins Heck. Es entstand kein großer Sachschaden.

Im März 2002 verlor die Norwegian Dream im Hafen von Valparaíso ihre Ladeluke. Die Luke musste von Tauchern geborgen werden. Nach einer kurzen Inspektion der Luke konnte diese wieder angebracht werden und das Schiff mit einer Stunde Verspätung auslaufen.

Am 15. August 2003 wurde die Norwegian Dream vom Wind in der Weiche Schülp (Ausweichstelle im Nord-Ostsee-Kanal) in die Dalben gedrückt. Dabei wurde einer der beiden Propeller beschädigt. In der Schleuse Holtenau tauchten zwei Inspekteure, um den Schaden zu begutachten. Nach einer fast dreistündigen Liegezeit in der Schleuse lief die Norwegian Dream in Richtung Tallinn aus, wo der Schaden während der regulären Liegezeit behoben wurde.

Am 10. Dezember 2007 kollidierte die Norwegian Dream auf der Reise von Buenos Aires nach Valparaíso im Hafen von Montevideo mit einer Frachtbarge und wurde am Bug oberhalb der Wasserlinie leicht beschädigt. Der Schaden konnte binnen drei Tagen behoben werden. Der Kapitän ging im Einverständnis der örtlichen Behörden in Montevideo von Bord, um zur Aufklärung des Vorfalles beizutragen. Er konnte vom Kapitän der Marco Polo, die ebenfalls im Hafen lag, abgelöst werden, da dieser auf dem Weg in den Urlaub war. Bei der Weiterfahrt nach Kap Hoorn erlitt die Maschine einen kurzen Blackout, welcher mit dem Neustart des Systems behoben werden konnte. Im Verlauf der Fahrt hat der Staffkapitän das Kommando übernommen und bis Februar 2008 beibehalten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Norwegian Dream – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Det Norske Veritas: Technische und administrative Daten. Abgerufen am 11. Mai 2012 (englisch).
  2. Operation Schiff.
  3. Verkehrsvorschriften Nord-Ostsee-Kanal, Seite 31.
  4. [1].
  5. MS Norwegian Dream: update. In: Seereisen Portal. 9. Juni 2011, abgerufen am 4. August 2011.
  6. Norwegian Dream Set to Sail for Star. In: Cruise Industry News. 27. April 2012, abgerufen am 1. Mai 2012 (englisch).
  7. Ehemalige „Norwegian Dream“ wird renoviert seefahrt-aktuell.de, 7. September 2012, abgerufen am 16. September 2012.