Suppression of Enemy Air Defences

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AGM-45 Shrike zur Unterdrückung feindlicher Luftabwehr

Suppression of Enemy Air Defences, dt.: Unterdrückung feindlicher Luftabwehr, kurz SEAD, ist eine bestimmte Art des militärischen Einsatzes. Dabei wird, vorzugsweise zu Beginn eines Krieges oder einer Operation, die gegnerische Flugabwehr so weit geschwächt, dass sie für nachfolgende Bomber keine Gefahr mehr darstellen kann. Dies wird neben der Störung von Radaren, die eher bei Aufklärungsflügen eingesetzt wird, vor allem durch Bombardierung der Luftverteidigung erreicht.

Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen dem Angriff auf Radarstationen und dem auf Flugabwehrstellungen. Während bei ersterem vor allem spezielle Anti-Radar-Raketen, zum Beispiel die amerikanische AGM-88 HARM, eingesetzt werden, die eine Radarquelle direkt anfliegen und zerstören, können bei den oft großflächig verteilten SAM-Stellungen Streubomben effektiv eingesetzt werden, da die einzelnen Raketenstarter relativ schwach gepanzert sind. Letztlich kann allerdings jede Art von Munition für SEAD-Aufgaben herangezogen werden, wenn sie gegen entsprechende Ziele eingesetzt wird.

Innerhalb der NATO sollten SEAD-Missionen vor allem von taktischen Jägern wie der F-16 Fighting Falcon und der F-4 Phantom ausgeführt werden. Seit dem Vietnamkrieg wurden die Flugzeuge speziell für solche Aufgaben ausgerüstet und erhielten den Spitznamen Wild Weasel. In der sowjetischen Doktrin waren für SEAD modifizierte MiG-25 oder schwere Bomber vom Typ Tupolew Tu-22M vorgesehen.

In der Bundeswehr sind Panavia Tornados vom Typ ECR für SEAD vorgesehen. Diese sind derzeit auch die einzigen NATO-Kampfflugzeuge, die diese Aufgaben völlig autark durchführen können.[1]

SEAD-Lenkwaffen[Bearbeiten]

USA[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

Russland[Bearbeiten]

Brasilien[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Meilensteine der Luftfahrt" EADS München 2005, S.15