Suphanburi (Provinz)

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Suphanburi
สุพรรณบุรี
Siegel der Provinz Suphanburi
Statistik
Hauptstadt: Suphanburi
Tel.vorwahl: 035
Fläche: 5.358,0 km²
40.
Einwohner: 844.590 (2009)
28.
Bev.dichte: 158 E/km²
20.
Gouverneur:
Karte
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Über dieses Bild

Suphanburi (Thai: สุพรรณบุรี, Aussprache: [sù.pʰān būrīː]) ist eine Provinz (Changwat) in der Zentralregion von Thailand. Die Hauptstadt der Provinz Suphanburi heißt ebenfalls Suphanburi.

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Das Wort suphan stammt aus dem Sanskrit-Wort suvarna (Devanagari सुवर्ण) und bedeutet „Gold“. Buri kommt vom Sanskrit-Wort purī (Devanagari पुरी) und wird mit „Stadt“ oder „Ort“ übersetzt. Suphanburi bedeutet also Goldstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Suphanburi liegt inmitten der zentralen Ebene Thailands, die als Reiskammer des Landes bezeichnet werden kann. Im Norden und äußeren Westen der Provinz erheben sich noch hügelige Ausläufer der Gebirgszüge des Nordens. Im Südosten am Fluss Tha Chin befinden sich die ausgedehnten Reisanbaugebiete.

Angrenzende Provinzen:
Norden Uthai Thani und Chainat
Osten Singburi, Ang Thong und Ayutthaya
Süden Nakhon Pathom
Westen Kanchanaburi

Wichtige Städte[Bearbeiten]

Wichtige Flüsse[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist tropisch-monsunal.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus den Thai mit einer bedeutenden chinesischen Minderheit. Mehr als 96 % der Einwohner sind Buddhisten. Daneben siedeln aber auch Nachkommen der von Siamesen aus Laos verschleppten Fronarbeiter, die Lao Khrang (deren Gesamtzahl in Thailand bei 53.000 liegt).

Wirtschaft und Bedeutung[Bearbeiten]

Die Provinz Suphanburi gehört zu den am intensivsten landwirtschaftlich bewirtschafteten Gebieten des Landes. Sie gilt als die „Reisschüssel“ Thailands.[1]

Im Jahr 2008 betrug das „Gross Provincial Product” (Bruttoinlandsprodukt) der Provinz 67.990 Millionen Baht [2].

Daten[Bearbeiten]

Die unten stehende Tabelle zeigt den Anteil der Wirtschaftszweige am Gross Provincial Product in Prozent[3]:

Wirtschaftszweig 2006 2007 2008
Landwirtschaft 29,5 29,9 34,5
Industrie 12,3 12,0 11,6
Andere 58,2 58,1 53,8

Flächenverbrauch[Bearbeiten]

Flächenart 2008
Waldland 4,9
Landwirtschaftl. Fläche 30,1
Andere 65,0

Alle Angaben in %[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Khun Changs Haus am Wat Palelai

Der thailändische Prinz und Amateurhistoriker des ausgehenden 19. Jahrhunderts Damrong Rajanubhab vermutete, dass Suphanburi das legendäre Suvarnabhumi gewesen sei, das in älteren buddhistischen Schriften erwähnt wird. [5] Doch werden Siedlungen erst zur Zeit des Dvaravati-Reiches erwähnt. Es war seinerzeit bekannt als Mueang Dvaravadi Sri Suphannaphum (ทวารวดีศรีสุพรรณภูมิ oder auch Pantumburi พันธุมบุรี). Die Gründung fand zwischen 877 und 882 statt. Später wurde die Stadt nach dem Gründer des Königreichs Ayutthaya als U Thong benannt.

Erst König Luang Pha Ngua gab der Stadt und der Provinz im 14. Jahrhundert den heutigen Namen. Die Provinz war eine wichtige Verteidigungsbastion Ayutthaya gegen das Reich Pegu, Vorläufer des heutigen Birma. In der Nähe der Stadt, im heutigen Landkreis Don Chedi, soll unter anderem die Entscheidungsschlacht des aus Phitsanulok stammenden Königs Naresuan stattgefunden haben, der mit dem Sieg die birmanische Vorherrschaft Ende des 16. Jahrhunderts abschütteln konnte.

Während der Regierung von König Rama I. (reg. 1782–1809) führte man ein umfassendes Steuersystem ein, unter anderem auch für Alkohol. Suphanburi wurde dabei zusammen Samut Sakhon und Nakhon Chaisi verwaltet[6]. Der französische Bischof Jean-Baptiste Pallegoix notierte auf seiner Reise von Nakhon Chaisi nach Suphanburi Ansiedlungen von vietnamesischen Fischern und mehreren Tausen Laoten. Die Provinz brachte als wichtigste Produkte Palmzucker, Reis und Fisch hervor[7].

