Surabi Datunaschwili

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Surabi Datunaschwili (* 18. Juni 1991) ist ein georgischer Ringer. Er wurde 2013 Vize-Europameister im griechisch-römischen Stil im Weltergewicht.

Werdegang[Bearbeiten]

Surabi Datunaschwili begann im Alter von 6 Jahren mit dem Ringen. Er gehört einem Ringerclub in Tiflis an, wird von Viliam Charasow trainiert und spezialisiert sich auf en griechisch-römischen Stil. Z.Zt. ist Ringen auch sein Beruf. Der 1,83 Meter große Athlet startet bei einer Größe von 1,83 Metern im Weltergewicht, der Gewichtsklasse bis 74 kg Körpergewicht.

Seine erste internationale Meisterschaft bestritt er schon im Jahre 2006 im Alter von 15 Jahren, als er bei der Junioren-Europameisterschaft (Altersgruppe Cadets) in Istanbul in der Gewichtsklasse bis 42 kg auf den 12. Platz kam. 2008 startete er, immer noch als "Cadet" bei der Junioren-Europameisterschaft in Daugavpils in der Gewichtsklasse bis 63 kg und erreichte dabei den 7. Platz. 2011 war dann sein erfolgreichstes Juniorenjahr. Er belegte in diesem Jahr zunächst in Zrenjanin im Weltergewicht hinter Islam Charajew, Russland und Ismail Kocaslan, Türkei den 3. Platz und wenig später wurde er bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Bukarest im Weltergewicht hinter Rafik Manukjan, Armenien sogar Vizeweltmeister der Junioren.

Der erste große Erfolg bei den Senioren gelang ihm dann bereits im Jahre 2012, denn er konnte sich in Sofia für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London qualifizieren. Dabei ließ er so hervorragende Ringer wie Mark Overgaard Madsen, Dänemark und Peter Bacsi, Ungarn, hinter sich. Bei den Olympischen Spielen selbst kam er zu Siegen über Kim Jin-hyeok, Südkorea und Benjamin Errol Provisor, Vereinigte Staaten, verlor dann aber gegen Emin Achmadow aus Aserbaidschan. Da dieser das Finale nicht erreichte, schied er aus, belegte aber noch einen guten 7. Platz.

Im Dezember 2012 wurde Surabi Datunaschwili erstmals georgischer Meister im Weltergewicht und vertrat sein Land auch bei der Europameisterschaft im März 2013 in Tiflis. Er war dort in sehr guter Form und besiegte im Weltergewicht Balint Korpasi, Ungarn, Bozo Starkevic, Kroatien und Pascal Eisele, Deutschland. Im Finale stand er dem Olympiasieger Roman Wlassow aus Russland gegenüber, gegen den er knapp mit 0:2 Runden und 0:2 Punkten verlor. Er wurde damit Vize-Europameister.