Der in Suphanburi geborene chinesischstämmige Unternehmer Banharn Silpa-archa hat sich seit den 1970er-Jahren einen Ruf als der „Pate von Suphanburi“ aufgebaut. Er war durch seine Unternehmungen in den verschiedensten Branchen zum Milliardär geworden. 1974 ging er in die Politik. In Suphanburi spendete er Geld für Schulen, Brücken und andere Infrastrukturprojekte, die im Gegenzug nach ihm benannt wurden. Das führte zu der verbreiteten Aussage, die Provinz „gehöre“ ihm und könnte auch „Banharn-buri“ genannt werden.[8] Banharn wurde in seinem Wahlkreis regelmäßig mit mehr als 100.000 Stimmen ins Parlament gewählt und war damit einer der meistgewählten Politiker landesweit. In den 1980er-Jahren nutzte er seine verschiedenen Regierungsämter, um seiner Heimatprovinz Wahlkreisgeschenke zu bereiten. So bekam Suphanburi eines der bestausgebauten Straßennetze und eines der modernsten Telefonsysteme unter Thailands Provinzen.[9] 2011 blieb Suphanburi, anders als seine Nachbarprovinzen, von der Flut in Thailand weitgehend verschont, mutmaßlich weil Banharn eine entsprechende Steuerung der Schleusen anordnete.[10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siegerdenkmal für König Naresuan den Großen, Amphoe Don Chedi

(Siehe auch Suphanburi)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Provinz zeigt die berühmte Schlacht auf den Elefanten zwischen König Naresuan dem Großen und dem Kronprinzen von Birma im Jahr 1592.

Der lokale Baum ist Ebenholz (Diospyros mollis).

Der Wahlspruch der Provinz Suphanburi lautet:

„Die große Elefantenschlacht des Königs Naresuan fand hier statt,
Eine oft erzählte Geschichte der Thai-Literatur,
Bekannt für Miniaturbildnisse des Buddha,
Die Landwirtschaft der Stadt ist in stetem Fortschritt,
Die Stadt von Gelehrten, Künstlern und historischen Orten,
Die Provinz, in der anziehende Dialekte gesprochen werden.“

Verwaltungseinheiten[Bearbeiten]

Die Provinz ist in 10 Kreise (Amphoe) unterteilt. Diese sind weiter in 110 Gemeinden (Tambon) und 977 Dörfer (Muban) unterteilt.

Nr. Amphoe
(Kreise)
Thai Fläche Einwohner
1 Mueang Suphanburi อำเภอเมืองสุพรรณบุรี 000000000000540.9000000000540,9 km² 158.087
2 Doem Bang Nang Buat   อำเภอเดิมบางนางบวช 000000000000552.3000000000552,3 km² 77.804
3 Dan Chang อำเภอด่านช้าง 000000000001193.60000000001.193,6 km² 64.416
4 Bang Pla Ma อำเภอบางปลาม้า 000000000000481.3000000000481,3 km² 86.947
5 Si Prachan อำเภอศรีประจันต์ 000000000000181.0000000000181,0 km² 64.995
6 Don Chedi อำเภอดอนเจดีย์ 000000000000252.1000000000252,1 km² 41.157
7 Song Phi Nong อำเภอสองพี่น้อง 000000000000750.4000000000750,4 km² 126.905
8 Sam Chuk อำเภอสามชุก 000000000000355.9000000000355,9 km² 58.223
9 U Thong อำเภออู่ทอง 000000000000630.3000000000630,3 km² 111.696
10 Nong Ya Sai อำเภอหนองหญ้าไซ 000000000000420.2000000000420,2 km² 49.894
Karte der Amphoe

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pascale M. Phélinas: Sustainability of Rice Production in Thailand. Nova, New York 2001, S. xxi.
  2. Thailand in Figures (2011), S. 309
  3. Thailand in Figures (2011)
  4. Thailand in Figures (2011)
  5. The Siam Society: Miscellaneous Articles Written for the JSS by His Late Highness Prince Damrong. The Siam Society, Bangkok, B.E. 1962.
  6. Terwiel (1989), S. 73
  7. Terwiel (1989), S. 101
  8. Yoshinori Nishizaki: Political Authority and Provincial Identity in Thailand. The Making of Banharn-buri. Cornell Southeast Asia Program, Ithaca NY 2011.
  9. Sakkarin Niyomsilpa: The Political Economy of Telecommunications Reforms in Thailand. Pinter, 2000, S. 57.
  10. The suffering continues as politicians play game: Thailand. Asia One, 6. Oktober 2011.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suphanburi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

14.474444444444100.11833333333Koordinaten: 14° 28′ N, 100° 7′ O