Nach einem hervorragenden 3. Platz beim Golden-Grand-Prix in Szombathely in der neuen Gewichtsklasse bis 75 kg hinter Mark Overgaard Madsen, Dänemark und dem Leichtgewichts-Weltmeister von 2011 Saeid Mourad Abdvali, Iran, wurde Surabi Datunaschwili einen Monat später auch wieder bei der Europameisterschaft dieses Jahres, die in Vantaa/Finnland stattfand, eingesetzt. Er konnte dort qaber nicht überzeugen, denn er siegte in seinem ersten Kampf zwar über Jan Rotter aus Deutschland, unterlag aber schon in seinem nächsten Kampf gegen Seref Tüfenk aus der Türkei, womit er ausschied und nur auf den 15. Platz kam. Bei der Weltmeisterschaft im September 2014 in Taschkent siegte er in der Gewichtsklasse bis 75 kg über Arkadiusz Kulynycz, Polen, Waleri Palenski, Weißrussland, Jawor Janakiew, Bulgarien und Gurpeet Singh, Indien. Im Halbfinale mußte er gegen Arsen Dschulfalakjan aus Armenien eine knappe Punktniederlage hinnehmen. Er unterlag dann auch im Kampf um eine WM-Bronzemedaille gegen Elwin Mursalijew aus Aserbaidschan nach Punkten.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse Ergebnisse
2006 12. Junioren-EM (Cadets) in Istanbul bis 42 kg Sieger: Churschud Babaschow, Aserbaidschan vor Karapet Sargisjan, Armenien
2008 7. Junioren-EM (Cadets) in Daugavpils bis 63 kg Sieger: Tschingis Labasanow, Russland vor Jaroslaw Kandarsch, Weißrussland
2010 9. Golden-Grand-Prix in Tiflis Welter Sieger: Giorgi Cirekidse, Georgien vor Aschkat Dilmuchamedow, Kasachstan
2011 21. "Giwi-Kartosija-Wachtang-Balawadse"-Memorial in Tiflis Welter Sieger: Farhat Alizadeh, Iran vor Manuchar Kwirkwelia, Georgien
2011 3. Junioren-EM in Zrenjanin Welter hinter Islam Charajew, Russland und Ismail Kocaslan, Türkei
2011 2. Junioren-WM in Bukarest Welter hinter Rafik Manuchjan, Armenien, vor Michail Kornilow, Russland und Arkadiusz Kulynicz, Polen
2012 3. "Dan-Kolow & Nikola-Petrow"-Memorial in Sofia Welter hinter Ilian Georgiew, Bulgarien und Manuchar Tschadaia, Georgien
2012 1. Olympia-Qualif.-Turnier in Sofia Welter vor Mark Overgaard Madsen, Dänemark, Péter Bácsi, Ungarn und Ilian Georgiew
2012 9. Großer Preis von Deutschland in Dortmund Welter Sieger: Bozo Sarkevic, Kroatien vor Manuchar Tschadaia und Moises Valtteri, Finnland
2012 7. OS in London Welter nach Siegen über Kim Jin-hyeok, Südkorea und Benjamin Errol Provisor, USA und einer Niederlage gegen Emin Achmadow, Aserbaidschan
2012 11. Präsidenten-Cup von Kasachstan in Astana Welter Sieger: Konstantin Schipajew, Russland vor Doschan Kartikow, Kasachstan
2013 17. Golden-Grand-Prix in Szombathely Welter Sieger. Mark Overgaard Madsen vor Neven Zugaj, Kroatien
2013 2. EM in Tiflis Welter nach Siegen über Balint Korpasi, Ungarn, Bozo Starkevic und Pascal Eisele, Deutschland und einer Niederlage gegen Roman Wlassow, Russland
2014 1. Golden-Grand-Prix in Paris bis 75 kg vor Mateusz Lukasz Wolny, Polen, Manuchar Tschadaia, Georgien und Piotr Przepiorka, Polen
2014 3. Golden-Grand-Prix in Szombathely bis 75 kg hinter Mark Overgaard Madsen, Dänemark und Saeid Mourad Abdvali, Iran
2014 15. EM in Vantaa/Finnland bis 75 kg nach einem Sieg über Jan Rotter, Deutschland und einer Niederlage gegen Seref Tüfenk, Türkei
2014 5. WM in Taschkent bis 75 kg nach Siegen über Arkadiusz Kulynycz, Polen, Waleri Palenski, Weißrussland, Jawor Janakiew, Bulgarien und Gurpeet Singh, Indien und Niederlagen gegen Arsen Dschulfalakjan, Armenien und Elwin Mursalijew, Aserbaidschan

Georgische Meisterschaften[Bearbeiten]

Jahr Platz Gewichtsklasse Ergebnisse
2012 1. Welter vor Ushangi Chitiaschwili, Schmagi Guliaschwili und Genadi Gogischwili
Erläuterungen
  • alle Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil
  • OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft
  • Weltergewicht, Gewichtsklasse bis 74 kg Körpergewicht (bis 31. Dezember 2013); seit 1. Januar 2014 gilt eine neue Gewichtsklasseneinteilung durch den Ringer-Weltverband FILA

Literatur[Bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Der Ringer

Weblinks[Bearbeiten]